Der Werdenfels-Takt: Fahrplan

Pünktlichkeit

Eine Erhebung von PRO BAHN zur Pünktlichkeit der morgendlichen Züge von Weilheim nach München und der Abendzüge aus der Landeshauptstadt zurück, brachte sehr hohe Pünktlichkeitswerte für das Jahr 1997. Bei einem Schwellwert von 5 Minuten für einen "pünktlichen" Zug ergaben sich Werte von etwa 95%. Diese erfreuliche Betriebsqualität veranlasste PRO BAHN am 6. April 1998 zu einer Pressemitteilung, in der auch die zugrundeliegende Statistik veröffentlicht wurde.

In den Folgejahren ging es mit der Pünktlichkeit jedoch ständig bergab. Als Beispiel für ständigen Kontakt mit der DB sei hier ein Briefwechsel aus dem Jahr 2000 gezeigt.

Letztendlich installierte PRO BAHN im Jahre 2001 einen Pünktlichkeitsmonitor "QUAK", in den die Fahrgäste die tatsächlichen Fahrzeiten (im Vergleich zu den planmäßigen) eintragen konnten. Die QUAK-Eintragungen findet man auf der speziellen Webseite www.pro-bahn.de/quak.

Für das Fahrplanjahr Dezember 2005 - Dezember 2006 mussten schließlich mehr als 500 (!) Einträge von Zügen mit mehr als 10 Minuten Verspätung registriert werden. In den beiden Vorjahren lagen die Zahlen noch etwa halb so hoch. PRO BAHN gab daraufhin am 10. Dezember 2006 eine Pressemitteilung zu der mangelnden Betriebsqualität heraus. Das Problem der Eingleisigkeit bestätigte auch Bahn-Pressesprecher Ingo Schüttke im Weilheimer Tagblatt. Zitat: "Allerdings gebe es einen weiteren wichtigen Grund: die zahlreichen Baustellen an der Strecke, die Arbeiten werden auch 2007 fortgesetzt werden. Schüttke würde sich wünschen, dass die Beschwerden direkt bei der Bahn eingehen (Telefon 01805/702170)." Dazu ist von PRO BAHN-Seite anzumerken, dass dieser Vorschlag nicht einer gewissen Pikanterie entbehrt: die Nummer ist nämlich kostenpflichtig!

Um den Umfang der Stichprobe der QUAK-Meldungen zu erhöhen, haben wir seit Februar 2012 für bis zu acht Stationen (München, Tutzing, Weilheim, Murnau, Garmisch, Mittenwald, Penzberg, Bad Kolgrub) die Verspätungswerte aus der Reisendeninformationsseite der DB ausgewertet, d.h. insgesamt wurden für die Jahre 2012/13 ca. 700000 Meldungen berücksichtigt. Eine zusammenfassende Bewertung finden Sie hier: neben den Verspätungen sind vor allem die mangelnden Informationen im Störungsfall ein Ärgernis. Zudem haben wir Monatsstatistiken auf der Basis jeden Zuges erstellt.

Die offizielle Pünktlichkeitsstatistik der DB Regio finden Sie hier. Beachten Sie, dass Komplettausfälle oder Teilausfälle nicht in Statistiken eingerechnet werden.

Einmal im Jahr: Halt in Kainzenbad

Der ehemalige Bahnhof Kainzenbad, direkt an der Olympia-Sprungschanze in Garmisch-Partenkirchen gelegen und in unmittelbarer Nähe der Partnachklamm wäre aus touristischer Sicht ein überaus attraktiver Haltepunkt. Leider halten seit 3. Juni 1984 keine Züge mehr in Kainzenbad: Lediglich aus Anlass des Neujahrsspringens (Vier-Schanzen-Tournee) wird der Halt seit dem 1. Januar 2002 wieder an Neujahr bedient, sogar ein Sonderzug mit Doppelstockwagen wird eingesetzt. Seit dem 31. Dezember 2005 halten auch an Silvester einige Züge (Trainingsspringen).

Noch exklusiver war die Bedienung von Kainzenbad zur Oberland-Ausstellung im Oktober 1998 und die zur Herbstausstellung 2002.

PRO BAHN fordert seit langem die Wiedereröffnung dieses Haltepunktes, da er sowohl für Einheimische als auch für Touristen wichtige Gebiete (z.B. Partnachklamm, Eckbauer, Skistadion) erschließt. Das große Fahrgastpotenzial war auch zum Jahreswechsel 2010/11 sichbar.

Zu einem schweren Unfall kam es am 30. Dezember 2014, als ein TV-Übertragungswagen auf dem Bahnübergang gehalten und dadurch einen Triebwagen geschrottet und den Bahnsteig beschädigt hatte. Glücklicherweise ist der Lokführer unverletzt geblieben. Die Sonderhalte zum Skispringen konnten wegen der notwendigen Streckensperrung dann nicht angeboten werden.

Im Rahmen der Sonderhalte zum Jahreswechsel 2015/16 wurde bekannt, dass aufgrund des Auslaufens einer Ausnahmegenehmigung für die Beleuchtung des Bahnsteigs die Bedienung in den folgenden Jahren fraglich sei (siehe auch hier). Da im Jahr 2016 eine neue Beleuchtung installiert wurde, gab es auch zum Jahreswechsel 2016/17 wieder Sonderhalte.

Nur eine Episode: Werdenfels-Takt neu

Im März 2002 haben wir die Grundzüge des neuen Werdenfels-Taktes, wie sie von Staatsminister Wiesheu vorgestellt worden waren, kurz zusammengefasst und einige Missverständnisse, die durch unpräzise Pressemeldungen entstanden waren, korrigiert. Ein Beispiel aus dem Dezember 2002 zeigt einen "Vollknoten" in Weilheim, bei dem noch Nachbesserungsbedarf besteht.

Nach der Einführung des neuen Werdenfels-Takts am 15. Dezember 2002 zeigte sich sehr schnell, dass das Konzept auf wenig Gegenliebe bei den Fahrgästen stieß: Hauptgründe waren lange Aufenthalts- und Umsteigezeiten sowie ein kompliziertes System, das auf manchen, bislang umsteigefreien Relationen zum Umsteigen zwang. Letztlich gescheitert ist das Konzept aber an den Unzulänglichkeiten der Infrastruktur, vor allem der Eingleisigkeit.

Zum 3. Februar 2003 gab es dann die ersten kleineren Anpassungen im Fahrplan. Dazu einige Hintergrundinformationen.

Werdenfels-Takt: wieder der alte

Für den Fahrplanwechsel 2003/04 wurde zum "alten" Fahrplan zurückgekehrt, d.h. das alte Grundkonzept des Fahrplans mit Zugkreuzungen in Tutzing und Murnau - allerdings um 30 Minuten versetzt, um in München bessere Fernanschlüsse herzustellen. Die Kochelseebahn erhielt wieder mehr Durchbindungen nach München, Tutzing und Starnberg damit mehr Zughalte. Eine Besonderheit ist ein zweistündlicher Bus(!)-Pendelverkehr zwischen Weilheim und Dießen. PRO BAHN hat dazu an die BEG und DB Regio geschrieben (19. August 2003).

Der Fahrplan 2003/04 hat sich zunächst einmal bewährt. Erfreulich auch die Zunahme der Pünktlichkeit (siehe auch QUAK). Klagen gab es allerdings wegen der starken Besetzung der abendlichen Züge aus München um 18:31 Uhr und 19:32 Uhr: hier wurde eine Verlängerung bzw. die Einlegung eines 19 Uhr-Zugs gefordert. PRO BAHN hatte deshalb am 24. Februar an die DB und die DB geschrieben (siehe Pressemitteilung vom 29. Februar 2004). In einem Antwortschreiben der DB vom 28. April 2004 heißt es, dass eine Verlängerung wegen Engpässen im Innsbrucker Bahnhof nicht möglich sei. Die Einlegung eines 19 Uhr Zuges wäre machbar, würde aber von der BEG nicht bestellt. Eine offizielle Stellungnahme der BEG liegt nicht vor.

Im Juni 2004 gab es Beschwerden wegen der Kürzung des 6.09 Uhr Zuges (ab Weilheim) nach München. Fuhr er bisher mit zwei ET425 und einem ET426, so wurde nun der ET426 eingespart.

Sommer 2005: Neue Wartezeitregelung sorgt für Ärger

Seit August 2005 sorgte eine Neuregelung der Anschlusssicherung bei etlichen Gelegenheiten für Ärger bei den Fahrgäste. PRO BAHN erhielt zahlreiche Zuschriften und auch die Presse nahm sich des Themas an. Zur Problematik der neuen Wartezeitvorschrift der DB schrieb Norbert Moy einen Artikel in der PRO BAHN POST 09/2005.

PRO BAHN hat daraufhin auch an die BEG geschrieben. Den Brief vom 18. September 2005 finden Sie hier.

Inzwischen hat DB Regio Oberbayern reagiert: Die Bahn bessert bei der Regelung für das Abwarten der Anschlusszüge nach: Die Züge der Pfaffenwinkelbahn Weilheim Schongau dürfen im nachmittäglichen Berufsverkehr abweichend von der Regelwartezeit 3 Minuten nun etwas länger auf verspätete Anschlusszüge aus München warten. Es sind vier Züge betroffen: Der Zug 17:17 Uhr ab Weilheim darf 5 Minuten warten, die Züge 18:17, 19:17 und 20:17 Uhr bis zu 8 Minuten. Außerdem müssen Züge immer dann warten, wenn der einfahrende Anschlusszug schon zu sehen ist. Man möchte den Fahrgästen den Anblick der abfahrenden Schlusslichter ersparen.

Ob es mit dieser Regelung getan ist, muss jetzt die Erfahrung zeigen. Entscheidend wird sein, wie die Pünktlichkeit ab München eingehalten werden kann. Manches Verspätungsproblem wäre entschärft, hätte man 1996 nicht die Kreuzungsmöglichkeit in Diemendorf zerstört. Der verantwortliche Mitarbeiter der DB Netz hat uns in seinem Antwortschreiben damals die Notwendigkeit der Begegnungsmöglichkeit in Abrede gestellt und eine pünktliche Betriebsabwicklung vorausgesagt. Bis heute zumindest ist diese Vorhersage nicht eingetroffen ....

Mit Schreiben vom 30. September 2005 antwortet uns die BEG auf das oben genannte Schreiben vom 18. September. Auch sie sei unzufrieden mit der Wartezeitregelung, zumal sie keine signifikante Pünktlichkeitssteigerung gebracht habe. Den Antwortbrief finden Sie hier (als .jpg-File, 243 k).

Dezember 2007: Ende des InterCity Verkehrs

Neben dem Werdenfels-Takt gibt es noch einige Züge des Fernverkehrs. Das Angebot wurde jedoch im Laufe der Zeit Schritt für Schritt reduziert: In einer Presseerklärung vom 14. Mai 1999 beklagt PRO BAHN die Abkopplung des Werdenfelser Landes vom Fernverkehr zum Fahrplanwechsel am 30. Mai 1999: Tägliche Bedienung wurde auf Wochenend-Bedienung zurückgenommen und die Laufwege wurden verkürzt.

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2007 sind dann alle InterCity-Züge im Werdenfelser Land entfallen. Damit gibt es für Weilheim, Murnau, Oberau und Klais keine umsteigefreien Verbindungen mehr in den und aus dem Norden der Republik. Es bleiben nur noch die ICE-Verbidungen an Samstagen. Wegen der erforderlichen hohen Bahnsteige können ICEs aber nur in Garmisch-Partenkirchen halten.

Einen kurzen Überblick über den nun zu Ende gehenden InterCity-Verkehr haben wir zusammengestellt. Außerdem haben wir einige Impressionen von der Abschiedsfahrt am 8. Dezember 2007 zusammengestellt.

30-Minuten Takt erweitert, der 19 Uhr Zug

Zum Fahrplanwechsel 2007/2008 fährt er, der 19 Uhr Zug - seit 2004 von Fahrgästen und PRO BAHN gefordert. Die Premierenfahrt am 10.12.2007 mit ca. 100 - 120 Fahrgästen auch gleich gut gefüllt. Mehr zur Premierenfahrt mit Glühwein, Punsch und Lebkuchen gibt's hier.

Weiter Frust in Uffing und Huglfing

Auch zum Fahrplanwechsel im Dezember 2008 gibt es durchfahrende Züge in Huglfing und Uffing: Richtung München halten um 11:35 Uhr, 15:35 Uhr, 19:35 Uhr und 23:35 Uhr keine Züge in Uffing, in Huglfing rauschen um 09:42 Uhr, 13:42 Uhr, 17:42 Uhr und 21:42 Uhr die Züge durch. Eine stichhaltige Erklärung dafür ist uns nicht bekannt.

Auch zum Fahrplanwechsel im Dezember 2009 änderte sich nichts an dem Ärgernis. Im Februar 2010 hatte PRO BAHN sich in der Angelegenheit direkt an den bayerischen Verkehrsminister gewandt. Der Wunsch der Fahrgäste nach den zusätzlichen Halten wurde allerdings negativ beschieden.

BRB: Neuer Betreiber im Werdenfels

Ab 14. Dezember 2008 gibt es neben der DB Regio noch einen zweiten Betreiber im Personennahverkehr: die "Bayerische Regiobahn" BRB. Seit November waren die neuen weiß-blauen LINTs bereits im Probebetrieb auf der Pfaffenwinkelbahn und der Ammerseebahn zu sehen. Alten und neuen Betreiber konnte man somit gemeinsam z.B. in Weilheim ablichten.

Foto oben:
Von links: im Weilheimer Bahnhof ein LINT der BRB vor einer Probefahrt nach Schongau, ein VT628 der DB aus Schongau, VT642 der DB nach Augsburg und im Hintergrund ein abgestellter Zug mit Lok der BR218, ebenfalls DB (Foto: Wiegner, 29.11.08)

Mit dem Betreiberwechsel hat die BEG auch zwei zusätzliche Zugpaare bestellt, so dass es in der abendlichen Hauptverkehrszeit zwischen Weilheim und Peißenberg einen Halbstundentakt gibt: um 17:43 Uhr und 18:43 Uhr an Werktagen gibt es das "Peißenberg-Shuttle" (zusätzlich zu den Zügen um 17:18 Uhr, 18:18 Uhr und 19:18 Uhr). Im Fahrplanjahr 2009/2010 wurden nochmals zwei Zugpaare dazubestellt.

Seit Dezember 2009: neue ICE-Halte

Seit dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember 2009 fahren wieder verstärkt ICEs ins Werdenfels. Erstmals halten sie zwischen München und Garmisch-Partenkirchen auch in Tutzing und Oberau. Alle Verbindungen ab Tutzing sowie ab Oberau hatte PRO BAHN zum Fahrplanstart als Download zusammengestellt. Auch den betroffenen Gemeinden wurden die Fahrpläne zur Verfügung gestellt.

Am 19. Dezember 2009 wurde die Premierenfahrt von Tutzing nach Oberau feierlich eingeweiht.

Ab 2. Januar 2010 zog dann Mittenwald nach: mit Hilfe einer mobilen Ausstiegshilfe können auch dort ICE-Züge (an einer Tür) genutzt werden. Dass es in Weilheim keine ICE-Halte gibt, ist eine lange Geschichte...

Die ICE-Pläne ab dem kleinen Fahrplanwechsel am 13. Juni 2010 für Tutzing, Oberau und (neu) für Garmisch-Partenkirchen hat PRO BAHN (mit aktualisierten Anmerkungen) wieder als pdf-Files zum Download bereitgestellt: für Garmisch, für Tutzing und für Oberau.

Seit dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2010 halten ICEs auch in Murnau. Den ersten ICE hat PRO BAHN begleitet. Die Halte in Mittenwald, Garmisch-Partenkirchen, Oberau und Tutzing bleiben bestehen. Für alle betroffenen Gemeinden wurden von PRO BAHN die Fahrplan-Übersichten für 2010/11 zur Verfügung gestellt: ICE-Fahrplan Mittenwald, Garmisch-Partenkirchen, Oberau, Murnau und Tutzing.

Für das Fahrplanjahr 2011/12 gibt es die Links hier: ICE-Fahrplan Mittenwald (Übersicht über die direkt erreichbaren Ziele), Garmisch-Partenkirchen (direkte Ziele), Oberau (direkte Ziele), Murnau (direkte Ziele), Tutzing (direkte Ziele).

Für das Fahrplanjahr 2012/13 gibt es die Links hier: ICE-Fahrplan Mittenwald (Übersicht über die direkt erreichbaren Ziele), Garmisch-Partenkirchen (direkte Ziele), Oberau (direkte Ziele), Murnau (direkte Ziele), Tutzing (direkte Ziele).

Für das Fahrplanjahr 2013/14 gibt es die Links hier: ICE-Fahrplan Mittenwald (Übersicht über die direkt erreichbaren Ziele), Garmisch-Partenkirchen (direkte Ziele), Oberau (direkte Ziele), Murnau (direkte Ziele), Tutzing (direkte Ziele).

Für das Fahrplanjahr 2014/15 gibt es die Links hier: ICE-Fahrplan Mittenwald 2015, Garmisch-Partenkirchen, Oberau, Murnau sowie Tutzing.

Da sich die Fernverkehrsbedienung durch ICE-Züge inzwischen weitgehend herumgesprochen hatte und in den Tourismusangeboten fest verankert ist, hat PRO BAHN für die Saison 2015/16 auf diesen Service verzichten können.

Verbesserungen für Uffing und Huglfing

Nach 7 dürren Jahren ist es soweit: Endlich halten ab Dezember 2010 alle Züge Richtung München auch in Huglfing und Uffing. Mehrfach, zuletzt im Februar 2010, hatte sich PRO BAHN in der Angelegenheit engagiert und an Staatsminister Zeil geschrieben; Mitte November kam dann die erlösende Nachricht. Dazu gibt es auch eine Pressemeldung (28.11.2010).

Ski-Weltmeisterschaft 2011: Sonderverkehre

Zur alpinen Ski-Weltmeisterschaft in Garmisch-Partenkirchen hat die BEG zahlreiche Sonderzüge bestellt. Direkt im Gebiet des Werdenfels-Taktes waren DB und BRB mit Extraleistungen unterwegs. Die DB fuhr insgesamt 88 Sonderzüge von München, Innsbruck und Reutte nach Garmisch und zurück, die BRB bot Direktverbindungen Augsburg - Garmisch an.

Umsteigen in Mittenwald

Seit dem 8. April 2013 gibt es keine durchgehenden Züge zwischen (München - ) Garmisch und Innsbruck mehr. Grund dafür ist eine nicht mehr verlängerte Ausnahmegenehmigung der österreichischen Aufsichtsbehörde, ohne die die aktuellen DB-Regionalzüge nicht mehr auf dieser Strecke fahren dürfen. Mit dieser Ausnahmegenehmigung konnten die deutschen Züge bisher auch auf dem Abschnitt Mittenwald-Innsbruck fahren. Mit dem Einsatz der Triebwagen ET442 ab Dezember 2013 soll das Problem behoben sein.

Dezember 2013: Werdenfelstakt neu

Das Fahrplanangebot im Werdenfels wurde um etwa 30 Prozent erhöht, zu den Hauptverkehrszeiten wurden in Lastrichtung etwa 60 Prozent mehr Kapazitäten angeboten. Jeder Zug wird zudem mit mindestens einem Zugbegleiter besetzt sein. Das Fahrplankonzept sieht im Wesentlichen wie folgt aus:

  • Ganztägiger Stundentakt auf der Hauptstrecke München - Garmisch-Partenkirchen - Mittenwald mit Verlängerungen bis Seefeld in Tirol (zweistündlich bis Innsbruck).
  • Sechs zusätzliche Expresszüge zwischen Mittenwald und München mit Halten in Mittenwald, Klais, Garmisch-Partenkirchen, Murnau, Weilheim, München-Pasing und München Hauptbahnhof. Sie fahren werktags im Berufsverkehr und am Wochenende im Ausflugsverkehr mit etwa 13 Minuten kürzerer Fahrzeit.
  • Ein täglicher weitgehend umsteigefreier Stundentakt zwischen Kochel und München, im Frühberufsverkehr ein halbstündliches Angebot von Kochel nach München, im Nachmittagsberufsverkehr zwischen München und Penzberg.
  • Ein ganztägiger Halbstundentakt, auch am Wochenende, zwischen München und Weilheim mit stündlichem Halt in Starnberg.
  • Zwischen Murnau und Oberammergau gibt es einen erweiterten Stundentakt.

2014/15: temporäre Einschränkungen für Ohlstadt

Weil der Umbau des Ohlstädter Bahnhofs nicht in dem von BEG und DB ursprünglich geplanten Zeitfenster (Sommer 2014) durchgeführt werden konnten, wurden zum Fahrplanwechsel im Dezember 2013 etliche Halte von wichtigen Pendlerzügen in Ohlstadt gestrichen. Bei betroffenen Bürgern wirkte das wie eine Strafaktion (analog zu den Maßnahmen für Uffing und Huglfing 5 Jahre zuvor). Ab dem 22. September 2015 hielten dann wieder alle Züge in Ohlstadt.

16. Dezember 2017: ICE-Halt in Weilheim

Nach dem neuen Fahrplan 2017/18 halten erstmals auch ICE-Züge in Weilheim. Da die Anbindung der Kreisstadt nur samstags erfolgt, fand die Premierenfahrt erst am 16. Dezember 2017 statt. PRO BAHN und die Stadt Weilheim haben eine kleine Begrüßungsfeier organisiert.