Kochelsee-Bahn: Tutzing - Kochel
Die Kochelsee-Bahn von Tutzing über Penzberg nach Kochel verbindet den Großraum München mit den Alpen: Kochelsee, Walchensee und Herzogstand gehören zu den beliebtesten Ausflugzielen im oberbayerischen Alpenraum. Zudem werden die Osterseen (Haltepunkt Iffeldorf) und Benediktbeuren erschlossen.
Von und nach München muß man bis auf wenige Ausnahmen in Tutzing in die S-Bahn oder die Regionalbahnen aus Mittenwald umsteigen. Die Reisezeiten sind noch erträglich, wenn man nicht gerade in Bichl sechs Minuten (!) auf den Gegenzug warten muß. Kreuzungsmöglichkeiten gibt es auf der Strecke nur in Bichl und in Seeshaupt.
Verschiedene Materialien
- Betriebskonzept: Bundesbahn-Strategie und Vorschläge von PRO BAHN
- Streckenzustand und Baumaßnahmen
- Bahnhöfe
- Sonstiges
Betriebskonzept: Bundesbahn-Strategie und Vorschläge von PRO BAHN
In den 1980'er Jahren war die Kochelsee-Bahn ein heißer Stilllegungskandidat. Die damalige Situation spiegelt gut ein Bericht des Tölzer Kuriers vom März 1983 wider. Auch im März 1984 war in der Presse von einer anstehenden Stilllegung des Teilstücks Penzberg - Kochel die Rede. Erst mit der Regionalisierung wendete sich das Blatt allmählich.1996 hat dann PRO BAHN einen Vorschlag für ein Betriebskonzept für die Kochelsee-Bahn unterbreitet. Es basiert auf der "Flügelung von Zügen", d.h., zwei Zugteile fahren zwischen München und Tutzing gemeinsam und trennen sich in Tutzing, so dass ein Zugteil nach Weilheim und ein Teil nach Kochel fährt. Eine Fortschreibung von Ende Januar 2003 für den gesamten Werdenfels-Takt - also auch die Kochelsee-Bahn - finden Sie zusammen mit einer Graphik zum Fahrplankonzept hier.
Streckenzustand und Baumaßnahmen
Im Oktober 1997 war die Strecke für drei Wochen für eine Gleissanierung zwischen Penzberg ud Bichl gesperrt. Im August 2002 wurde die Kochelsee-Bahn zwischen Penzberg und Staltach (Iffeldorf) renoviert: Kurzberichte von den Bauarbeiten und den Anlaufschwierigkeiten nach Wiederinbetriebnahme finden Sie hier.Im November 2007 wurden die Gleise auf dem nördlichsten Teil bis in die Bahnhofseinfahrt von Tutzing ersetzt.
Auf Initiative der Stadt Penzberg fand am 5. Juni 2008 ein Treffen der Bürgermeister entlang der Kochelseebahn statt. PRO BAHN war eingeladen, die Problempunkte darzustellen und Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Dazu ein Bericht aus der PRO BAHN Post. Am 22. Juli 2008 fand dann in Penzberg ein "Bahngipfel" mit hochrangigen Vertretern aus der Politik und der Bahn statt. Auch dazu gibt es einen kurzen Bericht aus der PRO BAHN Post.
Im April 2009 berichtet der Kreisbote über den aktuellen Status, nach dem ein Kreuzungsbahnhof in Penzberg bei einer Taktverdichtung überflüssig sei und stattdessen der Bahnhof Seeshaupt genutzt werden könne.
Im Juni 2010 wurde im Bahnhof Bichl die Weichenverbindung zu Gleis 1 entfernt. Damit wird wieder etwas Flexibilität beim Betrieb eingebüßt.
Am 31.3./1.4.2012 wurde die Strecke für knapp zwei Tage gesperrt, weil das (schöne alte) Stellwerk in Tutzing abgerissen wurde. Dort wird nun die Straßenunterführung neu gebaut. Das Ganze gehört zu den Umbaumaßnahmen des Tutzinger Bahnhofs für den Fahrplan ab 2013.
Bahnhöfe
Einen Fahrkartenschalter gibt es noch in den Bahnhöfen Penzberg und Seeshaupt (Stand März 2012). In Bernried wird das Bahnhofsgebäude privat genutzt.Bichl ist einer der beiden Kreuzungsbahnhöfe der Strecke. Früher zweigte hier übrigens die Isartalbahnstrecke über Beuerbach und Wolfratshausen nach München ab. Das Teilstück Bichl - Beuerbach wurde am 31. Mai 1959 stillgelegt. Zum Zustand des Bahnhofs im Mai 2008 gibt es hier einige Eindrücke.
Sonstiges
Am 17. Dezember 1989 gab es in der Kochelsee-Bahn die erste und einzige(?) Weihnachtsfeier, ausgerichtet von PRO BAHN.PRO BAHN Weilheim-Schongau: Werdenfels-Takt



