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Aktuelles aus Bayern

15-Sep-20 PRO BAHN begrüßt Studie zu City-Maut
Das Münchner Ifo-Institut hat eine Studie "Verkehrliche Wirkungen einer Anti-Stau-Gebühr in München" vorgelegt. Der Fahrgastverband PRO BAHN München sieht in einer solchen City-Maut, die die Straßen von Autos zu entlastet und den Verkehrsfluss zu beschleunigt, unter anderem die Chance, dass Busse und Trams nicht mehr so oft im Stau steckenbleiben. Mangelnder Ausbau des ÖPNV und in die Irre führende gesetzliche Regelungen nennt PRO BAHN ein Zeichen für eine verkehrspolitische Sackgasse. Das Argument, eine City-Maut sei unsozial, wird bereits durch ein vor wenigen Tagen veröffentliche Studie des Umweltbundesamtes (UBA) widerlegt. Das UBA fordert eine Verkehrswende, weil die heutige Verkehrsverteilung seit langem soziale Ungerechtigkeit erzeugt. Mehr zum Thema in einer bundesweiten Meldung sowie auf Facebook (siehe auch Instagram).
Passend zur Thematik hat die SPD-Landtagsfraktion heute ein "Sofortprogramm Klimaschutz" vorgelegt, und fordert eine "klimafreundliche und soziale Verkehrswende ... mit starkem Ausbau des öffentlichen Verkehrs" sowie "neben dem Ausbau des regionalen Schienenverkehrs auch bessere Bedingungen für die Reaktivierung von stillgelegten Bahnstrecken" und einen "einheitlicher Bayern-Tarif".  [el]
 
07-Sep-20 Weiter Personenverkehr nach Viechtach
Die Anbindung von Viechtach an den Schienenpersonenverkehr wird voraussichtlich über 2021 hinaus zunächst erhalten bleiben. Die Ministerin sprach heute in Regen von einer "Panne" in ihrem Ministerium. Im Zusammenhang mit einen geplanten Verkehrsverbund Bayerwald ist nun die Rede von eine Studie, die auch die Bahnlinie nach Viechtach mit untersuchen soll. Das Wechselbad der Gefühle für die Menschen, die heute für die Bahnreaktivierung demonstriert haben, endet also zunächst in einer weiteren Hängepartie. Die Nachrichten sind aber insgesamt deutlich besser, als noch vor zwei Wochen. (Video der Pressekonferenz)   [el]
 
07-Sep-20 MVV-Handytickets via DB-Navigator
Ein Tipp für Fahrgäste, die MVV-Handytickets via DB-Navigator kaufen (möchten) – häufige Nutzer von Handy-Tickets werden es kennen, für Seltennutzer ist es leider eine Falle: Die MVV-Tickets werden nach einer Aktualisierung nicht wie früher (und wie bei anderen Verbünden) direkt via App verkauft, sondern man muss ein spezielles MVV-Modul dazu laden. Daher sollte man, wenn man längere Zeit kein MVV-Ticket via App gelöst hat, einen Ticketkauf (oder zumindest die ersten Schritte dazu) einmal machen, wenn man WLAN zur Verfügung hat. Ist das Modul einmal geladen, funktioniert es dann auch unterwegs. Entdeckt man die Änderung an einer Station mit schlechter Datenanbindung, oder hat nur begrenztes Datenvolumen, könnte es schwierig werden. Ob das Modul beim nächsten Navigator-Update neu geladen werden muss, ist nicht bekannt. Einen Hinweis auf das Problem scheint es nicht gegeben zu haben. Es muss damit gerechnet werden, dass auch andere DB-Apps mit MVV-Tickets betroffen sind.  [el]
 
06-Sep-20 Widerstand gegen Bahneinstellung im Landkreis Regen
Die bayerische Verkehrsministerin besucht am Montag den Landkreis Regen, im dem die von der bayerischen Staatsregierung bedrohte Bahnstrecke Gotteszell - Viechtach liegt. Um 17.30 Uhr ist eine Pressekonferenz geplant, die per Livestream im Internet verfolgt werden kann. Für 18 Uhr ruft die Initative Go-Vit zu einer Demonstration auf dem Stadtplatz in Regen auf. Die Petion für die Bahnlinie hat jetzt 8000 Unterschriften gesammelt. Das ist bereits eindrucksvoll, weitere Unterstützer sind aber hilfreich.  [el]
 
27-Aug-20 Gotteszell - Viechtach: Petition und weitere Reaktionen
Um das Aus für den Schienenpersonenverkehr nach Viechtach zu verhindern, gibt es jetzt eine Online-Petition, bei der jeder durch Unterzeichnen seine Unterstützung ausdrücken kann. Der Verein Go-Vit, der die Reaktivierung seit vielen Jahren betrieben hat, hat einen Offenen Brief an Staatsministerin Schreyer geschickt, und sie zum Besuch der Strecke eingeladen. Auf den Webseiten des Vereins findet man auch einige Presseartikel. Über die Medienmitteilung von PRO BAHN hat gestern der Bayerische Rundfunk berichtet.  [el]
 
26-Aug-20 Die neue PRO BAHN Post ist da
Die PRO BAHN Post aus Oberbayern, Ausgabe September 2020, ist jetzt online verfügbar. Wie immer gibt es eine grafische Präsentation des Heftes auf Instagram. Themen sind u.a. die U-Bahn-Baustelle an Münchner Freiheit und die Organisation der Ersatzverkehre, die Kritik an den neuen LINT-Zügen im Oberland, Stand der Diskussion zum Brenner-Nordzulauf, ein Buch zur Eisenbahn rund um Simbach und Braunau am Inn, sowie der Besuch von MdL Becher am Bahnhof Walpertskirchen. Zum Tode von Matthias Wiegner hat der Vorsitzende von PRO BAHN Oberbayern angesichts von Matthias' langjährigem und wichtigem Einsatz für PRO BAHN passende Worte gefunden.  [el]
 
25-Aug-20 Scharfe Kritik am "Aus" für Gotteszell - Viechtach
Der Fahrgastverband PRO BAHN sieht in der von der bayerischen Verkehrsministerin Schreyer angekündigten Einstellung des Personenverkehrs zwischen Gotteszell und Viechtach ein in jeder Hinsicht falsches und für die Herausforderungen der Verkehrswende völlig kontraproduktives Signal. PRO BAHN wirft der Staatsregierung vor, sich selber und die Bürger zu belügen: Die Umstellung auf Busverkehr ist keine gleichwertige Alternative, sondern führt zu mehr Autoverkehr, der für die Region wichtige Tourismus wird leiden, die Fahrgastzahlen und Rentabilität bei den Zubringerlinien wird sich verschlechtern. Andere Reaktionen: "Schlag ins Gesicht" (Landrätin Röhrl), "Das ist unterirdisch" (Ilztalbahn-Chef Schempf), "Schlechter Stil und eine Watschn für die Region" (Kommentar der eher konservativen Passauer Neuen Presse, Ausgabe Viechtach).  [el]
 
24-Aug-20 Bayern will Bahnanbindung Viechtachs scheitern lassen
Bayerns Verkehrsministerin Schreyer (CSU) will den Vertrag für den Probebetrieb zwischen Gotteszell und Viechtach nicht über den September 2021 hinaus verlängern. Damit wird auf der Strecke, auf der seit 2016 wieder regelmäßig Personenzüge fahren, zum zweiten Mal der Personenverkehr eingestellt. Das Ministerium argumentiert ausschließlich mit dem Nichterreichen der Grenze von 1000 Fahrgästen an Werktagen (Personenkilometer pro Kilometer). Auf strukturelle Argumente wird nicht eingegangen, sondern die unbewiesene Behauptung aufgestellt, dass eine Bahnstrecke mit weniger Fahrgästen dem Klima schadet. Alle wesentlichen Verbände im Bahnbereich hatten sich gegen die feste Grenze von 1000 Fahrgästen ausgesprochen.  [el]
 
21-Aug-20 Wenig los in Südostbayern
Im Netz der Südostbayernbahn sind bis 6. September gleich drei Strecken ohne Zugverkehr: Mühldorf – Landshut (komplett), Mühldorf – Passau (Abschnitt Mühldorf – Pfarrkirchen, wegen weiterer Probleme muss in Pfarrkirchen teilweise in einen anderen Bus bis Pocking umgestiegen werden) und Mühldorf – Salzburg (Abschnitt Garching – Freilassing). Es fahren in allen Fällen Ersatzbusse. Entsprechende Informationen und Fahrpläne findet man auch unter bauinfos.deutschebahn.com. Über die genannten Baustellen hinaus gibt es weitere Einschränkungen zwischen Mühldorf und Passau sowie zwischen Traunstein und Traunreut. Beachten Sie auch Informationen via Twitter, und dass über solche "kurzfristigen Fahrplananpassungen" DB Regio nicht informiert.  [el]
 
21-Aug-20 Kleine Fortschritte im Allgäu
Die Bayerische Staatsregierung rechnet jetzt mit Aufnahme des elektrischen Betriebs von Pfronten bis zur Landesgrenze für Dezember 2021. Dieses Reststück hängt trotzdem etwas hinter der Elektrifizierung der Außerfernbahn in Österreich zurück (siehe Artikel vor einem Jahr). Im Sinne des Deutschlandtakts und auch zur Entlastung des Knoten Münchens wäre langfristig eine Elektrifizierung der gesamten Achse Ulm – Kempten – Garmisch-Partenkirchen sinnvoll.  [el]
 

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