Aktuelle Meldungen zum öffentlichen Verkehr

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21-Sep-20 EU-Minister reden über Schienenverkehr
Die EU-Verkehrsminister, die Europäische Kommission sowie Vertreter von Eisenbahnunternehmen haben heute über einen "leistungsfähigen modernen europäischen Schienenverkehr" beraten. Dabei hat Bundesverkehrsminister Scheuer das Konzept "TransEuropExpress (TEE) 2.0" vorgestellt. Damit sollen bestehende Zugverbindungen besser miteinander verknüpft werden. Unter anderem ist von einem "Europa-Takt" mit Hochgeschwindigkeitszügen und Nachtzügen die Rede. Die Züge sollen dabei von den Bahnunternehmen eigenwirtschaftlich betrieben werden. Wir hoffen, den Ministern ist bekannt, dass im internationalen Verkehr auch in den Bereichen Fahrscheinvertrieb, Tarif und Fahrgastrechte viel schief läuft (Fallbeispiel). Außerdem haben die EU-Verkehrsminister ein Papier zur Zukunft des Schienengüterverkehrs in Europa verabschiedet.  [el]
 
18-Sep-20 Langfristige Einschränkungen Duisburg - Essen
Zur Zeit ist die wichtige Bahnstrecken Duisburg – Essen wegen Bauarbeiten gesperrt. Gestern Nachmittag geriet direkt an einem Brückenbauerk dieser Strecke bei Mülheim-Styrum ein Tanklaster in Brand. Das Feuer war so heftig, dass mindestens eine von drei paralleln Eisenbahnbrücken abgerissen werden muss. Die genauen Auswirkungen sind noch unklar. DB Regio NRW erläutert den Betrieb ab Montag; Hinweise zum Fernverkehr findet man auf bahn.de/aktuell – es ist mit Verzögerungen, Umleitungen und Haltausfällen zu rechnen (Pressemitteilung). Der Fahrgastverband PRO BAHN nimmt das Unglück zum Anlass, mehr Redundanz im Bahnsystem zu fordern, um so die Anfälligkeit zu verringern.  [el]
 
17-Sep-20 Wahlprüfsteine zu den OB-Wahlen Chemnitz und Zwickau
Am kommenden Wochenende wählen Chemnitz und Zwickau ihre Oberbürgermeister. Zusammen mit der Bahninitiative Chemnitz hat PRO BAHN Mitteldeutschland den OB-Kandidaten Fragen zum ÖPNV und zur Bahnanbindung der Städte gestellt (Wahlprüfsteine Chemnitz, Wahlprüftsteine Zwickau). Die Ergebnisse findet man zusammengefasst in einer Pressemitteilung.  [el]
 
16-Sep-20 Neuer Vorstand von PRO BAHN
Der Fahrgastverband PRO BAHN hat am 12. September mittels Videokonferenz seinen ursprünglich für Ende März geplanten Bundesverbandstag durchgeführt. Unter anderem haben die Delegierten den Bundesvorstand neu gewählt (siehe Pressemitteilung "Jünger und weiblicher"). Als Vorsitzender im Amt bestätigt wurde Detlef Neuß vom Landesverband NRW. Ebenfalls wiedergewählt ist der stellvertretende Vorsitzende Lukas Iffländer (Landesverband Bayern). Neu im Vorstand sind als stellvertrende Vorsitzende Anja Schmotz (Landesverband Mitteldeutschland) und Andreas Schröder (Landesverband NRW). Das Amt des Schatzmeisters hat Peter Simon Bredemeier vom Landesverband Thüringen übernommen. Wir wünschen den alten und den neuen Vorstandsmitgliedern viel Erfolg für ihre Amtszeit. Den ausscheidenden Vorständen gebührt Dank für die geleistete Arbeit.  [el]
 
15-Sep-20 "Anti-Stau-Gebühr" und "Verkehrswende für Alle"
In einer Studie, die "mit finanzieller Unterstützung der IHK für München und Oberbayern" entstand, untersucht das Ifo-Institut (Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.) "Verkehrliche Wirkungen einer Anti-Stau-Gebühr in München". Die Studie stellt u.a. fest, dass die Nachfrage nach öffentlichen Verkehrsmitteln mit einer solchen City-Maut zunähme. Die politischen Reaktionen (siehe BR, SZ, AZ und eine Ministerin via Twitter) sind teilweise entlarvend, weil auch der mangelnde Ausbau des ÖPNV und fehlleitende gesetzliche Regelungen als Gegenargument für eine Maut benutzt wird. Als Teil der sozialen Abfederung regt Ifo z.B. an, die Einnahmen in eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs zu investieren. Die Studie sieht eine Verschlechterung des sozialen Aspekte der Verkehrsmittelwahl nicht unmittelbar gegeben, weil der jetzige Zustand durch die hohen externen Kosten des Autoverkehrs bereits unsozial sei. Das bestätigt auch das aktuelle Papier "Verkehrswende für Alle" des Umweltbundesamtes (Pressemitteilung, Grafiken).
Ergänzend sei auf die Studie "Ein anderer Stadtverkehr ist möglich" hingewiesen. Im Gegensatz zur aktuellen Politik mancher Städte geht es nicht nur um Neuaufteilung des öffentlichen Raums zu Gunsten von Radfahrern/Fußgängern, sondern der ÖPNV wird als Rückgrat der Mobilität betrachtet.  [el]
 
11-Sep-20 Neue Hamburger S-Bahn-Linie S4
Der Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt den Abschluss des ersten Planfeststellungsverfahrens der S-Bahn-Strecke Hamburg – Ahrensburg – Bad Oldesloe im Streckenabschnitt Hamburg-Hasselbrook – Hamburg-Luetkensallee. Mit der neuen S-Bahn-Linie S4 profitieren künftig Fahrgäste auch dieser Achse von einer direkten Anbindung an die Hamburger Innenstadt, einem verlässlichen Takt sowie einer sehr guten Erschließung. In einer weiteren Pressemitteilung fordert PRO BAHN die NAH.SH und den Hamburger Verkehrsverbund (HVV) auf, endlich einen Verkehrsvertrag für die Linie S4 abzuschließen, so dass dann die nötigen Fahrzeuge bestellt werden können. Bei der Fahrzeugbestellung fordert der Fahrgastverband, die Zahlen so auszulegen, dass eine Verbesserung der Betriebsqualität und der weiterer Ausbau des Angebots berücksichtigt werden.  [el]
 
09-Sep-20 Sperrung Duisburg - Essen ab Freitag
Der Streckenabschnitt zwischen Duisburg und Essen ist vom 11. bis 20. September wegen Bauarbeiten gesperrt. Der Ansatz mit gemeinsame Fahrplänen für Busersatzverkehre ist zwar besser als in anderen Bundesländern. Leider fehlen dort aber die Umleitungsfahrpläne für den Zugverkehr, und die Informationen sind einmal mehr nicht in allen Fällen gut auffindbar. So ist auf der Baustellenseite der DB der RE1 gar nicht erwähnt, obwohl er eine Umleitung unter Auslassung wichtiger Halte fährt. Abellio verweist auf zuginfo.nrw, wo leider eine Sortierung nach Linie oder Streckenabschnitt nicht möglich ist. Immerhin ist dort ein RE1-Ersatzfahrplan zu finden, man muss aber für jede Linie neu suchen. Konkrete Auswirkungen im Fernverkehr (Haltausfälle, Fahrplanabweichungen, etc.) muss man sich wie immer in der Verbindungsauskunft anschauen.  [el]
 
07-Sep-20 Weiter Personenverkehr nach Viechtach
Die Anbindung von Viechtach an den Schienenpersonenverkehr wird voraussichtlich über 2021 hinaus zunächst erhalten bleiben. Die Ministerin sprach heute in Regen von einer "Panne" in ihrem Ministerium. Im Zusammenhang mit einen geplanten Verkehrsverbund Bayerwald ist nun die Rede von eine Studie, die auch die Bahnlinie nach Viechtach mit untersuchen soll. Das Wechselbad der Gefühle für die Menschen, die heute für die Bahnreaktivierung demonstriert haben, endet also zunächst in einer weiteren Hängepartie. Die Nachrichten sind aber insgesamt deutlich besser, als noch vor zwei Wochen. (Video der Pressekonferenz)   [el]
 
04-Sep-20 Ceneri-Tunnel komplettiert die NEAT
Mehr als 20 Jahre Bauzeit, gut 20 Milliarden Euro Gesamtkosten, über 100 Kilometer Länge der drei Haupttunnel (Lötschberg, Gotthard, Ceneri) – mit der heutigen Einweihung des Ceneri-Tunnels im Tessin gilt die Schweizerische Neue Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT) als vollendet. Eine Übersicht liefert das Alp-Transit-Portal. Bezogen auf die Zulaufstrecken nördlich der Schweiz zitiert ein Tagesschau-Bericht die Schweizer Bundespräsidentin: "Deutschland hat Verspätung".  [el]
 
03-Sep-20 Weniger Autos, attraktiverer ÖPNV, mehr Bahn
Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, Helmut Dedy, fordert einen anderen Mix der Verkehrsmittel mit einer deutlich verringerten Rolle des Autos: "Es geht darum, dem Auto auch öffentliche Räume zu entreißen. Unsere Städte sind keine Parkplätze." Weitere Zitate aus dem richtunsweisenden Artikel: "Wir brauchen einen attraktiveren öffentlichen Personennahverkehr. Wir brauchen eine bessere Taktung und mehr Regionalverkehr bei der Bahn." und "Neben einem Deutschlandtakt bei der Bahn brauche es auch bessere digitale Buchungssysteme für Tickets über Stadtgrenzen und Verkehrsverbünde hinaus." Aus Sicht von PRO BAHN ist höchstens noch anzufügen, dass wir eine solche Wende sehr bald brauchen. Die zum Teil rückwärtsgewandte Verkehrspolitik in Bund und Ländern, aber auch in vielen Kommunen, hat schon viel zu viele Chancen vertan.  [el]
 

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