Aktuelle Meldungen zum öffentlichen Verkehr

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PfeilPRO BAHN beitreten

01-Okt-22 Happy Birthday, Bahncard!
Am 1.10.1992 wurde – auch auf Druck von Fahrgastverbänden – die Bahncard aus der Taufe gehoben. Die DPA würdigt den 30. Geburtstag mit einem Bericht, in dem auch Karl-Peter Naumann von PRO BAHN zitiert wird. Auch wenn es inzwischen andere Rabattmöglichkeiten sind, ist auch die Bahncard 50 für die Gruppe von Fahrgästen, die häufiger unterwegs sind und zumindest teilweise auf flexible Fahrtmöglichkeiten angewiesen sind, ein wichtiges Instrument. Gerade diese Gruppe wird durch die überproportionale Steigerung der "Flexpreise" in Kombination mit den erhöhten Preisen für die Bahncard von der DB einmal mehr besonders zur Kasse gebeten.  [el]
 
29-Sep-22 2. Stamstrecke München 2035 oder später
Heute gab es in München ein Treffen zur 2. S-Bahn-Stammstrecke mit DB-Chef Lutz, dem bayerischen Verkehrsminister Bernreiter und Ministerpräsident München. Die anschließende Pressekonferenz kann man in der BR-Mediathek oder auf dem Youtube-Kanal der Staatsregierung anschauen. Neben einer Kostenprognose von sieben Milliarden Euro (vielleicht auch 7,8 Mrd.) wurde als Termin für die Inbetriebnahme 2035 genannt, aber spätere Termine wie 2037 auch nicht ausgeschlossen. Neben einem externen Controlling durch den Freistaat (warum erst jetzt?) wurden weitere Maßnahmen im S-Bahn-Netz vorgestellt, über die aber teils seit sehr vielen Jahren diskutiert wird – der Geist des Ausbaus der Sendlinger Spange weht seit Jahrzehnten und hat viele Verkehrsminister überstanden. Die DB nennt Namen wie "Starke S-Bahn München" oder "Programm 14plus". Man fragt sich, ob die von Minister Bernreiter genannten 14 Punkte nicht schon lange fertig wären, wenn man nicht zu oft und zu lange den Fokus zu sehr auf der 2. Stammstrecke gehabt hätte. Die SZ hatte im August von 28 "fest vorgesehenen" Maßnahmen berichtet und sich dabei auf einen etwas visionären Fachartikel vom Mai 2021 bezogen.  [el]
 
28-Sep-22 Preisanhebung DB-Fernverkehr
Wie erwartet worden war, erhöht die DB die Preise für Fernverkehrsfahrkarten zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember. Angegeben wird eine durchschnittliche Anhebung um 4,9 Prozent. Angesichts der intransparenten Steuerung der Kontingente für Spar- und Supersparpreis ist die Relevanz einer solchen Zahl aber sehr unsicher. Auch der Erwerb einer Bahncard wird teurer, so dass mit Bahncard erworbene Fahrkarten einer doppelten Preiserhöhung unterliegen. Normale Fahrkarten ohne Zugbindung ("Flexpreise") sollen um 6,9 Prozent teurer werden. Die Preise im Schienennahverkehr (ohne Verbünde) werden um durchschnittlich 4 Prozent steigen. Wer bis einschließlich 10. Dezember eine Fahrkarte für die Zeit danach erwirbt, zahlt noch die alten Preise. Fahrkarten für den neuen Fahrplan können ab 12. Oktober gebucht werden.  [el]
 
28-Sep-22 Eine neue PRO BAHN Post ...
... aus Oberbayern ist soeben erschienen. Das Heft Oktober 2022 berichtet und kommentiert u.a. Neuerungen der Standardisierten Bewertung, die für alle Verkehrsprojekte entscheidend ist. Zurückgeblickt wird auf die Kundgebung zur Werdenfelsbahn am Tag der Schiene – auf Instagram noch einmal hervorgehoben. Rückblick auf das 9-Euro-Ticket und Ausblick auf den Zustand des ÖPNV ist der Artikel "Wenn nicht gut, dann wenigstens preiswert?". Eine unendliche Geschichte ist die Baustelle an der S-Bahn-Station Rosenheimer Platz, und auch die Themen Nachtzugverkehr und Fahrgastinformation weisen eher negative Aspekte auf. Wie immer gibt es im Heft eine Terminübersicht und Kurzmeldungen zu weiteren Themen.  [el]
 
27-Sep-22 Endstation Grenze? Die aktuelle Situation des grenzübergreifenden ÖPNV
Das Leibniz-Institut für Länderkunde beschäftigt sich in einer aktuellen Veröffentlichung mit der Situation des grenzübergreifenden ÖPNV. Mit Hilfe einer interaktiven Karte kann man sich Bahn- und Buslinien über die deutschen Grenzen anschauen sowie Daten zu Fahrthäufigkeit und Kapazität. Der dazugehörende Text gibt weitere Erläuterungen. Mit dabei sind natürlich die Alex-Züge der Länderbahn von München nach Prag, die aber zurzeit ein besonders abschreckendes Beispiel schlechter Fahrgastinformation liefern. Bauarbeiten führen zu einem Ersatzfahrplan, der weder in Auskunftsystemen der DB (Screenshot, letzte Verbindung mit Ankunft am selben Tag) noch des Bayernfahrplans (Screenshot, letzte Verbindung mit Ankunft am selben Tag) abgebildet ist. Da die Länderbahn auf Abfahrtszeiten für München verzichtet und auf den Bayernfahrplan verweist, muss man tschechische Systeme nutzen, um zu einer Auskunft zu kommen (Screenshot).  [el]
 
26-Sep-22 Schenker-Verkauf für Schieneninfrastruktur nutzen
In einer gemeinsamen Erklärung schlagen mehrere Verbände, darunter der Fahrgastverband PRO BAHN, vor, den Erlös eines Verkaufs der DB-Tochterfirma Schenker als Grundstock für einen Schieneninfrastrukturfonds nutzen. Mit einer fondsgebundenen Finanzierung der Schieneninfrastruktur soll so der Einstieg in die von der Regierungskoalition beabsichtigte gemeinwohlorientierte Infrastrukturgesellschaft ermöglicht werden. Die Verbände betonen die bestehende Unterfinanzierung des Schienennetzes und lehnen eine Verrechnung der Erlöse mit anderen Finanzquellen der DB ab.  [el]
 
26-Sep-22 Strukturwandel mit weniger Bahn?
Vor einigen Tagen wurde bekannt, dass die Realisierung einiger als Ausgleich für den Kohleausstieg vereinbarten Schienenverkehrsvorhaben fraglich ist (Reuters via Fundscene, Berliner Zeitung, Aachener Nachrichten, DPA via Zeit). Direkte Äußerungen dazu werden von Verkehrsministerium und DB allerdings vermieden. Die im vereinbarten Projekte findet in einer Tabelle als Anlage zum "Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen" (Seite 15). Heute fand in Cottbus eine "Strukturwandelkonferenz" statt, bei der sich ein Bündnis "Planung - Bau - Betrieb der Schieneninfrastruktur - Lausitz jetzt!" gebildet hat. Zu den Schienenprojekten wurde ein Positionspapier verabschiedet.  [el]
 
26-Sep-22 Bahnreaktivierungen kommen nicht voran
"Bahnstrecken reaktivieren - warum dauert es so lange?", "Stillgelegte Bahnstrecken bleiben stillgelegt", "2022 noch keine Bahnstrecke reaktiviert" – so lauten heute einige Überschriften von Agenturmeldungen und anderen Medienberichten. Grundlage der Artikel ist, dass die Allianz pro Schiene und Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) heute eine aktualisierte und erweiterte Reaktivierungsliste vorgelegt haben. Morgen veranstaltet der VDV in Berlin einen "Reaktivierungskongress".  [el]
 
25-Sep-22 Mehr elektrische Eisenbahn für Niedersachsen
In einer Pressemitteilung fordert der Fahrgastverband PRO BAHN Niedersachsen/Bremen die Elektrifizierung von Bahnstrecken voranzutreiben. Er beglückwünscht die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) zu den Erfolgen ihres Wasserstoffzugs, warnt aber dringend davor, Wasserstoff im Schienenverkehr als Allheilmittel zu betrachten. Für die meisten bisher mit Diesel betriebenen Bahnstrecken sei eine Elektrifizierung mit Oberleitung vorzuziehen. Als Übergangslösung wird von PRO BAHN ebenso wie vom Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) der Einsatz batterieelektrischen Fahrzeuge genannt. PRO BAHN Niedersachsen verweist erneut auf seine bereits im letzten Jahr vorgelegte Liste von zu elektrifizierenden Strecken.  [el]
 
22-Sep-22 Wiederaufbau von Bahnstrecken nach der Flutkatastrophe
Die DB informiert jetzt auf eigens eingerichteten Webseiten über den Wiederaufbau von Bahnstrecken nach der Flutkatastrophe im Sommer 2021 (Pressemitteilung). Wie bereits bekannt, werden die Ahrtalbahn, die Erfttalbahn nach Bad Münstereifel und der Abschnitt Kall – Gerolstein der Eifelstrecke noch länger als bis Jahresende 2022 außer Betrieb bleiben. Ahrbrück soll erst Ende 2025 wieder erreicht werden. Die Eifelstrecke soll noch dieses Jahr wieder zwischen Kyllburg und Gerolstein befahrbar sein; der Lückenschluss nach Kall ist dann bis Ende 2023 geplant. Ende 2023 ist auch das Zieldatum für die Strecke nach Bad Münstereifel. Noch in diesem Jahr soll die Volmetalbahn bis Brügge fertiggestellt werden. Ahrtalbahn, Voreifelbahn und Eifelstrecke sollen bis 2026 elektrifiziert werden.  [el]
 

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