Fahrgastpreise 2025

Jedes Jahr zeichnet der Fahrgastverband PRO BAHN Menschen und Institutionen, die sich besonders um den öffentlichen Verkehr und die Anliegen der Fahrgäste verdient gemacht haben, mit seinem Fahrgastpreis aus. Diese Preise werden anlässlich des jährlichen Bundesverbandtags im Frühjahr und des Fahrgastsymposiums im Herbst verliehen. Der Bundesverbandtag fand 2025 im März in Trier und das Symposium im November in München statt.

Bundespreise

Mario Theis, Konzernbereichsleiter Reisendeninformation der Deutschen Bahn AG - Für fahrgastgerechte Reisendeninformation


v.l.n.r. Jörg Bruchertseifer (Fahrgastverband PRO BAHN), Mario Theis (Konzernbereichsleiter Reisendeninformation der Deutschen Bahn AG), Detlef Neuß (Fahrgastverband PRO BAHN, Bundesvorsitzender), Karl-Peter Naumann (Fahrgastverband PRO BAHN, Ehrenvorsitzender) [Bild: Andreas Schröder]

Das Team um Mario Theis hat die Anforderungen der verschiedenen Fahrgäste hervorragend analysiert und leistet einen wichtigen Beitrag für reibungslose Fahrten mit der Eisenbahn. Es hat immer ein offenes Ohr für uns Fahrgäste, nimmt unsere Anregungen wohlwollend auf und setzt diese entsprechend den Möglichkeiten in die Praxis um. Wir würdigen dieses langjährige Engagement für uns Fahrgäste mit diesem Preis.

Die Übergabe des Preises erfolgte am 8. November 2025 in München.

Fritz Engbarth - Lebenslanges Engagement für die Schiene in Rheinland-Pfalz


v.l.n.r. Prof. Dr. Lukas Iffländer (Fahrgastverband PRO BAHN, Stellvertretender Bundesvorsitzender), Fritz Engbarth (Zweckverband SPNV Rheinland-Pfalz Süd), Detlef Neuß (Fahrgastverband PRO BAHN, Bundesvorsitzender) [Bild: Andreas Schröder]

Fritz Engbarth ist seit langer Zeit ein Kämpfer für die Belange der Schiene. Die verkehrspolitisch geprägte Laufbahn des gelernten Politikwissenschaftlers führte ihn durch verschiedene Funktionen mit Wirkungsbereich Rheinland-Pfalz, anfänglich von einer Stelle als Fraktionsreferent im Landtag bis zur heutigen Position im Zweckverband SPNV Rheinland-Pfalz Süd. Sachkundig, mit Herzblut und Verve setzt er sich stets für die Belange von Fahrgästen ein. Ohne Fritz Engbarth gäbe es den Rheinland-Pfalz-Takt nicht. Er engagiert sich seit eh und je für Reaktivierungen von Nebenstrecken im ländlichen Raum, unter anderem für seine Heimatstrecke in der Westpfalz. Der Fahrgastverband PRO BAHN prämiert Fritz Engbarth für seinen andauernden Einsatz für den SPNV und ÖPNV sowie die Bereitschaft, unbequem zu sein und sich auf Konflikte in der Branche einzulassen. Den Fahrgastpreis 2025 nahm Fritz Engbarth nach einer Laudatio durch den Stellvertretenden Bundesvorsitzenden Prof. Dr. Lukas Iffländer entgegen.

Wedler Franz Logistik GmbH & Co KG - Weil der Zug doch kommt

Ebenso mit einem Fahrgastpreis prämiert wird die Wedler Franz Logistik GmbH & Co KG. Das Potsdamer Unternehmen ist auf ausrangiertes Wagenmaterial, Sonder- und Ersatzverkehre spezialisiert. In Zeiten von Personalmangel, Fahrzeugmangel und Kostenkürzungen kommt es auf Unternehmen wie WFL an. Nur sie gewährleisten einen halbwegs passablen Ersatzdienst bei Ausfällen. Sie sind da wo es knapp wird. Fahrgäste in Hannover, Bremen, Dresden, Chemnitz, Leipzig und Würzburg können davon ein Liedchen singen. WFL fängt Ausfälle auf, wenn andere Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVUs) schwache Reserveplanungen machen oder unternehmerische Fehlentscheidungen. Fahrgäste sind dankbar für den Mut der WFL, auf eigenes unternehmerisches Risiko bewährtes Wagenmaterial anzukaufen. Für die dadurch errungene Fähigkeit, Ausfälle aufgrund von Fahrzeugmangel bundesweit zu kompensieren, wird die WFL mit dem Fahrgastpreis prämiert.

Die Übergabe des Preises konnte nicht in Trier am 21. März 2025 stattfinden und folgt zu einem anderen Termin in Potsdam.

Landespreis
Eisenbahnpoet Andreas Frank


v.l.n.r. Andreas Frank (Eisenbahnpoet), Noah Wand (Fahrgastverband PRO BAHN, Landesvorsitzender Rheinland-Pfalz/Saarland), Detlef Neuß (Fahrgastverband PRO BAHN, Bundesvorsitzender) [Bild: Andreas Schröder]

Im Auftrag des Mainzer Eisenbahnverkehrsunternehmen VLEXX unterwegs, hat sich Andreas Frank aus der Not eine Tugend gemacht: Ausfälle, Störungen, Verspätungen sind nicht nur uns Fahrgästen eine Plage, auch dem Triebfahrzeugführer machen Sie zu schaffen. Zugleich fordern sie Lokführer heraus, ihre kommunikativen Fähigkeiten gegenüber Fahrgästen unter Beweis zu stellen. Dabei zeichnet sich Andreas Frank durch Kreativität und Witz aus. In gereimter Form schafft er es, Fahrgäste auch in schwierigen Zeiten bei Laune zu halten. Das kommt an: im Netz hat sich Andreas Frank alias "Eisenbahnpoet" zu einer wahrlich bekannten Größe gemausert. Der Fahrgastverband PRO BAHN ehrt ihn 2025 für seine Verdienste um die gute Laune der Fahrgäste im Nahverkehr, die er durch seine gereimten Durchsagen im Zug herbeiführt. Den Landespreis überreichten der Bundesvorsitzende Detlef Neuß und der Landesvorsitzender Rheinland-Pfalz/Saarland Noah Wand. In ihrer Laudatio begründeten sie die Verleihung in gereimter Form.