Fahrgastpreise 2008

Engagement für die Fahrgäste belohnt

Die Fahrgastpreise gingen an:
  • Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH
  • Geraer Verkehrsbetrieb GmbH
  • CityBahn Chemnitz GmbH
  • Sächsisch-Bayerische Städtenetz
  • Veolia Verkehr GmbH

Pressemitteilung vom 29. Februar 2008

Der Fahrgastverband PRO BAHN zeichnete am 29. Februar 2008 anlässlich seines Bundesverbandstages in Leipzig besondere Leistungen im öffentlichen Verkehr aus. Ausgezeichnet werden die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH, die Geraer Verkehrsbetrieb GmbH, die CityBahn Chemnitz GmbH, das Sächsisch-Bayerische Städtenetz, sowie die Veolia Verkehr GmbH.

Beim ÖPNV mit der Straßenbahn wird in der heutigen Zeit häufig über die Kosten gesprochen, der aufwendige Schienenweg und teure Fahrzeuge lassen den Bus in Zeiten klammer Stadtkassen häufig als die günstigere Alternative erscheinen. Der Weg, kostengünstige Straßenbahnen im eigenen Unternehmen herzustellen wurde bisher nur von den Leipziger Verkehrsbetrieben beschritten. Mit der Eigenentwicklung Leoliner hatten die Leipziger Verkehrsbetriebe 2004 Neuland betreten. Das Fahrzeug lässt sich preiswert fertigen und bietet daher auch für kleinere Straßenbahnbetriebe (z.B. Halberstadt) die Möglichkeit, dem Kunden ein modernes Fahrzeug bei akzeptablen Kosten anzubieten. Aus diesem Grund verlieh der Fahrgastverband PRO BAHN am Vorabend seines Bundesverbandstags am 29. Februar in Leipzig den Fahrgastpreis 2008 an den Vorsitzenden der Geschäftsführung der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH Wilhelm Georg Hanss und den Geschäftsführer der HeiterBlick GmbH Klaus-Jürgen Stöhrer (die HeiterBlick GmbH, 49 % LVB, 51% Kirow AG produziert seit 2007 den Leoliner).

Jeder Fahrgast hat sich schon darüber geärgert: Kaum am Zielbahnhof angekommen, muss er die Koffer zur Bus- oder Bahnhaltestelle schleppen. Ein direktes Umsteigen zwischen Zug und Straßenbahn ist oft nicht möglich. Der Geraer Verkehrsbetrieb GmbH hat beim Ausbau der Stadtbahnlinien neue Umsteigepunkte mit kurzen Wegen zwischen Zug und Straßenbahn geschaffen. Dafür nahm der Geraer Verkehrsbetrieb - vertreten durch die Geschäftsführer Udo Gantzke und Herrn Engel - einen Fahrgastpreis des Jahres 2008 entgegen.

Die Straßenbahn direkt auf den Gleisen der Eisenbahn weiter ins Umland fahren zu lassen, das gab es zuerst in Karlsruhe. Inzwischen sind einige andere Städte dem Karlsruher Beispiel gefolgt, so unter anderem Chemnitz. Neben der elektrisch betriebenen Stadtbahn nach Stollberg werden einige Regionalbahnlinien mit Dieseltriebwagen bedient. Der Fahrgastverband PRO BAHN möchte besonders das Engagement für den Ausbau und Betrieb dieser Regionalbahnlinien würdigen. Den Preis nahm der Geschäftsführer der City- Bahn Chemnitz Herr Leonhardt entgegen.

Viele Kommunen wünschen sich einen Anschluss an das ICE-Netz. In Sachsen und Franken sind dies vor allem die Städte entlang der Sachsen - Franken - Magistrale. Zu einem Anschluss an das ICE-Netz ist es bisher leider noch nicht gekommen, doch verdanken die Fahrgäste dem unermüdlichen Engagement des Sächsisch-Bayerischen Städtenetzes eine Angebotsqualität, von der andere Regionen nur träumen können. Für dieses Engagement zeichnete der Fahrgastverband PRO BAHN das Sächsisch-Bayerische Städtenetz aus. Der Preis wurde vom Oberbürgermeister der Stadt Bayreuth, Herr Dr. Michael Hohl, entgegengenommen. Auf Vorschlag unseres Landesverbands Mitteldeutschland erhielt die Veolia Verkehr GmbH, die die Interconnex- Züge zwischen Leipzig-Berlin-Rostock/Warnemünde betreibt, einen Sonderpreis für das unermüdliche Engagement für einen privat betriebenen Bahn-Fernverkehr in Deutschland. Ohne das Engagement von Veolia Verkehr gebe es den Wettbewerb im Fernverkehr gar nicht. Und auch wenn der InterConnex ein "zartes Pflänzchen" ist, was noch wachsen muss, so ist mit diesem Zug ein Schritt in die richtige Richtung getan. Andreas Winter, Leiter Marktentwicklung und Kommunikation nahm den Preis entgegen.

Fahrgastpreise 2007