Bayerns Schienennetz: langsam wie vor 30 Jahren
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Peinlich für High-Tech Land Bayern In beklagenswertem Zustand befinden sich viele Zweigstrecken in Bayern. Kaum eine Strecke ist in den letzten 30 Jahren nennenswert schneller geworden. Wenn auf etwa 15 Strecken die Reisegeschwindigkeit unter 40 km/h, auf über 30 Strecken unter 50 km/h liegt, so ist das für ein High-Tech Land wie Bayern und die Bundesrepublik Deutschland peinlich! Solche Reisegeschwindigkeiten sind - verglichen mit dem Auto - kaum mehr konkurrenzfähig. Was im Freizeitverkehr vielleicht noch akzeptabel ist, ist für Pendler und Schüler jedoch ärgerlich, besonders, wenn Termine drängen. Einige Ursachen für die Misere:
Trotz dieser oft unattraktiven Bedingungen werden viele Strecken (noch) rege benutzt. Wieviele Fahrgäste würden erst mitfahren, wenn die Strecken auf dem technisch neuesten Stand wären? Wenige Großprojekte statt flächendeckende Versorgung der Bevölkerung Die folgende Tabelle ist einerseits ein Dokument des Versagens, andererseits ein Grund zum Ärgern. Anstatt einige Hunderttausend oder wenige Millionen Euro in Beschleunigungsmaßnahmen in das Zweigstreckennetz zu investieren, verwenden Politik und Deutsche Bahn lieber dreistellige Millionen- oder gar Milliardenbeträge für Großprojekte wie den zweiten Stammstreckentunnel für die Münchener S-Bahn oder den Transrapid zum Münchener Flughafen - ein Projekt von äußerst fragwürdigem verkehrlichen Nutzen. PRO BAHN fordert Wettbewerb beim Infrastrukturausbau PRO BAHN fordert eine Investitionsoffensive für das bayerische Zweigstreckennetz. Die Politik muß dafür Sorge tragen, daß die notwendigen Mittel bereitstehen, zum Beispiel, dass die Trasseneinnahmen, die die Deutsche Bahn AG für die Benutzung der Zweigstrecken erhält, auch wieder vor Ort eingesetzt werden. Nach Auffassung von PRO BAHN sind Einsparungspotentiale beim Streckenunterhalt und -ausbau durch Einführung von Wettbewerb auszuschöpfen.
*1: Auf der Relation Holzkirchen - Tegernsee reduziert sich die Fahrzeit um ca. 8 Minuten. *2: In der Regel mußten in Krumbach erhebliche Wartezeiten in Kauf genommen werden (z.T. fast zwei Stunden) oder Teilstrecken mit dem Bus zurückgelegt werden. Reisezeiten betrugen ca. 1:35 bis über 2 Stunden. Die Zeit ist in Std:Min angegeben und gibt die Zeitspanne üblicher Verbindungen (mit Halt an allen Stationen; z.T. als Bedarfshalt) an. Beide Richtungen wurden berücksichtigt. Tabelle erstellt von PRO BAHN Landesverband Bayern e.V.; Irrtum vorbehalten. Verwendung nur mit Quellenangabe!
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