Aktuelle Meldungen zum öffentlichen Verkehr

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24-Mai-16 DB verpflichtet sich zu Änderungen im Fahrkartenvertrieb
"... hat die Deutsche Bahn AG ... ihre marktbeherrschende Stellung missbräuchlich ausgenutzt" ist die zentrale Einschätzung im Fallbericht des Bundeskartellamts zum 2014 eingeleiteten Verfahren gegen Praktiken der DB beim Fahrkartenvertrieb. Die DB-Bewertung lautet dagegen "Verstoß gegen kartellrechtliche Regelungen wurde ... nicht festgestellt". PRO BAHN hatte zuletzt im März über das Verfahren berichtet, das nun aufgrund von Verpflichtungszusagen der DB eingestellt wurde. Ob es jetzt für die Fahrgäste besser wirklich besser wird, muss man angesichts des von der Politik geschützten Konstrukts des integrierten DB-Konzerns leider etwas anzweifeln.  [el]
 
20-Mai-16 www.facebook.com/pro.bahn - 25 Jahre ICE-Betrieb
Am 2. Juni gibt es ein denkwürdiges Jubiläum zu feiern: Am 2.6.1991 begann der Regelbetrieb mit ICE-Zügen der Deutschen Bundesbahn. Dieser Anlass wird auf der Facebook-Seite von PRO BAHN mit einer kleinen Serie von Beiträgen gewürdigt, die heute mit dem Hinweis auf eine Broschüre begann, die 2013 in Kooperation einer Schule und der DB entstand und die sicher für einige Leser noch ein paar neue Fakten bereithält. Weitere Beiträge zum Thema werden auf www.facebook.com/pro.bahn folgen.  [el]
 
20-Mai-16 Außerbetriebnahme von DB-Güterverkehrsstellen
Im Jahr 2000 betrieb die DB mehr als 2100 Güterverladestellen - vom Güterbahnhof bis zum einfachen Ladegleis. Dann kam Mora-C (Wikipedia) und heute kann DB Cargo noch auf ca. 1500 Ladepunkte zurückgreifen. Bereits Anfang des Jahres war von der Schließung mehrerer hundert unrentabler Verladestellen die Rede. Jetzt wurde in einem SWR-Fernsehbeitrag (Vorbericht, Mediathek, Reaktionen) die konkrete Zahl von 215 genannt ("Zukunft Bahn@DB Cargo: Wirtschaftliche Optimierung Nahbereich"). Aussage der DB dazu ist, dass diese Ladepunkte "nicht mehr angefahren" werden sollen, aber als Infrastruktur bestehen bleiben. Die DB erkennt darin keinen "Rückzug aus der Fläche oder einen Schrumpfkurs der Güterbahn", sieht sich aber auch nicht in der Verantwortung für eine mangelhafte Nutzung von Verladestellen.  [el]
 
19-Mai-16 VDV zur Zukunft der ÖPNV-Finanzierung
Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat ein Positionspapier "Zukunftsfähige ÖPNV-Finanzierung" veröffentlicht. Der VDV betrachtet die ÖPNV-Finanzierung als eine Gemeinschaftsaufgabe von Unternehmen, Aufgabenträgern, Ländern und Bund. Bezogen wird sich auch auf ein älteres Papier "Neuer Konsens zur Finanzierung des ÖPNV" in dem allerdings ein "stärker nutzerfinanzierter ÖPNV" - d.h. weitere Fahrpreissteigerungen über dem allgemeinen Preisniveau - gefordert werden. Das kann aus Sicht von PRO BAHN kein gangbarer Weg sein, da es die Fahrgäste weiter belastet, eine Verkehrsverlagerung zum ÖPNV behindert und der Verantwortung der Politik für den ÖPNV nicht gerecht wird. Ziel muss die Stärkung des umweltfreundlichen Öffentlichen Verkehrs und dessen Wachstum im Verkehrsmarkt sein, was mit hohen Fahrpreisen nicht gelingen wird. Zielführender als Lobbyarbeit, die darauf abzielt, in Politik und Gesellschaft ein Klima für hohe Fahrpreise und rein erlösorientierte Tarife zu schaffen, wäre sicherlich eine gewisse Vereinheitlichung der Tarifstrukturen zwischen den VDV-Betrieben. Weitere Texte: Intraplan, Intraplan, FIS, Zukunft Mobilität.  [el]
 
18-Mai-16 Analyse zu Eisenbahnregulierung und Trassenpreissystem
Matthias Gastel, bahnpolitischer Sprecher der grünen Bundestagsfraktion, hat in seinem Blog eine Erklärung und Bewertung von Eisenbahnregulierung und Trassenpreissystem veröffentlicht. In seiner Analyse kommt er beispielsweise zu dem Schluss, dass insbesondere auf die "westdeutschen Bundesländer mit großen Ballungsräumen" erheblich höhere Trassenpreise zukommen, und dass sich daher auch eine Steigerung der Regionalisierungsmittel "nicht zwangsläufig in Mehrverkehren niederschlagen" wird. (Seite mit Link zum Gesetzesentwurf)  [el]
 
18-Mai-16 Weltverkehrsforum und "mCloud" des BMVI
Seit heute läuft in Leipzig das International Transport Forum 2016. Das BMVI weist darauf in einer Pressemitteilung hin, in dem es außerdem den Start eines neuen Datenportals bekannt gibt: www.mcloud.de. Dort gibt es auch Daten zu Bahnthemen, die man zum Teil bereits unter data.deutschebahn.com findet.  [el]
 
14-Mai-16 48 Stunden Mecklenburgische Seenplatte
Am 4. und 5. Juni kann man mit Bus und Bahn im Rahmen der Aktion "48 Stunden Mecklenburgische Seenplatte" das Land der 1000 Seen erkunden. Geboten werden laut Veranstalter Kultur, Kunst, gutes Essen, Wandern, Erholen und Feiern. So pendelt u.a. die Neustrelitzer Hafenbahn, die auch im Rahmen des Bundesverbandstages von PRO BAHN bereist wurde. Auch die Hanseatische Eisenbahn ist mit Programm am Bahnhof Mirow dabei. Für Bahn und Bus gibt es sehr günstige Tages- und Zwei-Tages-Tickets, sowie die Möglichkeit mit einem VBB-Fahrschein bis Fürstenberg und dem Faltblatt der Veranstaltung kostenlos bis Neustrelitz, Neubrandenburg und Waren weiter zu fahren (natürlich auch zurück).  [el]
 
13-Mai-16 Luxemburg: Stadtbahnbau, neuer Bahnhof, Funiculaire
In Luxemburg ist eine Stadtbahnstrecke im Bau, die Hauptbahnhof, Innenstadt und das Europaviertel auf dem Kirchberg verbinden soll. Zusätzlich entsteht am Fuße des Kirchbergs im Pfaffenthal ein Bahnhof der Eisenbahn/CFL. Beides soll durch eine Standseilbahn verbunden werden und im Dezember 2017 in Betrieb gehen (1. Ausbaustufe Stadtbahn). Wie die Situation dann aussehen soll, kann man sich als Simulation in einem Video anschauen.  [el]
 
13-Mai-16 Nahverkehrsplan NVR
Anfang des Monats wurde hier auf die Bürgerbeteiligung zum VRR-Nahverkehrsplan hingewiesen. Südlich davon hat der Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR) seinen Nahverkehrsplan bereits veröffentlicht. Wobei "veröffentlicht" in dem Fall bedeutet, dass es dem NVR noch nicht einmal eine Pressemitteilung wert war. Im Gegensatz zum VRR erstreckte sich das Beteiligungsverfahren wie üblich auf die "Träger öffentlicher Belange".  [el]
 
13-Mai-16 Bundestag lehnt Erhöhung der Regionalisierungsmittel ab
"Die Regionalisierungsmittel für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) müssen nicht erhöht werden." Das beschloss der Bundestag "mit 453 gegen 117 Stimmen" - also auch mit Zustimmung vieler ostdeutscher Abgeordneter (Antrag 13.04.2016, Beschlussempfehlung, Antrag 10.05.2016, Plenarprotokoll mit Abstimmungsliste, ab Seite 82). Hintergrund ist die Tatsache, dass die Länder einen Verteilungsschlüssel vereinbart haben, der auf einer höheren Summe basiert, als letztlich beschlossen wurde (siehe Meldungen 1.10.2015 und 15.10.2015).   [el]
 

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