Aktuelles aus Bayern

13-Mai-21 Ilztalbahn fordert echte Mobilitätswende in Bayern
In einer Pressemitteilung zum Europäischen Jahr der Schiene zählt die Ilztalbahn die großen Defizite deutscher und insbesondere bayerischer Bahnpolitik auf. Es wird viel vom Ausbau der Bahn geredet, wo aber massenhaft Geld hinfließt, ist der Neu- und Ausbau von Straßen. Bei der Bahnelektrifizierung liegt Bayern zurück, grenzüberschreitende Verkehre werden vernachlässigt, Konzepte zur Reaktivierung von Bahnstrecken fehlen. Irgendwelche Klimaziele scheitern auch künftig an den Emissionen des Verkehrsbereichs. Und gäbe es nicht ehrenamtliches Engagement (dem von Freistaat immer wieder Steine in den Weg gelegt werden), ginge noch weniger voran.  [el]
 
12-Mai-21 Mangelhafte Elektrifizierungsstrategie in Bayern
In einer Pressemitteilung kritisiert PRO BAHN die mangelhaften Ergebnisse der "Bayerischen Elektromobilitäts-Strategie Schiene". Der Fahrgastverband zeigt anhand von zwei Tabellen, dass ein Großteil der 2018 angekündigten Projekte inzwischen zu den Akten gelegt wurde.  [el]
 
07-Mai-21 Verbesserungen für die Münchner Altstadt
Der Fahrgastverband PRO BAHN hat ein Konzept für Verkehrsverbesserungen im Bereich der Münchner Altstadt vorgelegt (Pressemitteilung). Durch veränderte Führung von Bus- und Trambahnlinien soll die Erschließung erleichtert werden, auch ohne dass längere Fußwege von den tief unter der Erde liegenden S- und U-Bahn-Stationen entstehen. Wichtige Ziele sind dabei, dass die Altstadt für alle Bevölkerungsgruppen attraktiv bleibt, und die Fußgängerströme etwas entzerrt werden. Voraussetzung für viele Gestaltungsoptionenen ist eine Reduzierung der im Altstadtbereich fahrenden und abgestellten Autos.  [el]
 
06-Mai-21 Go-Ahead Bayern mit Fahrzeugproblemen
In den letzten Tagen gab es Berichte (welt.de, tagblatt.ch) nach denen der Schweizer Zughersteller Stadler befürchtet, über seinen Vertrag mit Go-Ahead Bayern Opfer von Industriespionage zu werden. Go-Ahead hat die Wartung seiner bei Stadler und Siemens gekauften Züge an eine deutsche Tochter der russischen Transmash Holding (TMH) vergeben. Laut Stadler hat sich Go-Ahead vertraglich verpflichtet, Wartungsleistungen nicht an Wettbewerber von Stadler zu vergeben. TMH sei aber Konkurrent in den Bereichen Entwicklung, Produktion und Instandhaltung von Schienenfahrzeugen. Go-Ahead bereitet sich jetzt darauf vor, im Dezember ohne Stadler-Fahrzeuge an den Start zu gehen. Außer den 22 Zügen vom Typ Flirt für die Strecke Lindau – Memmingen – München sind 56 Siemens-Züge der Typen Mireo und Desiro HC bestellt, die allerdings erst ab Ende 2022 im Bereich München – Augsburg – Ulm/Aalen/Würzburg zum Einsatz kommen sollen.  [el]
 
04-Mai-21 Ein Jahr Rathauskoalition in München
Die Münchner Medien blicken auf ein Jahr grün-rote Rathauskoalition zurück. Die tz hat dazu u.a. einen Gastbeitrag von PRO BAHN veröffentlicht (am Ende des Artikels). Die SZ lässt Fraktionsvorsitzende im Streitgespräch antreten. Verkehrsthemen finden sich unteren Teil. Das abschließende Fazit z.B. von Christian Müller (SPD) bleibt bezüglich dessen, was man bis 2026 realisieren will, weit hinter Erwartungen und Notwendigkeiten zurück (siehe auch Pressemitteilungen von PRO BAHN München). Die SZ versucht sich aktuell auch in einer eigenen Wertung. Das Zwischenurteil "in Arbeit" bei den Punkten "Schnellerer Takt bei U-Bahn, Tram und Bus" und "Mehr Trambahn-Verbindungen" würde PRO BAHN vielleicht eher in "in Arbeit, mit Rückschlägen" oder "muss schneller werden" abwandeln.  [el]
 
04-Mai-21 Online-Veranstaltungen PRO BAHN Bayern
Wie üblich ist zu unseren Online-Treffen jeder willkommen, der sich für PRO BAHN oder eines der angesprochenen Themen interessiert. Am 5. und 19. Mai geht es beim PRO BAHN Treff Oberbayern um die gerade aktuellen oberbayerischen Themen rund um Bus und Bahn. Der PRO BAHN Treff Region München am 7. Mai widmet sich speziell der geplanten Tram auf der Wasserburger Landstraßen und der Erschließung von Wohn- und Gewerbegebieten zwischen Trudering und der Messestadt (siehe Meldungen vom 12. April und 20. April). Überregional interessant wird es am 17. Mai, wenn Lukas Iffländer über den Deutschlandtakt und wie es damit weitergeht berichtet (siehe auch deutschlandtakt.de und Artikel mit Linksammlung).  [el]
 
01-Mai-21 Komplettsperrung S-Bahn-Stammstrecke
Wie in vielen anderen Wochen gibt es auch an diesem Wochenende starke Einschränkungen bei der Münchner S-Bahn. Noch etwas schlimmer kommt es allerdings am nächsten Wochenende vom 7. Mai (abends) bis zum 10. Mai (frühmorgens). Dann entfällt zusätzlich auch die S6 zwischen Pasing und Ostbahnhof sowie S7 und S8 im Innenstadttunnel. Es verkehren Ersatzbusse (SEV) zwischen Pasing und Ostbahnhof (über Odeonsplatz statt Marienplatz). Die S-Bahn informiert auf einer Sonderseite und in einer Pressemitteilung. Zum Auffinden der SEV-Haltestellen gibt es Umgebungspläne und Videos. Bitte beachten, dass an diesem Wochenende (1./2. Mai), nicht jedoch am 8./9. Mai, die U-Bahn-Linien U3/U6 in der Innenstadt durch einen Pendelzug im 15-Minuten-Takt ersetzt werden. Es folgen weitere Sonntagssperrungen, die sich mit Einschränkungen auf der S-Bahn-Stammstrecke überschneiden.  [el]
 
29-Apr-21 Brennerzulauf mit und ohne Tunnel
Am 6. Mai veranstalten DB und ÖBB einen "Webcast", in der sie über die ausgewählte Trasse für den bayerischen Brennerzulauf informieren sowie Fragen zu Trasse und Verfahren beantworten möchten. Zudem wird auf die Fortsetzung der Arbeit in den Gemeinde- und Regionalforen hingewiesen. Die Münchner SPD beklagt, dass bei Rosenheim und weiter südlich nicht die wirtschaftlichste, sondern eine teure Trassenvariante mit mehreren Tunnels umgesetzt werden soll, während in München als "Grobvorzugsvariante" eine ebenerdige Trasse ausgewählt wurde. Allerdings ist ein viergleisiger Tunnelbau mit S-Bahn-Stationen unter einer Strecke mit Zugverkehr leider etwas schwieriger als eine zweigleisige Neubaustrecke ohne Zwischenhalte abseits der Bestandsstrecke. An ähnlichen Problemen ist der (zweigleisige) Tunnel Trudering – Grafing gescheitert, den die DB gerne haben wollte, den der Bund aber nicht finanzieren wollte, so dass man sich nun mit "Blockverdichtung" behelfen muss.  [el]
 
28-Apr-21 MVG-Leistungsprogramm 2022
Wie jedes Jahr stellt die Münchner Verkehrsgesellschaft ein Leistungsprogramm für die nächste Fahrplanperiode zusammen, das dann von Stadtrat und Bezirksausschüssen diskutiert werden kann. Die Münchner Bürger müssen sich erst einmal mit dem zufriedengeben, was in der Zeitung steht. PRO BAHN hat glücklicherweise etwas mehr Information und kann daher in einer Pressemitteilung und einer Stellungnahme auch auf Einzelheiten eingehen. Zu kritisieren ist dabei, dass Beschlüsse des Stadtrat und reales Fahrplanangebot nicht übereinstimmen. Diese Lücke darf nicht in die Zukunft fortgeschieben werden, sondern es müssen jetzt Vorbereitungen getroffen werden, sie so schnell wie möglich zu schließen.  [el]
 
28-Apr-21 Beschwerde über Staatssekretär Eck als offener Brief
Im Streit um die Steigerwaldbahn versucht sich bereits seit längerem Innenstaatssekretär Eck (CSU) als Bahnfeind zu profilieren (er war früher für Bahnthemen zuständig). Als einer der Höhepunkte seiner Arbeit versucht er, ehrenamtliches Engagement des Fördervereins herabzuwürdigen (Originalartikel kostenpflichtig, Artikelkopie). Zudem ruft er zu "Widerstand" auf – ein Begriff, der allgemein dem Vorgehen gegen Maßnahmen des Staates oder großer Konzerne zugeordnet wird. Von unglücklicher Wortwahl zu reden, wäre wohl untertrieben, wenn Staatssekretäre solche Methoden benutzen. Auf die Aussagen von Eck haben PRO BAHN Bayern und die Ilztalbahn GmbH gemeinsam in einem offenen Brief an Verkehrsministerin Schreyer und Innenminister Herrmann reagiert. (Pressemitteilung)  [el]
 

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