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Fahrgastverband PRO BAHN

Der Fahrgastverband PRO BAHN ist ein unabhängiger und gemeinnütziger Verbraucherverband im Verbraucherzentrale-Bundesverband und vertritt die Interessen der Fahrgäste des öffentlichen Fern- und Nahverkehrs.

Ganz Aktuell

13-Jun-24
Eurobahn-Krise bis mindestens Jahresende
Auf den Webseiten der Eurobahn gibt es zwar keine Information dazu, aber die Medienportale sind voll mit weiteren negativen Schlagzeilen zu den Versuchen der Firma, Züge fahren zu lassen, oder gar Fahrgäste ans Ziel zu bringen: "Eurobahn fährt zwischen Altenbeken und Bielefeld bis Dezember nicht", "Reduzierter Fahrplan und Halteausfälle bis mindestens Dezember", "Eurobahn-Krise im Kreis Gütersloh spitzt sich zu", usw. Fakt scheint zu sein, dass man noch schlechter als andere Unternehmen auf die Personalkrise vorbereitet war, und keine Hoffnung bestehen, die Probleme 2024 in den Griff zu bekommen. Die Aufgabenträger decken wohl das Vorgehen – wohl notgedrungen, oder feiern die Fahrplanreduzierung sogar als Erfolg. Ob der NRW-Umweltminister, der auch für Verkehr zuständig sein sollte, die Probleme in Westfalen wahrgenommen hat, bleibt unklar.  [el]

13-Jun-24
Bahnentscheidungen Vermittlungsausschuss
Der Vermittlungsausschuss von Bundesrat und Bundestag hat gestern einige Entscheidungen zu Punkten getroffen, über die sich Bund und Länder längere Zeit gestritten haben. Wenig konkret ist die Aussage, dass die Generalsanierung sogenannter Hochleistungsstrecken nicht zu Lasten von Ausbau, Neubau und Sanierung im restlichen Netz gehen soll. Maßnahmen an Bahnhofsgebäuden können jetzt ähnlich gefördert werden wie beim Schienennetz, soweit die Gebäude "nicht ausschließlich kommerziell genutzt werden". Bei der Generalsanierung wurde eine Kostenaufteilung für Schienenersatzverkehre gefunden. Der Bund beteiligt sich bei der Digitalisierung sowohl an infrastruktur- wie auch an fahrzeugseitigen Kosten (hier geht es u.a. um ETCS-Bordgeräte). Bundestag und Bundesrat müssen die Änderungen im Bundesschienenwegeausbaugesetz (BSWAG) noch final absegnen.  [el]

12-Jun-24
SPNV-Strategie 2040 in Niedersachsen
Das Verkehrsministerium in Hannover hat gemeinsam mit der Landesnahverkehrsgesellschaft Niederachsen (LNVG), der Region Hannover und dem Regionalverband Großraum Braunschweig ein Konzept für den Ausbau des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) bis 2040 vorgestellt. Laut Minister Lies sollen die Fahrgastzahlen dadurch verdoppelt werden. Die Zugfrequenz so bis 2030 gegenüber 2023 um 25 Prozent gesteigert werdem; bis 2040 um 50 Prozent. Die LNVG stellt weitere Absichten vor, und visualiert die Pläne mittels einer interaktiven Karte. Der Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt das Konzept und hebt positiv hervor, dass quasi auf allen überregionalen Hauptstrecken ein Halbstundentakt vorgesehen ist. Damit gehe man teilweise über die Planungen des aktuellen Entwurfs für den Deutschlandtakt hinaus. PRO BAHN Niedersachsen/Bremen hofft allerdings auch, dass auf Landesebene ein Umdenken stattfindet und die bislang dogmatisch ablehnende Haltung zu den dringend nötigen Neubaustrecken von Bielefeld und Hamburg nach Hannover überdacht wird.  [el]

10-Jun-24
Erlangen - Regensburg 1:1
Während die Bürger in Erlangen gestern für den Bau der Stadt-Umland-Bahn gestimmt haben, wurden die Stadtbahnpläne in Regensburg abgelehnt. In der Vergangenheit gab es negative Entscheide wie in Regensburg auch in Aachen, Ulm und Wiesbaden. Problem in allen Fällen war, dass die Auseinandersetzungen jeweils parteipolitisch gekapert wurden, und sich ideologische Positionen die Sachdiskussion oft überdeckten. Die Region Aachen hat durch Streckenreaktivierungen stattdessen das Euregiobahnsystem geschaffen, das allerdings deutlich unter dem Stadtbahnstandard liegt und die Verkehrsprobleme der Stadt nicht löst. Ulm hat sich in der Folge auf den Ausbau der bestehenden städtischen Straßenbahn konzentriert, die keine Verbindungen ins Umland hat, wo die tägliche Pendlerflut entsteht. Ganz schlimm hat es Wiesbaden getroffen, wo durch weitere Fehlentscheidungen die Verkehrsbetriebe auch finanziell und personell ins Wanken kamen, und die Probleme bis heute ungelöst sind.  [el]

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