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02-Apr-26 Keine (Hau-Ruck-)Strategie für das Schienennetz
Der Fahrgastverband PRO BAHN löst seinen gestrigen Aprilscherz auf: Die Deutsche Bahn hat selbstverständlich nicht angekündigt, das gesamte Schienennetz abseits der "Hochleistungskorridore" ab 2037 in vier Halbjahrespaketen stillzulegen. PRO BAHN würde auch ein solches Hau-Ruck-Verfahren nicht gutheißen, fordert aber eine Gesamtstrategie für das Sekundärnetz. Die Defizite zeigen sich unter anderen in den wichtigen Bahnknoten, die nicht oder nur teilweise durch Korridorsanierungen erfasst werden. Viele Strecken im Regional- und Nahverkehr, die auch für den Zulauf zu den Knotenpunkten und den Fernverkehrskorridoren wichtig sind, leiden unter veralteter Leit- und Sicherungstechnik, maroden Brücken und Langsamfahrstellen. Überdies sind hunderte mechanische und elektromechanische Stellwerke am Ende ihrer Lebensdauer. Immer größere Probleme erzeugen die zu geringe Elektrifizierungsquote und die durch Infrastrukturschäden reduzierte Streckenkapazität. Das sehr träge und bürokratische Vorgehen von DB InfraGO und die Genehmigungsbürokratie verzögern notwendige Maßnahmen teils viele Jahre lang.  [el]

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