14-Apr-26 Hamburg blockiert Bahn nach Geesthacht Die Reaktivierung der Bahnverbindung nach Geesthacht wird zurzeit durch eine fehlende Unterschrift blockiert. Stand der Bemühungen ist, dass eine Ländervereinbarung zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein ausgehandelt wurde und von Schleswig-Holstein im Februar 2025 unterschrieben wurde. Seitdem wird auf die Unterschrift von Hamburg gewartet. Die Ländervereinbarung regelt den Inhalt der Vorplanung und die Kostenaufteilung dafür. Daher kann die bereits einmal für 2023 angekündigte Vorplanung, die etwa zwei Jahre dauern soll, erst beginnen, wenn der Vertrag unterzeichnet ist. Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert Hamburg auf, die Blockade der Vorplanung aufzugeben und die Ländervereinbarung unterzeichnen. Schon die bisherigen Verzögerungen führen dazu, dass wohl frühestens Mitte der 30er-Jahre Züge nach Geesthacht fahren werden. [el]
14-Apr-26 Einfluss des Deutschlandtickets auf Pendler Das Deutsche Zentrum für Schienenverkehrsforschung (DZFS) hat einen Bericht "Die Kosten des Pendelns und der Einfluss des Deutschlandtickets" veröffentlicht. Dazu gibt es weitere Informationen in der Infothek des DZSF, auf einer Projektseite, in einem interaktiven "Dashboard" und als Kurzfassung via LinkedIn. Kernaussagen daraus sind: "Pendelnde sparen mit Deutschlandticket 3 Mrd €", "ÖPNV dank Deutschlandticket vier mal günstiger als Pkw", "D-Ticket-Pendelnde fahren 9 Mrd. Kilometer weniger mit dem Auto". Morgen um 10 Uhr wird ein Webinar zur Studie angeboten, für das eine Anmeldung erforderlich ist. [el]
14-Apr-26 PRO BAHN fordert mehr Resilienz im Bahnnetz Der Fahrgastverband PRO BAHN kritisiert den erneut um Jahre verschobenen Ausbau des Bahnkorridors Berlin–Dresden. PRO BAHN. fordert nun, die entstandene Verzögerung zu nutzen um den Wiederaufbau des zweiten Streckengleises zwischen Jüterbog und Falkenberg (Elster) voranzutreiben. Dieses Gleis wurde nach dem Zweiten Weltkrieg als sowjetische Reparationsleistung abgebaut und seither nie wiederhergestellt. Durch den Neubau des Gleises würde eine leistungsfähige Umleitungsstrecke für die Zeiten entstehen, in denen die direkte Strecke Berlin–Dresden über Elsterwerda ist. Der Fahrgastverband tritt dafür ein, die Resilienz des Schienennetzes insgesamt durch ähnliche Maßnahmen zu verbessern, und weist auch auf die Bedeutung für die militärische Mobilität hin. Zur Situation im Korridor Berlin–Dresden gibt es ein Video auf dem Youtube-Kanal von PRO BAHN. [el]
08-Apr-26 PRO BAHN zu Osteuropastrecken und Merz-Aussagen Bundeskanzler Merz hat sich anlässlich seines Treffens mit den ostdeutschen Ministerpräsidenten für einen schnellen Ausbau der Schienenverbindungen nach Osteuropa ausgesprochen. Der Fahrgastverband PRO BAHN appelliert an den Bundeskanzler, dies nicht nur erneut am Kabinettstisch zu besprechen, sondern sich mit Nachdruck dafür einsetzen, endlich die Mittel bereitzustellen und den Investitionsstau abzubauen. Während die von Merz erwähnten Nachbarländer Polen und Tschechien ihre Hausaufgaben längst gemacht und die Strecken bis zur Grenze ausgebaut und elektrifiziert haben, wird in Deutschland seit Jahren in Dauerschleife über die Finanzierung gestritten. [el]
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