18-Aug-26 Schienenpersonenfernverkehr neu aufstellen Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag haben einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der den Schienenfernverkehr und die Verantwortung dafür neu ordnen soll (Webseite mit Erläuterungen). Neue Fernverkehrslinien mit zahlreichen zusätzlichen Halten sollen geschaffen werden, Linien und Stationen mit wenig Fernverkehr sollen gestärkt werden. Organisiert werden soll das durch einen bundesweiten Aufgabenträger in Verantwortung des Bundes, der gegenüber dem Bundestag rechenschaftspflichtig ist. Für alle Fernverkehrszüge, egal von welchem Anbieter soll ein gemeinsamer Tarif gelten. Züge, die mit Zuschüssen vom Bund verkehren, sollen das Deutschlandticket anerkennen. Eigenwirtschaftlich verkehrende Züge werden durch Senkung der Trassenpreise gefördert. Und natürlich soll das Schienennetz ausgebaut werden. [el]
14-Aug-26 Personenverkehr nicht für Güterzüge ausdünnen Wegen des Niedrigwassers am Rhein hat DB Cargo angeboten, kurzfristig rund 400 zusätzliche Güterwagen einzusetzen. Der Fahrgastverband PRO BAHN und sein Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland begrüßen die Verlagerung auf die Schiene, warnen aber vor Einschränkungen im Personenverkehr.
Wer Güter- und Personenverkehr um dieselben knappen Trassen kämpfen lässt, hat den Ausbau des Bahnnetzes zu lange verschleppt. Der von vielen Politikern und Unternehmen verschlafene Klimawandel sorgt dafür, dass Engpässe der Binnenschifffahrt zum neuen Normal werden. Statt Hektik im Krisenfall wäre schon länger eine Logistikstrategie nötig, die das berücksichtigt und die Bahn dauerhaft einbindet.
Im Mittelrheintal ist zurzeit die rechtsrheinische Strecke wegen Generalsanierung gesperrt, und die linksrheinische Strecke durch Umleiterzüge noch stärker belastet als sonst. Jede weitere Fahrplanausdünnung ist dort untragbar. Das Engagement, dass die Politik wegen der Nöte von Unternehmen an den Tag legt, wünscht sich PRO BAHN auch, wenn Züge regelmäßig überfüllt sind. [el]
12-Aug-26 Bessere Sanierung durch mehr ETCS Der Fahrgastverband PRO BAHN Berlin/Brandenburg kritisiert die Ergebnisse der Generalsanierung der Bahnstrecke Hamburg–Berlin und fordert eine Änderung der Strategie. Er regt eine Initiative an, die die ETCS-Ausrüstung von Bahnfahrzeugen in den Vordergrund rückt. Damit soll vermieden werden, dass der Zwang besteht, alte und neue System parallel zu betreiben. Durch ein einheitliches, modernes System sollen auf längere Sicht Kosten gespart werden, und die Komplexität vermindert werden. [el]
11-Aug-26 Junior Express statt Kids on Tour Bis 2021 gab es ein Angebot "Kids on Tour" bei dem alleinreisende Kinder in Zügen der Deutschen Bahn durch ehrenamtliche Helfer begleitet wurden. Ein ähnliches Angebot startet die DB jetzt unter dem Namen "Junior Express". Kinder im Alter von Kinder 6 bis 14 Jahren werden durch geschulte Kinderbetreuerinnen und -betreuer auf ausgewählten ICE-Verbindungen begleitet. Der Service kostet nun 69 Euro, ist damit knapp doppelt so teuer wie "Kids on Tour", bietet aber einige Zusatzleistungen und ist digital buchbar. [el]
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