PRO BAHN Pressemeldungen aus Bayern
Herausgeber: PRO BAHN Landesverband BayernPressemeldung vom 30.10.2026
Resolution von PRO BAHN Bayern zur ABS 48: Ausbau der Bahnstrecke München–Memmingen–Lindau endlich voranbringen
Der Fahrgastverband PRO BAHN Bayern e.V. hat am 24. Oktober 2026 in Memmingen eine Resolution zum vollständigen Ausbau der Bahnstrecke München–Memmingen–Lindau (ABS 48) verabschiedet. Darin fordert der Verband den Bund und den Freistaat Bayern auf, den weiteren Ausbau der wichtigen Schienenverbindung entschlossen voranzutreiben. Ziel sind mehr Kapazitäten, eine höhere Zuverlässigkeit und langfristig eine durchgehend zweigleisige Strecke zwischen Buchloe und Hergatz.Seit der Elektrifizierung im Jahr 2020 hat sich die Bahnverbindung zwischen München und Lindau deutlich verbessert. Kürzere Fahrzeiten und attraktivere Verbindungen haben zu einer steigenden Nachfrage geführt. Doch gehören überfüllte Züge, Kapazitätsengpässe und Verspätungen für viele Fahrgäste inzwischen zum Alltag. „Die Strecke München–Memmingen–Lindau zeigt eindrucksvoll, dass attraktive Bahnverbindungen von den Menschen angenommen werden. Doch es kann nicht sein, dass der Erfolg der Elektrifizierung nun an einer unzureichenden Infrastruktur scheitert. Wer mehr Fahrgäste für die Bahn gewinnen will, muss auch die Voraussetzungen dafür schaffen“, erklärt Marco Kragulji, Landesvorsitzender vom Fahrgastverband PRO BAHN Bayern.
Besonders problematisch sind die langen eingleisigen Streckenabschnitte, die bereits bei kleinen Verspätungen den gesamten Betriebsablauf durcheinanderbringen. Die Folgen sind oft verpasste Anschlüsse, beispielsweise in München, Buchloe, Memmingen, Kißlegg und Lindau. Der Fahrgastverband fordert deshalb, den Ausbau nicht länger aufzuschieben. Bereits zusätzliche zweigleisige Begegnungsabschnitte könnten die Betriebsstabilität deutlich verbessern und zusätzliche Kapazitäten schaffen. Dabei muss sichergestellt sein, dass sie später Bestandteil einer durchgehend zweigleisigen Strecke werden können.
Neben dem Ausbau der Gleisinfrastruktur fordert der Verband auch die Anpassung und Verlängerung von Bahnsteigen, denn nur wenn längere Züge eingesetzt werden können, lässt sich die dringend benötigte zusätzliche Sitzplatzkapazität schaffen. „Es reicht nicht, immer mehr Menschen zum Umstieg auf die Bahn aufzurufen, wenn die Züge bereits heute regelmäßig überfüllt sind. Die Fahrgäste brauchen ausreichend Platz und zuverlässige Verbindungen. Dafür müssen jetzt die notwendigen Investitionen auf den Weg gebracht werden“, betont Kragulji.
Mit der Resolution richtet sich der Fahrgastverband PRO BAHN Bayern an das Bundesverkehrsministerium nun die Schritte zu gehen, die es als Antwort auf die steigende Nachfrage braucht. Das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr soll sich zudem gegenüber dem Bund nachdrücklich für den vollständigen Ausbau der der Strecke München–Memmingen–Lindau (ABS 48) einsetzen, um die Stabilität im bayrischen Schienenverkehr langfristig zu sichern. „Die Elektrifizierung war ein wichtiger erster Schritt, aber sie darf nicht der letzte bleiben. Jetzt muss die Infrastruktur mit der steigenden Nachfrage Schritt halten. Die ABS 48 braucht eine klare Ausbauperspektive und vor allem konkrete Maßnahmen. Hier erwarten wir von der bayerischen Staatsregierung ein deutliches Signal“, so Kragulji abschließend.
Die vollständige Resolution ist unter folgendem Link abrufbar:
https://www.pro-bahn.de/bayern/pdf/261024_Resolution_ABS48.pdf
Rückfragen bitte an Marco Kragulji, Vorsitzender LV Bayern, E-Mail: marco.kragulji@bayern.pro-bahn.de
v.i.S.d.P.: Marco Kragulji

