PRO BAHN Pressemeldungen aus Bayern

Herausgeber:  PRO BAHN Bezirksverband Oberbayern

Pressemeldung vom 09.11.2025

Keine Wiederholung des Stammstrecken-Chaos

PRO BAHN fordert fahrgastorientiertes Ersatzkonzept bei Stammstreckensperrung

Eine mehrtägige Sperrung der Stammstrecke ohne einen leistungsfähigen Ersatzverkehr auf der Schiene darf es nicht mehr geben, fordert der Fahrgastverband PRO BAHN Oberbayern. „Solch katastrophale Zustände dürfen sich nicht wiederholen,“ resümiert der oberbayerische Vorsitzende des Fahrgastverbands, Norbert Moy, am Ende einer Woche voller Zumutungen für die leidgeprüften Fahrgäste in München. Fahrgäste aus dem Umland konnten zeitweise am Hauptbahnhof nicht mehr in ihre Regionalzüge steigen, weil diese bereits durch den innerstädtischen Ausweichverkehr völlig überfüllt waren.
Aus Sicht von PRO BAHN müssen schon von Beginn der Maßnahme an Regionalzüge verstärkt und zusätzliche Pendelzüge eingesetzt werden. Zudem darf die Freigabe von Fernzügen zwischen HBF und Pasing nicht tabu sein. Gerade außerhalb von Stoßzeiten, in denen die Regionalzüge mit geringerer Sitzplatzkapazität fahren, ist dies eine sinnvolle Maßnahme.

Das Ersatzbuskonzept auf der Stammstreckenroute kann im Berufsverkehr weder die nötige Kapazität noch eine konkurrenzfähige Fahrzeit anbieten. Eine Abstimmung mit der Stadt ist erforderlich, so dass die Busse beispielsweise nicht durch Engstellen oder Falschparker noch mehr beeinträchtigt werden. Verschärft wurde die Situation auch dadurch, dass die Stadt München die Tram 19 als zweite wichtige Schienenachse im Westen permanent außer Betrieb genommen hat
„Wir erwarten, dass die DB InfraGo, der Freistaat Bayern als Aufgabenträger für den Schienennahverkehr und die Verkehrsunternehmen bei künftigen Sperrungen ein abgestimmtes Ersatzkonzept bereitstellen, das an erster Stelle die Bedürfnisse der Bahnkunden in den Blick nimmt“, so Norbert Moy abschließend.

Rückfragen bitte an Norbert Moy, Tel.: 0172-5695975
v.i.S.d.P.: Norbert Moy