PRO BAHN Pressemeldungen aus Bayern
Herausgeber: PRO BAHN Landesverband BayernPressemeldung vom 14.06.2021
ĂPNV-Rettungsschirm weiterfĂŒhren
EinnahmenausfÀlle der Verkehrsunternehmen vollstÀndig ersetzen
Durch die Corona-Pandemie kam und kommt es bei den Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) und im sonstigen öffentlichen Verkehr zu massiven EinnahmeausfĂ€llen. FĂŒr das Jahr 2020 hat der Bund diese SchĂ€den teilweise ausgeglichen, der Freistaat ergĂ€nzte dann die Hilfen des Bundes mit zusĂ€tzlichen Mitteln. Allerdings dauert die Pandemie und damit der FahrgastrĂŒckgang, gemessen am Vorkrisenniveau, noch immer an. Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert, dass die Einnahmeverluste der EVUs weiterhin ausgeglichen werden, um eine Verkehrswende weiterhin zu ermöglichen.Der âĂPNV-Rettungsschirm 2021â wird morgen Thema im Ausschuss fĂŒr Wohnen, Bau und Verkehr des bayerischen Landtags sein.
Die durch den Corona bedingten FahrgastrĂŒckgang stark geschĂ€digten EVUs konnten im Vergangenen Jahr ihre EinnahmenausfĂ€lle durch Bund und Freistaat erstatten lassen. Dies galt jedoch nur fĂŒr einen Teil des letzten Jahres. FĂŒr alle spĂ€ter entstandenen SchĂ€den konnten die Unternehmen bislang keine Hilfen, die ĂŒber die regulĂ€ren Staatshilfen hinausgehen, in Anspruch nehmen.
Timm Kretschmar, Mitglied im bayerischen Landesvorstand von PRO BAHN erklĂ€rt: âDie Verkehrsunternehmen konnten von den anderen staatlichen MaĂnahmen kaum profitieren. Da ĂŒber die ganze Pandemie hinweg der Verkehr â als Teil der Daseinsvorsorge â weitestgehend aufrechterhalten wurde, konnte kein Kurzarbeitergeld in Anspruch genommen werden.â WĂ€hrend beispielsweise die Lufthansa ihre LiquiditĂ€t u. A. durch Kurzarbeit sicherstellen konnte, war dies im Bahnverkehr somit nicht möglich. Umso wichtiger ist nun, dass die EVUs nun direkt staatlich unterstĂŒtzt werden.
Auch vor dem Hintergrund der Klimakrise und zu reduzierenden Emissionen im Verkehr ist es wichtig, dass der ĂPNV nicht geschwĂ€cht aus der Pandemie kommt. Dr. Lukas IfflĂ€nder, stellvertretender bayerischer Landesvorsitzender von PRO BAHN ergĂ€nzt: âGerade der Schienengebundene öffentliche Verkehr muss und wird das RĂŒckgrat der Verkehrswende sein, die Energieeffizienz schlĂ€gt jeden anderen VerkehrstrĂ€ger. Wir können es uns daher nicht leisten, auch nur einen gefahrenen Kilometer in Zukunft im Schienenverkehr einzusparen. Die Voraussetzungen fĂŒr eine gelingende Verkehrswende mĂŒssen jetzt geschaffen werden.â
Der Fahrgastverband PRO BAHN sieht weiterhin den Bund und den Freistaat Bayern in der Pflicht, fĂŒr den finanziellen Ausgleich zu sorgen. âGeld mĂŒsste eigentlich genug vorhanden sein. Der Freistaat hat ĂŒber eine Milliarde Euro fĂŒr Kostensteigerungen bei der zweiten S-Bahn-Stammstrecke in MĂŒnchen zurĂŒckgelegt. Dieses Geld könnte jetzt auch priorisiert an anderer Stelle eingesetzt werdenâ, meint Timm Kretschmar. Besser wĂ€re natĂŒrlich, die finanziellen Mittel kĂ€men nicht aus Schienenprojekten, da dieses Geld dort in Zukunft fehlen wird. Bevor jedoch die Verkehrsunternehmen bankrottgehen, könnten auch solche Töpfe angezapft werden.
Rückfragen bitte an Timm Kretschmar, Vorstandsbeisitzer, Tel. +49 172-1690461, E-Mail: t.kretschmar@bayern.pro-bahn.de
oder Dr. Lukas IfflÀnder, Stellv. Landesvorsitzender, Tel. +49 176 66822886, E-Mail: lukas.ifflaender@pro-bahn.de
v.i.S.d.P.: Timm Kretschmar

