Dokumentation

Pressemitteilung des
bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie
vom 8. Juni 2006

Wir zitieren:

Freistaat Bayern schreibt gemeinsam mit dem Land Hessen das E-Netz Würzburg aus
Huber: "Startschuss für Wettbewerbsprojekt in Unterfranken"

MÜNCHEN Im bayerischen Schienenpersonennahverkehr startet ein weiteres Wettbewerbsprojekt: die Ausschreibung von Verkehrsleistungen auf dem elektrischen Netz Würzburg. Insgesamt soll ein Leistungsvolumen von rund 5,6 Millionen Zugkilometern pro Jahr vergeben werden. Davon entfallen rund 0,2 Millionen Zugkilometer pro Jahr auf das benachbarte Hessen. "Von der Ausschreibung erwarten wir uns finanziell attraktive Angebote und eine hohe Qualität für den Schienenpersonennahverkehr in Unterfranken. Damit wollen wir noch mehr Fahrgäste für das umweltfreundliche Verkehrsmittel Eisenbahn gewinnen", erklärte Bayerns Verkehrsminister Erwin Huber. Der Freistaat Bayern werde während der Laufzeit des aktuellen Verkehrsdurchführungsvertrages mit der DB Regio AG über 30 Millionen Zugkilometer ausschreiben. Dies sei fast ein Drittel der gesamten Zugkilometerleistungen in Bayern.

Gegenstand der Ausschreibung ist ein hochwertiger Regionalverkehr auf den von Würzburg ausgehenden Strecken in Richtung Jossa - Schlüchtern (Hessen), Bamberg, Nürnberg und Treuchtlingen, der mit Ausnahme der Verbindungen nach Nürnberg alle Unterwegshalte bedient und in Würzburg und Nürnberg Zubringer- bzw. Abholfunktion für die Produkte des Fernverkehrs hat. "Die Ausschreibung soll auch qualitative Verbesserungen und mehr Komfort für die Fahrgäste bringen", erklärte der Minister. Während heute auf den genannten Strecken überwiegend ältere Fahrzeuge verkehrten, sehe das Fahrzeugkonzept der Ausschreibung neue, klimatisierte Fahrzeuge mit elektrischer Traktion, einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h und niederflurigem Einstieg vor.

Die Betriebsaufnahme erfolgt in zwei Stufen: Ende 2009 für die Linie nach Nürnberg und Ende 2010 für die Linien nach Schlüchtern, Bamberg und Treuchtlingen. Die Vertragslaufzeit endet einheitlich Ende 2021; sie wird also elf bzw. zwölf Jahre betragen.

Das Vergabeverfahren führt für den Freistaat die Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH (BEG) gemeinsam mit dem für den hessischen Teil zuständigen Aufgabenträger, dem Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV), durch. Die Ausschreibung wurde am 07.06.2006 im Supplement zum Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften veröffentlicht. Die Verdingungsunterlagen können gegen einen Kostenbeitrag von 500 Euro bei der BEG, Boschetsrieder Straße 69, 81379 München, bis zum 16.08.2006 angefordert werden. Schlusstermin für den Eingang der Angebote ist der 15.11.2006. Die Zuschlags- und Bindefrist endet am 16.03.2007.

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