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Streit zwischen Bahnunternehmen erschwert Fahrscheinkauf

PRO BAHN fordert auch bei zunehmendem Wettbewerb einen einheitlichen und kundenorientierten Bahntarif

Wenn man mit einem Fahrschein sowohl Züge der Deutschen Bahn AG (DB) als auch der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) benutzen möchte, gibt es Probleme beim Fahrscheinkauf. Die Höhe des Fahrpreises ist seit einer Tarifumstellung im Sommer 2006 davon abhängig, an welcher Station man von der DB in die BOB umsteigt. Und da der Streckenabschnitt München – Holzkirchen sowohl von der BOB als auch von S-Bahnen der DB bedient wird, gibt es mehrere Umsteigemöglichkeiten und viele verschiedene Preise.

Eine weitere Auswirkung der Tarifumstellung ist, dass man keinen durchgehenden Fahrschein zwischen der von der DB betriebenen Mangfalltalbahn und dem restlichen DB-Netz erhält, wenn auf dem Abschnitt Holzkirchen – München ein Zug der BOB genutzt wird. Dies ist nur ein Beispiel dafür, dass der DB-Fahrkartenvertrieb mit dem neuen, komplizierteren Tarif nicht zurechtkommt.

Das Beispiel Bayerische Oberlandbahn ist exemplarisch für die zunehmende Zahl von Fällen, wo der Übergang zwischen zwei verschiedenen Eisenbahnunternehmen zu Lasten der Fahrgäste gelöst wird. Ein Auslöser solch unschöner Regelungen ist häufig, dass bei der Zusammenarbeiter verschiedener Bahnen die Deutsche Bahn AG Vorgaben bezüglich Tarif und Abrechnung macht, die andere Anbieter wirtschaftlich schlechter stellen. Ein stärker gestückelter Tarif reduziert die Konfliktpunkte zwischen den Unternehmen und macht die Abrechnung einfacher, aber dafür den Fahrgästen das Leben etwas schwerer.

PRO BAHN hat daher dieses Thema aufgegriffen und fordert die für den Nahverkehr zuständigen Auftraggeber auf, ihren Aufsichtspflichten gerecht zu werden. Für eine nachhaltige Lösung werden wohl veränderte Zuständigkeiten für Tarif und Fahrscheinvertrieb nötig werden. Das darf aber niemanden davon abhalten, kurzfristig Verbesserungen vorzunehmen, da der momentane Zustand bei Tarif und Fahrscheinkauf unhaltbar ist.

Die hier verlinkten Dokumente enthalten eine Analyse der Situation und Forderungen von PRO BAHN für einen kundenorientierten Bahntarif.

 

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