Zur vertiefenden Machbarkeitsuntersuchung zweiter S-Bahn-Tunnel

Medieninformation vom 16. Januar 2003

„die vertiefende Machbarkeitsuntersuchung für den zweiten S-Bahn-Tunnel überzeugt nicht”, so Andreas Barth, Münchner Sprecher des Fahrgastverbandes PRO BAHN. Bespielsweise die Planung, daß viele Züge aus Osten den Ostbahnhof auslassen sollen, ist fahrgastfeindlich. Denn der Ostbahnhof ist ein wichtiger innerstädtischer und regionaler Verkehrsknoten. „Es macht keinen Sinn, im Expreß daran vorbeizufahren, wo die Fahrgäste hinwollen”, so der PRO BAHN-Sprecher. Die wenigen Haltepunkte am zweiten Tunnel sind auch aus einem zweiten Aspekt problematisch: Prognostiziert man dem Tunnel einen ähnlichen Erfolg wie dem bestehenden Tunnel, so sind die neuen Stationen noch weit mehr als der jetzige Marienplatz überlastet.

Bereits jetzt sind aufgrund ursprünglich unterschätzter Probleme die Kosten um etwa 50% gestiegen. Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert den Freistaat Bayern und die Deutsche Bahn auf, auch die Südumfahrung wieder mit in die Planungen aufzunehmen und beide Projekte weiterzuplanen. „Der Nutzen des 2. Tunnels wird überschätzt, die Probleme und Kosten dabei werden unterschätzt und die Chancen der Südumfahrung mißachtet” kritisiert Andreas Barth.

Weitere Informationen und Kritikpunkte hat PRO BAHN im Internet unter http://www.pro-bahn.de/oberbayern/s-bahn/ zusammengestellt.

Verantwortlich: Andreas Barth

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