PRO BAHN hat im Januar 2008 gemeinsam mit dem Bund Naturschutz Kreisgruppe München und dem Arbeitskreis Attraktiver Nahverkehr eine Stellungnahme veröffentlicht: Die Fahrgäste haben lange genug auf versprochene Verbesserungen gewartet. Es muß daher angepackt werden, was jetzt machbar ist und den S-Bahn-Kunden Vorteile bringt. Dies ist insbesondere der Umbau des Bahnhofs Laim und der Bau der dortigen Umweltverbundröhre, der Ausbau der S-Bahn außerhalb der Stammstrecke und die Umbauten am Bahnhof Pasing. Diese Maßnahmen sind in der Summe mindestens ebenso wichtig wie eine zweite Stammstrecke, um Qualität und Angebot zu verbessern.
Auf die Fertigstellung einer voll funktionsfähigen zweiten Stammstrecke zu warten, ist lediglich eine Umschreibung für "Nichtstun" und eine Zumutung für die Fahrgäste.
Weiter zur Stellungnahme und zur zugehörigen Pressemitteilung. Fehlannahmen zur S-Bahn hat auch Dr. Georg Kronawitter auf http://www.georg-kronawitter.de/1952/index_s-bahn.html zusammengefaßt.
PRO BAHN hat im Januar 2007 sich in einem Brief an den Wolfratshauser Stadtrat und an den Ersten Bürgermeister zur Diskussion um die Tieferlegung der Sauerlacher Straße geäußert. PRO BAHN befürchtet, daß die von Teilen der Kommunalpolitik geforderte Tieferlegung der Bahngleise im Bereich der Sauerlacher Straße die S-Bahn-Verlängerung insgesamt gefährdet. Es sei davon auszugehen, daß bei Umsetzung der Forderung auch der Wolfratshauser Bahnhof komplett tiefergelegt werden muß.
Weiter zum vollständigen Brief und zur Pressemitteilung.
Nach 10 Monaten des Fahrplankonzepts "Takt10" zeigt sich, dass das neue Signalsystem der Stammstrecke zu einer besseren Pünktlichkeit führt, wenn die S-Bahnen ungestört verkehren können. Es zeigt sich aber auch, dass Störungen und Verspätungen ebenso wenig aufgefangen werden wie vor der Stammstreckenertüchtigung. In einem dicht befahrenen S-Bahn-Netz mit an vielen Stellen unzureichender Infrastruktur sind solche Störungen grundsätzlich nur schwer auszugleichen. An dieser Tatsache werden weitere Investitionen zum Stammstreckenausbau und auch eine zweite Stammstrecke nichts ändern können.
In den Jahren 2003 und 2004 wurden den Fahrgästen der Münchner S-Bahn über die Dauer von anderthalb Jahren zahlreiche Sperrungen und weitere Einschränkungen zugemutet. Der Fahrgastverband PRO BAHN fragt nach, welchen Gegenwert die S-Bahn-Kunden für diese schwierige Phase erhalten haben. Ziel der Maßnahmen war der Einbau eines neuen Signalsystems auf der Stammstrecke. Dieses neue System steht der S-Bahn seit 100 Tagen zur Verfügung. PRO BAHN sieht daher die Zeit für eine erste Bilanz gekommen.
PRO BAHN favorisiert die Erhaltung des bestehenden S-Bahnhofs, und die Errichtung eines Regionalbahnhofs direkt am Tunnelende an der Sempt. Detailiertere Informationen sind auf einer extra-Seite.
PRO BAHN hat 2001 in einer Stellungnahme zu einer Beschlußvorlage des Münchner Stadtrates (auch als pdf-Datei) auf Probleme hingewiesen, die im großen und ganzen auch heute noch ungelöst sind.
Weitere Argumente sind in den Pressemitteilungen vom 21. März 2001, 15. Mai 2001, 15. Januar 2003 und vom 16. Januar 2003 enthalten. Lesenswert sind auch die Artikel aus dem April 2001 und dem Mai 2001.
Die S-Bahn bildet seit 25 Jahren das Rückgrat des Öffentlichen Nahverkehrs in der Region München. Maßnahmen zur Verbesserung wurden aber in den letzten Jahren nicht oder nur sehr zögerlich angegangen.
Es hilft den S-Bahn-Kunden nicht, wenn sie mit immer neue Studien vertröstet werden, die nicht zeitgerecht fertig werden und deren Umsetzung um Jahre zu spät kommt. Anstatt nur darüber nachzudenken, wie man die Probleme von heute übermorgen eventuell lösen könnte, muß man jetzt mit der Lösung heutiger und leider auch älterer Probleme beginnen. Die Fahrgäste zahlen auch heute ihren Fahrpreis, und warten heute - wie jeden Winter - frierend auf verspätete S-Bahnen.
PRO BAHN fordert deshalb:
Weitere Informationen gibt es in einem Hintergrundpapier (auch als pdf-Datei).
Bereits seit 1987 fordert PRO BAHN, daß der Ausbau der Münchner S-Bahn stärker forciert wird. Damals lauteten die Kernsätze, die leider zum großen Teil auch heute noch aktuell sind:
Und zum Südring schrieb PRO BAHN 1987:
"Auf neuen Gleisen neben der
bestehenden Trasse des Bundesbahn-Südrings könnte eine innenstadtnahe
S-Bahn-Strecke zur Entlastung der Tunnelstrecke geschaffen werden. Die
Strecke würde in Laim von der bestehenden Strecke abzweigen und durch
die Stadtteile Westend, Untersendling, Giesing und Au zum Ostbahnhof
führen. Der Südring könnte daher mehrere wichtige Stadtteile vom Westen
und Osten der direkt erreichbar machen und außerdem günstige
Umsteigebeziehungen zu sämtlichen städtischen U-Bahn-Linien bieten. ...
"
Auch diese Aussagen sind heute richtig und aktuell.
Im Juni 1990 fasste PRO BAHN verschiedene Konzepte für den Streckenausbau bei der S-Bahn auf Münchner Stadtgebiet in der Broschüre "S-Bahn München unter Druck" zusammen. Nach einer Analyse des damaligen Ist-Zustandes - der sich vom heutigen leider nur wenig unterscheidet - wurden unter anderem Vorschläge für die Integration des Südrings in das bestehende S-Bahn-Netz und für ein entsprechendes Betriebskonzept gemacht.
Im Herbst 1993 befragte PRO BAHN die Fahrgäste nach ihrer Meinung zur S-Bahn und ihren Bahnhöfen. Hierbei zeigte sich unter anderem, daß damals wie heute die Bedeutung von Park+Ride überschätzt wird: Während nur 12 Prozent der Fahrgäste P+R-Anlagen nutzen, kamen 45 Prozent der S-Bahn-Kunden zu Fuß und 25 Prozent mit dem Fahrrad zum Bahnhof. Hiermit bestätigte sich die Forderung von PRO BAHN, die Attraktivität der S-Bahn dadurch zu steigern, daß man die fußläufige Erreichbarkeit des Bahnhofes verbessert. Also: Zusätzliche Bahnsteigzugänge, Verbesserung des Wegenetzes im Bahnhofsbereich sowie Ausbau der Fahrradabstellanlagen.
Zum Stadtratshearing zur Münchner S-Bahn im März 1999 entstand ein Positionspapier (auch als pdf-Datei). In diesem Papier wurde unter anderen aufgezeigt, welchen Beitrag die S-Bahn zu einer vernünftigen Siedlungsentwicklung im Großraum München einst geleistet hat und immer noch leisten könnte.
Im Oktober 2001 wollte die Stadtverwaltung die S-Bahn-Südumfahrung aus dem Nahverkehrsplan streichen und hat eine entsprechende Beschlußvorlage am 10. Oktober 2001 dem Stadtrat vorgelegt. Begründet war dies damit, daß der Freistaat Bayern lieber den zweiten Tunnel haben möchte. Allerdings sollte dieser nicht direkt in den Nahverkehrsplan aufgenommen werden, sondern es sollte lediglich die Aufnahme in diesen vorbereitet werden. Davor hat PRO BAHN in einer Stellungnahme zur Stadtratsvorlage (auch als pdf-Datei) gewarnt, die den Stadträten zugeschickt wurde und auch in einer Pressekonferenz am Vortag der Entscheidung veröffentlicht wurde. Der Stadtrat hat sich dann entschieden, die Südumfahrung bis auf weiteres im Nahverkehrsplan zu behalten, damit die Trasse vor Bebauung geschützt wird.
Im Frühjahr 2002 hat PRO BAHN ein Papier mit dem Titel "Im nächsten Winter muß es besser werden" (auch als pdf, 180 kByte) veröffentlicht.
Der weitere S-Bahn-Ausbau - Ein Beitrag zur Lösung der
Münchner Verkehrsprobleme
Burkhard Hüttl: Der weitere S-Bahn-Ausbau - Ein Beitrag zur Lösung der
Münchner Verkehrsprobleme; PRO BAHN e.V.; München; Juni 1987
Schluß mit dem Gedränge - Münchner fordern S-Bahn-Ausbau
Schluß mit dem Gedränge - Münchner fordern S-Bahn-Ausbau; PRO BAHN e.V.;
München, September 1987
S-Bahn München unter Druck
Rudolf Barth, Peter Louis, Andreas Schott: S-Bahn München unter Druck;
Fahrgastverband PRO BAHN e.V. - Regionalverband Oberbayern; München; 1.
Auflage Juni 1990
Ihre Meinung zu Münchner S-Bahn und ihren
Bahnhöfen war gefragt (als pdf-Datei (600 kByte))
Edmund Lauterbach, Peter Wojchiechowski: Ihre Meinung zur Münchner S-Bahn und
ihren Bahnhöfen war gefragt! Ergebnisse einer Fahrgastbefragung; PRO BAHN
Regionalverband Oberbayern e.V.; München, April 1994
Weitere Literatur gibt es im Literaturverzeichnis.
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Zum PRO BAHN Oberbayern.