Die schwarze Liste
|
Bereits mehr als 400 Kilometer Strecke illegal stillgelegt
Aus PRO BAHN Zeitung Nr. 83 (August 2000) Die Stilllegung des "Sonneberger Netzes" war erst der Anfang. Über 400 Kilometer nennt die "Schwarze Liste" in der PRO BAHN Zeitung vom 1. August 2000. Ein halbes Jahr später ist die Liste noch fast unverändert. Die Strecke Freiberg - Holzhau ist wieder in Betrieb, nachdem sie verpachtet und vom neuen Betreiber saniert wurde, aber dafür sind neue Stillegungen bekannt geworden. Bei einigen ist fraglich, ob sie gesetzwidrig sind. Zwischen Garmisch und Griesen ruht der Zugverkehr. Zwischen Brandenburg und Belzig haben, so berichten Beobachter, DB-Netz und DB-Regio gemeinsame Sache gegen den Aufgabenträger gemacht und den Verkehr eingestellt, obwohl die Strecke befahrbar ist. Für die ebenfalls gesperrte Strecke Nienhagen - Dedeleben hat das Eisenbahn-Bundesamt im Januar 2001 die Reparatur verfügt. Von den anderen illegal stillgelegten Strecken ist wenig zu hören. Alle warten auf Signale aus Sonneberg und Berlin. Unterdessen wurde aus inoffiziellen Quellen bekannt, dass auch die Strecke von Karlsruhe nach Freudenstadt vor dem Zusammenbruch des Fahrplans stand. Inzwischen ruht der Betrieb teilweise, allerdings für Sanierungs- und Umbauarbeiten, denn die AVG, Karlsruhe, hat die Strecke gepachtet. Die notwendigen Mittel für die Sanierung wurden von der Bundesregierung bereits verbindlich bewilligt. Auch hier gilt: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Das größte Hindernis zur Sanierung der Strecken scheint nicht die Finanzsituation der DB zu sein, sondern ihre Konzernpolitik. In der Spalte "Bemerkungen" finden Sie Hinweise, wie sich die Lage im Februar 2004 darstellt.
Artikel vom August 2000 zum downloaden
zur PRO BAHN Zeitung
|