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Pressemitteilung

Zugsperrung rund um Pasing am Wochenende: Fahrgastverband PRO BAHN kritisiert Ersatzmaßnahmen

vom 10. August 2011

Wegen der Inbetriebnahme eines neuen Stellwerks in Pasing geht vom 13. bis 15. August auf den Bahnstrecken im Westen Münchens fast nichts mehr. Die Informationen zum Ersatzverkehr mit Bussen bewertet der Fahrgastverband PRO BAHN unterschiedlich. "Die S-Bahn hat alle Fahrpläne und Übersichtskarten in einem handlichen Heft zusammengefasst", lobt Andreas Barth, Sprecher des Fahrgastverbandes. Bei den Regionalzügen und im Fernverkehr müsse man sich aber die Angaben zu Zugausfällen und -umleitungen mühsam im Internet oder auf Bahnhöfen zusammensuchen. PRO BAHN hatte erwartet, "dass es wie bei anderen Großmaßnahmen eine zentrale Seite im Internet gibt".

Überhaupt nicht kundenfreundlich sind laut PRO BAHN die Regelungen zu den MVV-Fahrscheinen: die Fahrgäste sollen Fahrscheine am Bahnhof kaufen, auf dem Bahnsteig entwerten und sich dann auf den Weg zur Bushaltestelle machen. "Das ist realitätsfern und für die Bahnkunden eine Zumutung", sagt Andreas Barth. Er weist auf die teils großen Entfernungen zwischen Bahnhof und Ersatzhaltestelle hin: "In Pasing ist man zum Beispiel eine Viertelstunde zu Fuß unterwegs".

Ebenfalls kritisch sieht PRO BAHN die Situation an anderen Stellen. So liegen die Ersatzhaltestellen für die Station Hirschgarten in der Landsberger Straße östlich der Friedenheimer Brücke. Bei Festlegung der Haltestelle wurde nicht beachtet, dass dort für Fußgänger keine Querung der vierspurigen Straße vorgesehen ist.

Die Kritik von PRO BAHN kommt nicht kurzfristig, sondern ist der Deutschen Bahn bereits zur Stammstreckensperrung an Pfingsten mitgeteilt worden. Auch auf andere Verbesserungsvorschläge wurde nicht eingegangen. So wären nach Ansicht des Fahrgastverbandes Buslinien von Gauting, Germering und Puchheim zu den U-Bahn-Stationen in Fürstenried und Großhadern sinnvoll. "Das würde vielen Fahrgästen das Leben leichter machen und die Durchfahrt in Pasing entlasten", erklärt Andreas Barth.

PRO BAHN hält den Baustellenbetrieb der Deutschen Bahn AG für einen großen Minuspunkt des Unternehmens. "Auch wenn nach Baumaßnahmen die Selbstbewertung der DB meist positiv ausfällt, erreichen uns rund um Baustellen sehr viele Fahrgastbeschwerden", erläutert Barth. Die durch Baumaßnahmen entstehenden Belastungen würden in zu großem Umfang vom Unternehmen auf seine Kunden abgeschoben. Der Fahrgastverband sieht bei dem Thema sehr viel Potenzial für mehr Kundenorientierung.

 

Verantwortlich: Andreas Barth

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