Süd-Niedersachsen aktuell

01.09.2016 Fahrgastverband PRO BAHN ist über Rückkehr zum regulären Zugverkehr
                     sehr erfreut

26.07.2016 PRO BAHN setzt sich für Bahn-Haltepunkt Verliehausen ein
25.07.2016 Besserung für Bahnstrecke Herzberg-Braunschweig in Sicht
06.07.2016
Lost im Landkreis Northeim? - Besuch am Bahnhof Kreiensen

14.06.2016 Insidertipps: Mit der Bahn in den Harz

12.06.2016 Eine feine Sache: in den Sommerferien Niedersachsen-Ticket schon vor 9 Uhr gültig

30.05.2016 PRO BAHN kritisiert Preiserhöhung im Verkehrsverbund VSN

15.04.2016 PRO BAHN möchte Bahnhofsmissionen nicht missen

15.04.2016 Streckensperrung: Nahverkehr sogar noch stärker beeinträchtigt

14.04.2016 PRESSE-INFORMATION zur Streckensperrung: Pendler im Nahverkehr haben das

                     Nachsehen

03.04.2016 PRESSE-INFORMATION zur Streckensperrung der Deutschen Bahn

31.03.2016 PRO BAHN kritisiert kurzfristige Streckensanierung

24.03.2016 Ein Lob auf die Bahnhofsmission

22.03.2016 PRO BAHN: Fahrpreiserhöhung schwächt den Verkehrsverbund

28.02.2016 Schließung des Bahnhaltepunktes Lödingsen wäre Schnellschuss

17.02.2016 PRO BAHN verteidigt Südniedersachsenprogramm

15.02.2016 Fahrplaninfos für Reisen mit Bahn und Bus in den Harz

26.01.2016 PRO BAHN Anschlüsse hängen manchmal an wenigen Minuten  

23.12.2015 PRO BAHN beklagt eingeschränkten Fahrkartenkauf

08.12.2015 PRO BAHN zum Fahrplanwechsel am kommenden Sonntag

25.09.2015 Fahrgastverband sieht neue Stationen und Strecken in Südniedersachsen

21.09.2015 Fahrgastverband kritsiert neue Fernbus-Station

16.09.2015 Fahrgastverband bedauert Ende des NVG-Betriebs

09.06.2015 Der Region Südniedersachsen droht ein geschwächter Bahnverkehr

11.05.2015 Die Sollingbahn Northeim – Bodenfelde war das Stiefkind im Bahnstreik

09.05.2015 Michael Reinboth neuer Vorsitzender im PRO BAHN-Regionalverband

12.03.2015 PRO BAHN freut sich auf mehr Schienenverkehr

08.12.2014 Licht und Schatten beim Fahrplanwechsel am Sonntag

28.10.2014 Neues Busliniennetz mit Schwächen

06.08.2014 Fahrgastverband: Stadtbus-Auskunft selten kundenfeindlich

15.05.2014 Deutsche Bahn streicht IC-Direktverbindung

20.03.2014 PRO BAHN kritisiert Preiserhöhung im Verkehrsverbund

19.02.2014 PRO BAHN sorgt sich um Göttinger ICE-Halt

06.12.2013 Stadtbusnetz: Wahrheit und Klarheit vor Bürgertäuschung!

03.11.2013 Bahn fährt wieder schneller nach Berlin

08.10.2013 Gerupfte Bahnstrecken bremsen Fahrplan aus

22.08.2013 Fahrgastverband freut sich über Titel „Bahnhof des Jahres 2013

13.05.2013 Fahrgastverband fordert ernsthafte Bus-Förderung

17.04.2013 PRO BAHN fordert Konzept gegen Gewalt

11.03.2013 Gerd Aschoff im PRO BAHN-Bundesvorstand
22.02.2013 PRO BAHN bestätigt Regionalvorstand

02.02.2013 PRO BAHN fordert Fahrgastrechte auch im Fernbus

25.01.2013 PRO BAHN bedauert Pleite des Bus Semestertickets

22.01.2013 PRO BAHN startet Aktion zum „Bahnhof des Jahres“

 

Archiv


01.09.2016

Fahrgastverband PRO BAHN ist über Rückkehr zum regulären Zugverkehr sehr erfreut

Der Fahrgastverband PRO BAHN hat sich “ausgesprochen erleichtert” darüber geäußert, dass der Nord-Süd-Bahnverkehr nach zehnwöchiger Bauzeit wieder zum Normalzustand zurückkehrt. Seit dem 18. Juli 2016 hatte die Deutsche Bahn auf der Schnellstrecke Göttingen-Hannover 19 Kilometer Gleis und zahlreiche Weichen erneuert. Wegen der Bauarbeiten mussten alle Züge die alte Strecken über Kreiensen benutzen und waren 30 Minuten länger unterwegs. Zahlreiche Anschlüsse, etwa nach Bremen, wurden gekappt. Vor allem Pendler verloren täglich eine Stunde auf der Hin- und Rückfahrt.

Die Bauarbeiten wurden rechtzeitig abgeschlossen. Deshalb befahren schon heute alle ICE- und IC-Züge wieder die Schnellfahrstrecke. Ab Samstag, 3. September 2016 gilt dann wieder der reguläre Fahrplan mit den verkürzten Fahrzeiten von und nach Hannover, Bremen, Hamburg und Berlin. Im April des Jahres hatte es heftige Kritik an der Bahn gegeben, weil sie zusätzlich zu den jetzt abgeschlossenen Bauarbeiten kurzfristig zusätzliche Sanierungen an der 25 Jahren alten Schnellstrecke vornehmen musste. Weitere Bauarbeiten sind für den Sommer 2017 geplant.

26.07.2016

PRO BAHN setzt sich für Bahn-Haltepunkt Verliehausen ein

Der Fahrgastverband PRO BAHN hat in der vergangenen Woche seine turnusgemäße Regionalversammlung vor Ort im Uslarer Ortsteil Verliehausen abgehalten. Den Fahrgastvertretern aus Südniedersachsen wollten ein positives Signal für die Reaktivierung des Bahn-Haltepunktes Verliehausen setzen. An der Versammlung nahmen auch die Northeimer Landrätin Astrid Klinkert-Kittel, der Göttinger Kreistagsabgeordnete Volkmar Kießling (Grüne) und der Uslarer Ratsherr und Kreistagsabgeordnete Dr. Hermann Weinreis (SPD) teil. Die Gäste versprachen, die laufenden Bemühungen um die Wiedereröffnung des Haltepunktes an der Bahnstrecke Göttingen-Bodenfelde zu unterstützen.

Der PRO BAHN-Ehrenvorsitzende Gerd Aschoff lobte verschiedene Projekte, die das regionale Angebot auf der Schiene verbessern. Er verwies auf die Reaktivierung der Bahnstrecke von Einbeck-Mitte nach Einbeck-Salzderhelden, die voraussichtlich im Dezember 2017 wieder ans Netz geht, und die Planungen für die Neueinrichtung eines Haltepunkte in Rosdorf. Mit einem Bahn-Haltepunkt in Verliehausen könnte eine touristisch aufstrebende Region mit der Stadt Uslar deutlich besser als bisher an das öffentliche Verkehrsnetz angebunden werden. Das käme auch zahlreichen Pendlern zugute, die lieber heute als morgen vom Auto in öffentliche Verkehrsmittel umsteigen wollen.

Aschoff: „Wir freuen uns über das Interesse des Landkreises Northeim, diese Bemühungen nach Kräften weiter zu unterstützen. Dem Niedersächsischen Verkehrsminister Olaf Lies solle dabei verdeutlicht werden, welcher hohe Nutzen der Bahn-Haltepunkt für eine ländliche Region wie Uslar-Solling haben kann.“

25.07.2016

Besserung für Bahnstrecke Herzberg-Braunschweig in Sicht

PRO BAHN Südniedersachsen hat sich in der vergangenen Woche bei der Deutschen Bahn (Netz) ausführlich über die Probleme der Bahnstrecke Herzberg-Braunschweig informiert. Nach dem Ge-spräch in Hannover zeigten sich Michael Reinboth (Regionalvorsitzender) und Gerd Aschoff (Ehren-vorsitzender) vorsichtig optimistisch, dass die häufigen Verspätungen mit Anschlussverlusten bald der Vergangenheit angehören. Gerd Matschke, Leiter Regionalnetze der DB Netz in Hannover, und Udo Diedrich, Leiter Harz-Weser-Netz aus Göttingen, räumten den derzeit miserablen Zustand der Leit- und Sicherungstechnik zwischen Seesen und Gittelde und besonders des Stellwerkes in Mün-chehof als wesentliche Ursache ein. Die Beseitigung der Störungen sei aufwändig, weil sehr alte mechanische Technik mit neueren Schrankenanlagen korrespondieren muss.
 
Die Bahn habe die Ursachen jedoch ermittelt und sei nun Schritt für Schritt an der Behebung der Mängel, so dass in den nächsten Tagen mit einer deutlichen Verbesserung der Pünktlichkeit zu rechnen sei. Zwischenzeitlich war der Pünktlichkeitsgrad auch aufgrund eines Unwetterschadens bei Salzgitter-Bad auf deutlich unter 70 Prozent abgesackt – was bedeutet, dass nur noch zwei Drit-tel der Züge mit einer Verspätung von weniger als 5 Minuten unterwegs waren. Zahlreiche An-schlüsse gingen hierdurch verloren. Allerdings war die Sicherheit des Betriebes, A und O bei der Eisenbahn, stets gewährleistet. Beim Ausfall der Signale werden „Befehle“ geschrieben und damit die Züge über die Strecke geführt.

Die DB Netz wird in den kommenden fünf Jahren mit rund 250 Millionen Euro massiv in das Harz-Weser-Netz investieren. Das ist so viel wie in den vergangenen 10 Jahren. Schwerpunkt ist der Er-satz der störanfälligen Leit- und Sicherungstechnik durch digitale Stellwerkstechnik, bei der das Netz bis auf wenige Ausnahmen von Göttingen aus gesteuert wird. Die Planungen sind weit voran-geschritten, berichtet Michael Reinboth (Walkenried). Das südniedersächsische Harz-Weser-Netz hat hier eine Pilotfunktion für das gesamte Bundesgebiet übernommen.

PRO BAHN wird die Entwicklung auf der, wie Vorsitzender Michael Reinboth es nennt, „Schlüssel-strecke des gesamten Netzes“ weiter sehr genau verfolgen. „Wir wollen, dass mehr Kunden die Züge der Süd- und Westharzstrecke nutzen. Das aber ist nur mit einer den Kunden überzeugenden betrieblichen Leistung möglich, bei der insbesondere die Anschlüsse zuverlässig eingehalten wer-den. Hier ist in letzter Zeit viel Vertrauen verloren gegangen, dass schnellstens wieder hergestellt werden muss.“



06.07.2016

Lost im Landkreis Northeim? - Besuch am Bahnhof Kreiensen

Bericht des Stadtradios Göttingen über die Situation im Bahnhof Kreiensen >>>


12.06.2016

Eine feine Sache: in den Sommerferien Niedersachsen-Ticket schon vor
9 Uhr gültig


Wer im VSN-Gebiet leben muss, registriert die Existenz der NITAG, also der „Niedersachsentarif GmbH“ mit großer Freude, denn diese sorgt im Unterschied zum heimischen Verbund wenigstens ab und zu für positive Momente. So auch jetzt:

Während der Sommerferien, also vom 23.06. bis zum 03.08.2016, ist das Niedersachsen-Ticket auch unter der Woche schon vor 9 Uhr gültig. Der Reisebereich eines gewöhnlichen Südharzers wächst somit immerhin um 3 ½ oder 3 Stunden, je nach Wohnort, denn die ersten Züge verlassen Herzberg in Richtung Göttingen und Braunschweig um 5.30 Uhr, Bad Sachsa oder Walkenried um 6 Uhr. Damit kommt man schon sehr weit, auch wenn sich natürlich an den mäßigen Anschlüssen an den „metronom“ in Northeim nichts ändert. Die sind in den Sommerferien genau so schlecht wie sonst auch.

Die Wartezeit von 25-30 Minuten im schönen Bahnhof Northeim (Kaffee und Brötchen gibt es dort auch schon am frühen Morgen) hat jedoch immerhin zur Folge, dass wir Südharzer während des uns in den Sommerferien erneut ereilenden Schienenersatzverkehrs dennoch eben diese „metronome“ trotz längerer Reisezeit mit dem Bus erreichen, genau so auch in der Gegenrichtung. Die Aussage von dem 3 oder 3 ½-Stunden größeren Radius bleibt somit auch während der zwei SEV-Wochen gültig.

Kleine Auswahl, bezogen auf Herzberg: Für schlappe 23 € (allein) bzw. je 4 € pro weiteren Mitreisenden kommt man in den Ferien nach

Braunschweig bis 06.50 Uhr
Bremen bis 09.40 Uhr
Bremerhaven bis 10.30 Uhr
Emden bis 11.30 Uhr
Celle bis 08.10 Uhr
Hamburg bis 10.00 Uhr
Hannover bis 07.30 Uhr
Hildesheim bis 07.20 Uhr
Lüneburg bis 09.30 Uhr
Oldenburg bis 10.20 Uhr
Osnabrück bis 09.10 Uhr (über Elze und Bünde)

Die Vor-9-Uhr-Regelung in den Sommerferien gilt auch im VSN und im ZGB, also auch in den im Harz startenden Linienbussen in den Kreisen Osterode und Goslar. Notiz am Rande: Damit ist das Niedersachsen-Ticket in dieser Zeit auch bei Fahrten nach Göttingen unschlagbar günstig. Immerhin erreicht man das Oberzentrum aus Herzberg ja schon um 6.05 Uhr, aus Walkenried um 7.10 Uhr. Viele Wander- und Ausflugsziele rücken natürlich auch ein ganzes Stück näher.

Eine feine Sache. Weiter so, NITAG!


30.05.2016

PRO BAHN kritisiert Preiserhöhung im Verkehrsverbund VSN  

Die Geduld der Fahrgäste von Bussen und Bahnen in Südniedersachsen wird ab dem 12. Juni ein weiteres Mal auf die Probe gestellt, denn der Verkehrsverbund VSN erhöht erneut seine Fahrpreise. Kritisch beurteilt der Fahrgastverband PRO BAHN dabei vor allem die komplette Ideenlosigkeit, wie man mit neuen Angeboten zusätzliche Kunden für Bahn und Bus im Landessüden gewinnen will.

 „Das Fahrscheinsortiment des VSN ist zwar sehr komplex, aber an Phantasielosigkeit nicht zu überbieten. Außer den jährlichen ritualhaften Preiserhöhungen hat dieser Verbund seinen Kunden – und vor allem denen, die es werden könnten – nichts zu bieten. Und die Politik schaut bislang seelenruhig zu, wie der Standort Süd-Niedersachsen um ein nicht unwesentliches Attraktivitätsmerkmal betrogen wird“, fasst Michael Reinboth vom Fahrgastverband PRO BAHN zusammen. Seit Jahren fordert der Verband bislang erfolglos neue Angebote für zwei wichtige Kundengruppen: Zum einen für die immer zahlreicher werdenden Senioren, und zum anderen für Touristen.

Andernorts gibt es seit langem Tickets wie „60plus“ und spezielle Fahrscheine für Urlauber und Tagesgäste, welche die Reisemöglichkeiten mit Bahn und Bus gern nutzen, ohne dabei anderen Fahrgästen in die Quere zu kommen.  

Reinboth: „Es gibt weiter kein Angebot für Fahrten nach 9 Uhr – etwas, was in anderen Regionen längst üblich ist und Anreiz zu Gelegenheitsfahrten mit dem Zug oder Bus schafft. Das einzige, was wir hier haben, ist das landesweite Niedersachsen-Ticket, welches für viele Fahrten innerhalb des VSN längst die preisgünstigere Alternative ist. Dies spricht Bände über die Qualität unseres Verbundes. Der Verbund gehört entweder radikal umstrukturiert oder abgeschafft“, meint Reinboth, der als Harzbewohner immer wieder von Urlaubern auf die schlechte Situation im nördlichsten deutschen Mittelgebirge hingewiesen wird.  

PRO BAHN fordert aus Anlass des diesjährigen Drehens an der Preisschraube, dass die Politik dem VSN endlich auf die Finger klopft und neue, attraktive Angebote für die Region durchsetzt. „Zu einer Region, die wieder etwas werden will, gehört ein guter Nahverkehr – nicht nur vom Fahrplan, sondern auch von den Fahrpreisen her“, betont der Göttinger Ehrenvorsitzende Gerd Aschoff. Der jüngste SPD-Vorstoß für eine Obergrenze von 5 Euro pro Einzelfahrt gehe in die richtige Richtung müsse aber erst noch eingelöst werden.  


15.04.2016

PRO BAHN möchte Bahnhofsmission nicht missen
 
Der Fahrgastverband PRO BAHN schätzt die Bahnhofsmissionen und möchte nicht missen. Er hat die katholische und evangelische Kirche sowie die Deutsche Bahn aufgefordert, die bundesweit an mehr als 100 Standorten tätigen Helfer weiter zu unterstützen. In Südniedersachsen ist die Bahnhofsmission in Göttingen und in Kreiensen präsent. „Wir möchten diese Missionen nicht missen. Sie erkennen soziale Probleme und leisten mit ihren ehrenamtlichen Helfern wichtige gesellschaftliche Dienste“, sagte der Göttinger PRO BAHN-Sprecher Gerd Aschoff zum „Tag der Bahnhofsmission“ (Samstag, 16. April 2016).

Bahnhöfe seien Stätten der Begegnung, sie dürften nicht nur als wirtschaftliche Einrichtungen begriffen werden. „Das gilt auch für jene Menschen, die nicht reisen oder konsumieren möchten“, sagte Aschoff. Die Bahn selbst muss nach Ansicht des Fahrgastverbandes „ein soziales Verkehrsmittel für alle bleiben“.

Besonders deutlich werde dieser umfassende Aufgabenkatalog im Knotenbahnhof Kreiensen. Hier bleiben Fahrgäste und Zugbegleiter gerne zum Kaffee, holen sich Auskünfte über Anschlusszüge und informieren sich über den richtigen Bahnsteig. Der Regionalvorsitzende Michael Reinboth und sein Kollege Gerd Aschoff waren kürzlich vor Ort und informierten sich über die Bahnhofsmission am Bahnhof Kreiensen, auf dem es seit einem Jahr keine bahneigene Aufsichtsperson mehr gibt. So habe kurzerhand die Bahnhofsmission die Fahrgastbetreuung übernommen. Über diesen Informationsbesuch hat PRO BAHN Südniedersachsen eine Reportage erstellt, die wir gerne zur weiteren Auswertung zur Verfügung stellen. http://www.pro-bahn.de/niedersachsen/kreiensen.htm Fotos in besserer Auflösung stellen wir gerne zur Verfügung.
 

15.04.2016

Streckensperrung: Nahverkehr sogar noch stärker beeinträchtigt

Die Deutsche Bahn hat über Nacht die Fahrpläne freigeschaltet, die während der Sperrung der ICE-Strecke Hannover-Göttingen-Kassel ab 23. April 2016 gelten. Dabei ist der Fahrgastverband PRO BAHN auf weitere Auffälligkeiten zum Nachteil der Fahrgäste gestoßen. Opfer der Streckensperrung werden auch die Triebwagen, die alle zwei Stunden den Knoten Göttingen mit Mühlhausen, Erfurt, Weimar und Jena verbinden. Sie werden in Eichenberg gekappt. Fahrgäste nach und von Göttingen müssen in einen Bus umsteigen, der knapp 20 Minuten länger braucht. „Damit“, so Michael Reinboth von PRO BAHN Südniedersachsen, „ist auch diese Verbindung für zwei Wochen mausetot“. Nach den Zügen zwischen Bad Harzburg und Göttingen und den Zügen von Nordhausen nach Göttingen trifft es auch in diesem Fall „rote“ Züge von DB Regio. Metronom (Göttingen-Uelzen), Cantus Göttingen-Kassel) und Abellio (Halle-Münden-Kassel) können zumindest laut Fahrplan unbehelligt fahren. In der Praxis bleibt abzuwarten, ob sie es auch tun, denn die verspätungsanfälligen ICE werden, so die Prognose des Fahrgastverbandes, mit außerplanmäßigen Überholungen für Verspätungen sorgen.

Auch die wenigen IC-Züge im Leinetal werden reduziert. Nur zwei bleiben übrig, nämlich der Zug um 5.45 ab Göttingen und der Zug um 17.03 ab Hannover, dieser allerdings nur Montag bis Donnerstag. Der dritte IC kommt von Kassel und ist damit aus dem Rennen. „Während sich die Landespolitik einiges auf zusätzliche Messe-ICE zugutehält, werden die Kunden des Nahverkehrs im Landessüden ohne Rücksicht auf Verluste an die Seite geschoben – ohne dass die Deutsche Bahn hier offenbar irgendeine Form des Protestes der öffentlichen Aufgabenträger befürchten muss“, ist der PRO BAHN-Regionalvorsitzende Michael Reinboth sauer. Denn es wird seiner Meinung nach noch wesentlich schlimmer kommen: Anders als bei lange geplanten Bauarbeiten ist der Schienenersatzverkehr (SEV) per Bus dieses Mal hastig vorbereitet. Da keine Ferien sind, stehen keine Fahrzeugreserven zur Verfügung. Wir befürchten daher, dass im SEV zumindest in den ersten Tagen das blanke Chaos regiert und schlecht eingewiesene Fahrer Haltestellen nicht finden und zu früh oder zu spät abfahren.

Das über den Landessüden Niedersachsens nun für zwei Wochen hereinbrechende Bahnchaos hätte sich bei guter und verantwortungsbewusster Planung der Bauarbeiten vermeiden lassen. Das Hinausschieben der Bauarbeiten bis zu dem Tage, wo es wirklich nicht mehr anders geht, hat definitiv zu dem jetzigen Durcheinander und zu den massiven Verschlechterungen für den Nahverkehr geführt. Bei PRO BAHN fragt man sich nun, ob dies alles bei der Deutschen Bahn, die ja angeblich wieder mehr für ihre Kunden tun will, auch zu den notwendigen Konsequenzen führt.


 14.04.2016
Presseinformation zur Streckensperrung: Pendler im Nahverkehr haben das Nachsehen

Dem Fahrgastverband PRO BAHN liegen neue Informationen über den Zugverkehr während der ab 23. April 2016 eingerichteten Sperrung der Schnellfahrstrecke zwischen Hannover, Göttingen und Kassel vor. Demnach müssen sich Fahrgäste im Nahverkehr zwischen Kreiensen und Göttingen sowie zwischen Northeim und Göttingen auf gravierende Zugausfälle einstellen. PRO BAHN äußert daran entschieden Kritik: „Mit diesen Ersatz-Fahrplänen sind wir ganz und gar nicht einverstanden. Die Pendler des Nahverkehrs zahlen die Zeche für die Fehlleistungen der Deutschen Bahn bei der Sanierung der ICE-Strecke.“ Leider habe die Politik praktisch nur den ICE-Verkehr im Blick, wie die Forderungen zum ICE-Verkehr zur Hannover-Messe zeigen, empört sich PRO BAHN-Regionalvorsitzender Michael Reinboth. „Da wird um den Erhalt des ICE-Halts Göttingen gebangt, während sich die eigentliche Katastrophe heimlich, still und leise über die treuesten Kunden der Bahn, die Pendler und Schüler, ergießt.“  

Im Klartext: Fahrgäste aus dem Südharz müssen sich für zwei Wochen auf Schienen-Ersatzverkehr mit Bussen und deutlich längeren Fahrzeiten einstellen. Ihre Züge aus dem Südharz werden zwischen Northeim und Göttingen komplett gestrichen, um Platz für die durchrauschenden ICE-Züge zu schaffen. Immerhin: Zwischen Herzberg und Göttingen sollen zur Hauptverkehrszeit „Schnellbusse“ verkehren, um die Reisezeit wenigstens etwas erträglicher zu gestalten.  

Ähnlich wird es den Fahrgästen aus Bad Harzburg, Seesen und Bad Gandersheim ergehen. Auch sie müssen sich mit deutlich längeren Fahrzeiten, Ersatzbussen und verpassten Anschlüssen abfinden. Zwischen Kreiensen und Göttingen fallen ihre Züge wegen der umgeleiteten ICE aus. PRO BAHN bedauert, dass diese Einschränkungen bislang zu keinen Protesten der Landesnahverkehrsgesellschaft und der örtlichen Politiker geführt hätten.  

PRO BAHN fordert, dass wenigstens die wichtigsten Pendlerzüge, zum Beispiel der um 7.10 Uhr aus Nordhausen/Herzberg in Göttingen eintreffende oder der um 15.49 Uhr abfahrende, auch während der Bauarbeiten verkehren. Völlig ungeklärt, so der Göttinger Ehrenvorsitzende Gerd Aschoff, sei die Frage der Entschädigung im Nahverkehr. „Hier hält sich die Bahn als Verursacher des erneuten Durcheinanders vornehm zurück, bietet lediglich Lösungen für ICE-Kunden an und schweigt sich zu allem anderen aus.  

Ersatzfahrplan Göttingen - Northeim --> http://www.suedharzstrecke.de/downloads/2016_04_23...

Ersatzfahrplan Göttingen - Kreiensen --> http://www.suedharzstrecke.de/downloads/2016_04_23...
 

03.04.2016

PRESSE-INFORMATION zur Streckensperrung der Deutschen Bahn:
Berlin-ICE fahren an Göttingen vorbei


Nur scheibchenweise rückt die Deutsche Bahn mit wesentlichen Informationen zu den Auswirkungen der kurzfristigen Streckensperrung auf die Fahrgäste ab 23. April 2016 raus. Noch am Freitagnachmittag kündigte ein Pressesprecher Informationen für den 7. April 2016 an, doch am Freitagabend veröffentlichte „Max Maulwurf“ für Südniedersachsen brisante Informationen. Dem Flugblatt (Anlage) ist zu entnehmen, dass die ICE-Linie 11 Frankfurt-Berlin großräumig mit Halt in Erfurt umgeleitet wird und damit die Halte Kassel, Göttingen, Hildesheim und Braunschweig auslässt. Schmerzlich sei auch die weitgehende Streichung der IC-Linie 26 Hamburg-Frankfurt zwischen Hannover und Kassel, kritisiert der Göttinger PRO BAHN-Ehrenvorsitzende Gerd Aschoff.

Unzufrieden ist der Fahrgastverband auch mit der zögerlichen Abbildung des Baustellenfahrplans in den Buchungssystemen. Dies werde erst ab 15. April 2016 geschehen. Gerd Aschoff: „Bis zu diesem Zeitpunkt buchen die Reisenden wie in einer Lotterie Sparpreise und Reservierungen, die möglicherweise ganz anders gefahren werden oder sogar ausfallen. Auf die Deutsche Bahn kommt eine Welle von Entschädigungsansprüchen zu.“ Gänzlich im Dunklen tappen die Pendler und Kunden des Nahverkehrs. Zu diesem Kundenkreis macht Max Maulwurf leider keine Angaben. Sie müssen mindestens bis zum 15. April rätseln, wie sie ab 23. April 2016 zur Arbeit kommen. Völlig unzumutbar, findet PRO BAHN-Regionalvorsitzender Michael Reinboth. Ärgerlich sei gleichzeitig, dass viele Pendler von den großzügig scheinenden Kulanzregelungen wenig haben, weil sie nicht im Fernverkehr unterwegs sind, sondern ihre Fahrkarte bei einem Verkehrsverbund kaufen.


31.03.2016

PRO BAHN kritisiert kurzfristige Streckensanierung

Der akut aufgetretene Sanierungsbedarf an der Schnellfahrstrecke Hannover-Göttingen-Kassel lässt deutlich darauf schließen, dass die Ingenieure der Deutschen Bahn in den zurückliegenden Jahren deutlich zu wenig für die laufende Unterhaltung getan haben. Das rächt sich nun durch die hektisch anberaumten Baumaßnahmen, die noch vor den Sanierungsarbeiten ab Ende Mai erledigt werden müssen. Da die Deutsche Bahn nicht in der Lage ist, die Fahrplandaten von jetzt auf gleich anzupassen, sind alle Fahrgäste die Leidtragenden, die in der fraglichen Zeit 24. April bis 8. Mai 2016 und im fraglichen Bereich Hannover-Göttingen-Kassel eine Bahnreise planen wollen. Sie erfahren heute nicht, ob ihr Zug bis zu 60 Minuten länger oder auf einer anderen Route unterwegs ist oder sogar ganz gestrichen wird. Die Fahrgäste müssen ohne ausreichende Information Sparpreise oder Reservierungen buchen, die möglicherweise verfallen und Erstattungsanträge nötig machen. Das ist unzumutbar.

Die Deutsche Bahn muss sich wenigstens klar äußern, wie sie ihre Probleme mit der Sanierung ihrer Strecken in den Griff bekommt. Sie muss sich klar äußern, wie die konkrete Abwicklung ablaufen soll.

Die Deutsche Bahn und der Bund müssen die uneingeschränkte Nutzung der Bahnstrecken sicherstellen. Dabei muss selbstverständlich auch saniert werden, aber bitte so, dass derart kurzfristige Baumaßnahmen zu Lasten der Fahrgäste sich nicht wiederholen



24.03.2016

Ein Lob auf die Bahnhofsmission
 
In Göttingen und Kreiensen gibt es noch die Bahnhofsmission. Während am ICE-Systemhalt des Oberzentrums mit viel eigenem Personal der Bahnbetrieb rund läuft, sieht das in Kreiensen ganz anders aus. Die Bahnhofsmission ersetzt hier sehr häufig die „Rotkäppchen“ der Deutschen Bahn, die im Mai 2014 abgeschafft wurden. PRO BAHN war vor Ort und informierte sich aus erster Hand über die Problemstellungen. >>>


22.03.2016

PRO BAHN: Fahrpreiserhöhung schwächt den Verkehrsverbund

Die Erhöhung der Fahrpreise für die Göttinger Stadtbusse zum 1. April 2016 ist auf Kritik beim Fahrgastverband PRO BAHN gestoßen. „Die Einführung verschiedener Preise für ein und dieselbe Fahrkarte macht die ohnehin komplizierten Tarife noch unübersichtlicher“, kritisiert der Regionalvorsitzende Michael Reinboth. Das betreffe ganz besonders Fahrgäste, die sich im Umland und in der Stadt bewegen. Reinboth: „Der Verkehrsverbund Südniedersachsen (VSN) wird durch Preisaufschläge ad absurdum geführt. Eigentlich sollte der Verbund den Fahrgästen den Zugang zu den öffentlichen Verkehrsmitteln möglichst einfach gestalten. Stattdessen wird es immer komplizierter.“

 

Der Göttinger PRO BAHN-Ehrenvorsitzende und Sprecher Gerd Aschoff ergänzt: „Die Stadt Göttingen liegt mitten im Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (VSN), richtig dazu gehört das Oberzentrum deswegen aber nicht. Zwar kann man mit außerhalb Göttingens gelösten VSN-Fahrscheinen in das Stadtgebiet hinein fahren, aber eigene Tarife und eigene Bezeichnungen für ansonsten ähnliche Tarife in der Stadt haben schon immer zu einer schwachen Akzeptanz bei den Fahrgästen geführt. Wenn jetzt noch Aufschläge kassiert werden, blickt kein Fahrgast mehr durch.“ Kritikwürdig sei auch die Einstellung des Verkaufs von Achterkarten für den innergöttinger Stadtbusverkehr in den Überlandbussen, während Achterkarten für Relationen wie Göttingen-Duderstadt oder Göttingen-Angerstein im gleichen Bus weiter erhältlich sind.

 

Im Ergebnis heißt dies aus Fahrgastsicht: Achterkarten von Bovenden in die Göttinger Innenstadt bekommt man beim Busfahrer, die von Weende in die Innenstadt hingegen nicht. Einzelfahrscheine von Bovenden nach Göttingen kosten beim Fahrer nicht mehr als am Automaten, Einzelfahrscheine von Weende in die Innenstadt werden im Bus hingegen nur mit Aufpreis verkauft. Aschoff: „Wenigstens an zentralen Haltestellen müssen Fahrkartenautomaten aufgestellt werden, um dem Fahrgast aufpreisfreie Fahrkarten zu bieten. Die Ankündigung einer noch gar nicht existierende Handy-App ist aus Fahrgastsicht völlig unzulässig.“



28.02.2016

Schließung des Bahnhaltepunktes Lödingsen wäre Schnellschuss

„Auf den ersten Blick lassen die wenigen Ein- und Aussteiger eine Aufhebung des Haltepunktes Lödingsen gerechtfertigt erscheinen. Auf den zweiten Blick entpuppt sich diese Überlegung aber als Schnellschuss, der die Gesamtzusammenhänge der Strecke Bodenfelde – Göttingen außer Acht lässt und ohne eingehende Prüfung aller Optionen nicht gerechtfertigt ist“, wendet sich der Fahrgastverband PRO BAHN gegen die Schließung des Bahnhaltes in Lödingsen.  

Michael Reinboth von PRO BAHN weiter: „Ein möglicher Fahrzeitgewinn von ein bis zwei Minuten ist kein Grund, einen Haltepunkt aufzugeben. Die Ursache für die unbefriedigende Fahrplangestaltung zwischen Bodenfelde und Göttingen ist nicht Lödingsen, es ist vielmehr die durchgängig zu niedrige Streckengeschwindigkeit, und es ist auch die Situation des überlasteten Bahnhofs Göttingen. Was nutzt ein Fahrzeitgewinn, der vor dem Einfahrsignal von Göttingen wieder vertrödelt wird, weil erst noch verspätete Züge vorbei gelassen werden müssen?“ kritisiert Reinboth.  

Er hält die Vorgehensweise der Landesnahverkehrsgesellschaft für nicht gerechtfertigt, gesteht ihr jedoch einen wesentlichen Punkt zu: Die Ausweitung des Fahrplanangebotes zwischen Bodenfelde und Göttingen und die umsteigefreie Durchbindung nach Paderborn im Dezember 2015 war ursprünglich an die befriedigende Lösung des Gesamtangebotes von Bahn und Bus. Obgleich es keine Fortschritte gab, wurde letztlich der Stundentakt bestellt. So fahren Bahn und Bus parallel und oft zu ähnlichen Zeiten und nehmen sich gegenseitig die Fahrgäste weg. „Wir können nachvollziehen, dass die LNVG nicht glücklich darüber ist, dass die Aufgabenträger sich nicht auf eine gemeinsame Lösung verständigen konnten. Deswegen aber den Haltepunkt Lödingsen auf die Abschussliste zu setzen, wäre falsch. Vielmehr müssen sich die Beteiligten, also LNVG, ZVSN und die Kommunen, an einen Tisch setzen und ein sinnvolles Gesamtkonzept für Bahn und Bus nordwestlich von Göttingen entwickeln, in dem jeder öffentliche Verkehrsträger seine Vorteile ausspielen kann“, fordert PRO BAHN-Sprecher Gerd Aschoff.


17.02.2016

PRO BAHN verteidigt Südniedersachsenprogramm

Der Fahrgastverband PRO BAHN hat die öffentliche Kritik von Landespolitikern am Südniedersachsenprogramm zurückgewiesen, wonach die angeschobenen Projekte auch ohne dieses Programm realisiert werden könnten. „Zumindest für den Verkehrsbereich ist diese Behauptung unzutreffend“, erklärte der Regionalsprecher und Ehrenvorsitzende Gerd Aschoff. So werde über das Südniedersachsenprogramm für die Reaktivierung der Bahnstrecke von Einbeck-Salzderhelden nach Einbeck-Mitte ein Betrag von einer Million bereitgestellt. Erst damit konnte über die Landesfinanzierung in Höhe von 75 Prozent der Kosten hinaus die Gesamtfinanzierung sichergestelllt werden.  

PRO BAHN weiter: „Die Projektarbeit an den drei IMES-Standorten Hann. Münden, Osterode und Uslar seien ohne das Südniedersachsenprogramm überhaupt nicht denkbar, denn damit werden integrative Mobilitätsinnovationen untersucht, für die ohne verkehrsträgerübergreifen Ansatz keine Fördermöglichkeit besteht“. Der Fahrgastverband erhofft sich aus dem IMES-Cluster Uslar Aufschluss über die Einbindung eines möglichen neuen Bahnhaltepunkte Verliehausen in ein Gesamtverkehrssystem.  

Darüber hinaus setzt sich der PRO BAHN-Regionalverband Südniedersachsen mit Nachdruck dafür ein, dass im Rahmen des Südniedersachsenprogramms ein Mobilitätskonzept für integrierte Mobilität im ländlichen Raum bis 2020 erstellt wird. „Dass die dafür notwendige übergreifende Konzeption auch ohne die Zusammenarbeit und Finanzierung im Rahmen des Südniedersachsenprogramm realisierbar wäre, ist eine nicht belegbare Behauptung“, wendet Aschoff ein. Für ihn sei selbstverständlich, dass angebotene Fördermöglichkeiten auch genutzt werden.  
 

15.02.2016

Fahrplaninfos für Reisen mit Bahn und Bus in den Harz


Im Rahmen der Initiative „Ein Harz“, die Harzer Kommunen ins Leben gerufen haben, um die gemeinsame und einheitliche Vermarktung des Harzes voranzubringen, werden seit einigen Monaten die Themen „Anreise und Abreise mit Bahn und Bus“ und „Öffentliche Verkehrsmittel im Harz“ von PRO BAHN und der Initiative „Höchste Eisenbahn für den Südharz“ betreut. Beim ersten Thema geht es vor allem um die Verbesserung der Zugverbindungen durch Einrichtung von durchgehenden Zügen und Stabilisierung der Anschlüsse, aber auch um die Frage, wie das – im Grunde nicht schlechte – Angebot besser bekannt gemacht werden kann.   Hierzu wurden von uns Vorschläge unterbreitet, als Beispiel für Vermarktungsmöglichkeiten aber auch eine Reihe von Flyern entworfen, in denen An- und Abreise mit der Bahn und Weiter- und Rückreise in den und aus dem Harz mit dem Bus je Aufkommensschwerpunkt der Harzer Urlauber übersichtlich dargestellt werden. Einer der Entwürfe bewirbt die Relationen  

Rhein/Ruhr/Wupper – Hannover/Braunschweig/Magdeburg/Kreiensen/Northeim – Harz.  

Da es sich vorwiegend um die Vermarktung touristischer Reisemöglichkeiten handelt, stehen Verbindungen mit Zügen des Nahverkehrs und solche mit IC im Vordergrund. Wo nicht anders machbar, sind aber auch Reisen mit ICE aufgeführt.  

Zum leichteren Erkennen der nötigen Umstiege sind die Züge in unterschiedlichen Farben dargestellt. Sowohl für das jeweilige Quellgebiet als auch für den Harz sind nahezu alle Zu- und Abbringerzüge und Busse aufgeführt worden. Eine schematische Übersichtskarte erleichtert das Auffinden der Verbindungen. Erläuterungen und Reisehinweise runden das Bild ab. Derzeit wird geprüft, ob diese Flyer in kleiner Auflage gedruckt und/oder über die Internetseiten des Harzer Tourismus-Verbandes (HTV) angeboten werden können.   Flyer für die ebenfalls stark auf den Harz fixierten Regionen Bremen und Hamburg sind in Vorbereitung.

Update 14.06.2016

Insidertipps: Mit der Bahn in den Harz

Mit dem kleinen Fahrplanwechsel am 12. Juni 2016 haben sich bei den Bahnverbindungen in den Harz einige Veränderungen ergeben. Die haben wir in unseren Zielgebietsprospekten berücksichtigt. 

Durch die Umsetzung der Flügelung in Vienenburg gibt es nun täglich mehr und zudem direkte Verbindungen zwischen Braunschweig, Goslar und Bad Harzburg, die sich positiv auf einige Anschlüsse auswirken.

Umgekehrt wird es mit der Flügelung/dem Zusammenkuppeln der Züge in Sangerhausen weiterhin nichts. Geflügelt und "beigefahren" wird dort weiter nur am Wochenende, Mo-Fr muss man (beim RE19) umsteigen. Bitte nutzen Sie die regionalen Verbindungen, um preisgünstig in den Harz zu reisen.

Berlin <-> Harz
Bremen <-> Harz
Niederlande <-> Harz
Paderborn <->Harz
Rhein/Wupper <-> Harz
 


26.01.2016

PRO BAHN Anschlüsse hängen manchmal an wenigen Minuten  


Erfreuliche Nachricht von der Landesnahverkehrsgesellschaft aus Hannover erhielt PRO BAHN Südniedersachsen. Der Fahrgastverband hatte sich nach Bekanntwerden des neuen Fahrplans Ende vergangenen Jahres um die Rücknahme einer Verschiebung einer Regionalbahn von Herzberg nach Göttingen bemüht. Diese, nun von Montag bis Freitag um 6.56 in Herzberg abfahrend, verpasste seither den Anschluss an den Metronom-Zug um 7.20 in Northeim und an den ICE nach Hamburg um 7.44 in Göttingen. Dafür wurde sie drei Minuten schneller.  

Wie PRO BAHN bewertet nun auch die LNVG die Anschlüsse höher als die kleine Beschleunigung des Zuges und hat sich bei der Deutschen Bahn um eine Rücknahme der Fahrplanänderung eingesetzt. Diese soll zum 3. April 2016 erfolgen. Damit wäre ein seit dem 13. Dezember 2015 bestehender Mangel wieder behoben.  

Auch der derzeit missglückte Übergang von der Regionalbahn 6.49 (Sa und So) ab Göttingen zur Regionalbahn um 7.06 ab Northeim nach Nordhausen – in Northeim stehen nur 3 Minuten zum Umstieg zur Verfügung – wird geradegebogen. Der Anschluss ist dann auch offiziell wieder ein solcher. Darauf, so PRO BAHN-Regionalvorsitzender Michael Reinboth, lässt sich aufbauen, denn es gibt noch andere solcher Probleme, die einer Lösung harren.  

Sie sind auch Thema der nächsten PRO BAHN-Regionalversammlung am Donnerstag, 28. Januar 2016. Als Referent hat Joachim Ebinger von der Landesnahverkehrsgesellschaft Hannover zugesagt. Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr im Konferenzraum der DB Station & Service Göttingen (Bahnhof Nordflügel).

23.12.2015

Metronom-Automaten ohne Fernverkehrs-Fahrkarten
PRO BAHN beklagt eingeschränkten Fahrkartenkauf

„Der Zugang zum Verkehrsmittel Eisenbahn wird immer mehr erschwert, es werden immer neue Hürden aufgetürmt. Das kann so nicht weitergehen.“ PRO BAHN Südniedersachsen ist auf einige Verkehrsunternehmen, die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) und das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) gar nicht gut zu sprechen. Alle gemeinsam sorgen dafür, dass Fahrgäste es immer schwerer haben, an eine Fahrkarte heranzukommen, kritisiert der Regionalvorsitzende Michael Reinboth.  

So haben sich die LNVG und ihr für den Niedersachsentarif zuständiger Ableger in den Kopf gesetzt, dass an jeder Bahnstation nur noch Automaten eines Verkehrsmittels stehen. Die Bedienoberflächen und der Leistungsumfang sind jedoch sehr verschieden. So können an den Stationen der Leinetal-Strecke, bei denen wie in Kreiensen nur noch Metronom-Automaten stehen, keine Fahrscheine für den Fernverkehr der Deutschen Bahn und erst Recht keine Sparpreise mehr erworben werden. Nicht einmal das Lösen eines „Antrittsfahrscheins“, der die Fahrgäste zum Kauf der „richtigen“ Karte im Zuge ermächtigt, ist möglich, kritisiert PRO BAHN.  

„Dies ist sehr ärgerlich, weil damit der Übergang vom Nah- zum Fernverkehr - zum Beispiel von Nörten-Hardenberg nach Bremen oder von Northeim über Göttingen nach Frankfurt - deutlich erschwert wird. Den durchgängigen Fahrschein gibt es nur noch am Schalter, im Internet oder dort, wo DB-Automaten stehen“, meint Reinboth. Die von PRO BAHN angeschriebene LNVG verweist auf die „missbräuchliche Verwendung“ des Antrittsfahrscheins und die Verantwortung der einzelnen Unternehmen für ihre Automaten. „Einen solchen Flickenteppich ohne öffentliche Verantwortung können wir nicht hinnehmen“, kritisiert PRO BAHN-Ehrenvorsitzender Gerd Aschoff.  

PRO BAHN verweist auf die wachsenden Lücken im personenbedienten Verkauf. Gerade kleinere Reisebüros stellten den Fahrscheinverkauf ein, weil sie Testkäufe des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA) fürchten. Dies sei zuletzt in Bovenden geschehen. „Das EBA treibt die Kunden entweder ganz von der Schiene weg oder aber in die Arme der nicht alles verkaufenden Automaten oder des Internet. Und genau dort ist der Kunde für Fehler selbst verantwortlich und wird vom EBA keineswegs an einem Fehlkauf gehindert. Während ihm beim Kauf in einer Agentur oder am Schalter immer noch der klassische Weg der Reklamation bleibt, hat er einen falschen Tastendruck im Netz selbst zu vertreten“, beklagen Reinboth und Aschoff.


08.12.2015

PRO BAHN zum Fahrplanwechsel am kommenden Sonntag
Minuten-Änderungen trüben Gesamteindruck


Eine nicht mehr so positive Bilanz zieht der Fahrgastverband PRO BAHN Südniedersachsen zum Fahrplanwechsel am Sonntag. „Es überwiegt zwar die positive Grundrichtung, doch wird das Bild durch kurzfristig in die Fahrpläne eingeflossene Änderungen merklich beeinträchtigt“, kritisiert der PRO BAHN-Regionalvorsitzende Michael Reinboth. Durch Verschiebungen im Minutenbereich gingen einige Anschlüsse verloren.

So bemängelt PRO BAHN die Verschiebung eines morgendlichen Verstärkerzuges um drei Minuten ab Herzberg: Es gehen sowohl der gute Anschluss aus dem Harzraum zum „Metronom“ um 7.20h in Northeim Richtung Hannover als auch der gern genutzte Anschluss zum ICE in Göttingen ab 7.44h nach Hamburg verloren. PRO BAHN-Regionalvorsitzender Michael Reinboth ist demzufolge nicht gut auf DB Regio und die Landesnahverkehrsgesellschaft zu sprechen: „Statt endlich die schlechten Verbindungen aus dem Südharz und dem südlichen Solling nach Hannover und Norddeutschland zu verbessern, werden sie verschlechtert, da zwei der wenigen brauchbaren Anschlüsse entfallen. Diese Entwicklung steht im krassen Gegensatz zu dem Ziel, alle Landesteile gut zu vernetzen. Hierbei hat Südniedersachsen schon heute einige Nachteile wie den des zu keiner RE-Linie in Hannover passenden Metronom-Fahrplans. So wird der Süden des Landes immer weiter ins Abseits gedrängt.“
Sehr ärgerlich ist für den Fahrgastverband auch der zu knappe Anschluss des Wochenend-Zuges 6.49h ab Göttingen in Northeim nach Nordhausen. Da der Zug erst um 7.03h eintrifft, schauen wenig spurtstarke Umsteiger um 7.06h in die Röhre.

Im Fernverkehr erfolgt eine fast schon übliche Streichung von zwei ICE-Halten in Göttingen zugunsten einer Beschleunigung der nun „Sprinter“ genannten Züge um 15 Minuten. Ausgesprochen ärgerlich ist für PRO BAHN hierbei nicht die Tatsache, dass Sprinter ohne Halt in Göttingen durchfahren, sondern vielmehr der Umstand, dass damit erneut der Stundentakt auf der Achse Frankfurt – Göttingen – Hamburg durchlöchert wird und Anschlüsse in den Harz und ins Weserbergland verloren gehen. Reinboth: „Reisende nach Goslar und Bad Harzburg werden schmerzlich den Anschluss vom ICE 16.41h an Göttingen zur Regionalbahn um 16.48 vermissen, da dieser ICE in Göttingen (und in Kassel-Wilhelmshöhe) durchrauschen wird. Die zahlenmäßige Kompensation durch die Wiederherstellung von aktuell nicht bedienten Stopps erfolgt übrigens erst ab Mitte März 2016. Ansonsten herrschen im Fernverkehr stabile Verhältnisse.

Spürbar positiv wirkt sich die „Durchbindung“ umsteigefreier Züge zwischen Göttingen, Adelebsen, Bodenfelde und Paderborn und zurück aus. Der Umstieg in Ottbergen entfällt. Ab Paderborn sind attraktive Nahverkehrsverbindungen zum Münsterland und ins Ruhrgebiet erreichbar. Davon profitiert auch die Strecke Bodenfelde – Northeim – Nordhausen, da DB Regio mehr Züge als bisher ohne Umsteigen in Northeim fährt. Durch einen zweistündlich versetzten Fahrplan zwischen Göttingen und Bodenfelde ergeben sich für Pendler spürbare Beschleunigungen nach und von Göttingen und damit zusätzliche Fernverkehrsanschlüsse, hebt PRO BAHN-Sprecher Gerd Aschoff hervor.

Cantus, Metronom und Neigetechnik-Züge weitgehend unverändert

Die Fahrpläne der Unternehmen Cantus und Metronom sowie DB Regio nach Erfurt und Gotha über die Eichenberger Kurve bleiben praktisch unverändert. Die Übernahme des Betriebes auf der Strecke Kassel – Halle durch Abellio beschert den Göttingern und Mündenern eine stündliche Verbindung mit dem Eichsfeld, Nordhausen und Halle via Eichenberg, wobei alle 2 Stunden in Eichenberg und in den anderen Stunden zusätzlich in Leinefelde umgestiegen werden muss.


25.09.2015

Fahrgastverband sieht neue Stationen und Strecken in Südniedersachsen

Der PRO BAHN-Regionalverband Südniedersachsen zeigt sich erleichtert über die von Bund und Ländern am Vortag getroffene Vereinbarung über die langfristige Finanzierung des Regionalverkehrs auf der Schiene. Mit den vereinbarten Bundeszuschüssen liege man zwar unter den Forderungen der Länder und Berechnungen der Gutachter, könne aber bei sparsamer Bewirtschaftung den bisherigen Verkehr von Bussen und Bahnen erhalten und einige Stationen und Strecken reaktivieren, erklärte der südniedersächsische PRO BAHN-Ehrenvorsitzende Gerd Aschoff. Dazu gehören in Südniedersachsen die Verbindung von Einbeck-Salzderhelden nach Einbeck-Mitte sowie der Haltepunkt in Verliehausen. Die Reaktivierung des Bahnhaltepunkts in Rosdorf muss wegen der genauen Lage und Anbindung noch näher diskutiert werden. Der Fahrgastverband PRO BAHN hatte auf Bundes-, Landes- und Regionalebene seit Monaten auf die unzureichende Nahverkehrsfinanzierung aufmerksam gemacht und 10.000 Unterschriften für eine Zuschusserhöhung gesammelt.



21.09.2015

Fahrgastverband kritisiert neue Fernbus-Station

Der PRO BAHN-Regionalverband Südniedersachsen ist von der heute offiziell in Betrieb genommenen Fernbusstation Göttingen aus Fahrgastsicht „alles andere als begeistert“. Es sei nicht hinnehmbar, dass bislang keine Unterstände für die Fahrgäste eingerichtet wurden. „Dringend nachzubessern ist außerdem die völlig unzureichende Information der Fahrgäste über die Fahrzeiten der abfahrenden Busse“, kritisiert PRO BAHN-Sprecher Gerd Aschoff. Während an jeder kleinen Bahnstation die Fahrgäste aktiv über die tatsächlichen Ankunfts- und Abfahrzeiten informiert werden müssen, tut sich auf der Göttinger Fernbusstation in Sachen „Echtzeitinfo“ überhaupt noch nichts. Kein Fahrgast weiß, ob sein Bus pünktlich oder verspätet ist. Göttingen bewege sich also fernbusmäßig unterhalb des Niveaus von Adelebsen, Bodenfelde oder Vernawahlshausen.


In den Schaukästen hängen bislang nur die gedruckten Fahrpläne von zwei Fernbusunternehmen, eine Gesamtübersicht fehlt ganz. Aschoff: „Wir fordern die Angleichung der Fahrgastrechte und Fahrgastinformation aller öffentlicher Verkehrsmittel auf einem Niveau.“
Positiv bewertet PRO BAHN hingegen die Beteiligung der Deutschen Bahn an der Bewirtschaftung der Station. Damit sei die professionelle Unterhaltung der Station gewährleistet. Für diese Tätigkeit wird sie bei den Fernbusgesellschaften eine Stationsgebühr einfordern so wie wir es aus dem Bahnbetrieb kennen. Allerdings müssen für Züge auch auf der Strecken Trassengebühren entrichtet werden. PRO BAHN: „Die Bundespolitik muss dafür sorgen, dass Fernbusse künftig Streckenmaut entrichten und die Allgemeinheit nicht länger für die Fernbusse zahlt.“

 


16.09.2015

Fahrgastverband bedauert Ende des NVG-Betriebs

Der PRO BAHN-Regionalverband Südniedersachsen bedauert die Betriebseinstellung der Nahverkehr Göttingen GmbH (NVG) zum 30. September 2015. Für das im Jahr 2003 gegründete Busunternehmen und ihre rund 40 Fahrerinnen und Fahrer habe Kundenorientierung und Zuverlässigkeit von Anfang an eine besonders wichtige Rolle gespielt, erklärte der südniedersächsische PRO BAHN-Ehrenvorsitzende Gerd Aschoff. Die NVG war von dem Witzenhäuser Busunternehmen Brundig gegründet worden, um nach öffentlichen Ausschreibungen für die Göttinger Verkehrsbetriebe Subunternehmer-Leistungen erbringen zu können.
Nach dem Start auf der damaligen Linie 6 zum Klausberg kamen nach und nach zusätzliche Betriebsleistungen hinzu. In den bis zu 18 Linienbusse, die rund 20 Prozent der Verkehrsleitung des Stadtbusnetzes bedient haben, sei die Atmosphäre zwischen Fahrern und Fahrgästen auffallend entspannt gewesen. Aschoff: „Die NVG-Fahrer haben sich aktiv um das Wohl der Fahrgäste bemüht, etwa bei der Einhaltung von Anschlüssen. Dafür möchten wir uns als Fahrgäste ausdrücklich bedanken. Ein Großteil des Personals werde zum Glück von den Göttinger Verkehrsbetrieben übernommen, so dass diese positiven Eigenschaften nicht verloren gehen.



09.06.2015

Der Region Südniedersachsen droht ein geschwächter Bahnverkehr

Der Fahrgastverband PRO BAHN warnt vor weiter drastisch steigenden Fahrpreisen und spürbar ausgedünnten Fahrplänen im Bahnverkehr der Region Südniedersachsen. Auch die Hoffnung auf neue Bahnstationen und die Reaktivierung der Bahnstrecke von Einbeck-Salzderhelden nach Einbeck-Mitte sei in akuter Gefahr. Hintergrund ist ein Streit zwischen den Ländern und dem Bund über die Finanzierung des Nahverkehrs auf der Schiene. PRO BAHN kritisiert, dass der vom Bundesrat schon vor über zwei Monaten angerufene Vermittlungsausschuss bis heute nicht einberufen wurde.
Michael Reinboth, Vorsitzender im PRO BAHN-Regionalverband Südniedersachsen: „Unter Fachleuten ist seit langem unstrittig, dass die „Regionalisierungsmittel“ des Bundes bei dem gestiegenen Bedarf deutlich angehoben werden müssen.“ Deshalb einigten sich die Länder bereits einstimmig in Kiel im Oktober 2014 auf einen neuen Verteilungsschlüssel. Der Bund wies jedoch die Forderung, die Mittel von 7,4 auf 8,5 Mrd. Euro zu erhöhen, mit Verweis auf die gesamten Bund-Länder-Finanzbeziehungen zurück. PRO BAHN: „Damit besteht die Gefahr, dass bei Wegfall der Zweckbindung der Nahverkehr als Daseinsvorsorge dauerhaft unzureichend finanziert bleibt, weil das Geld in andere Bereiche fließt.“ Schon in den kommenden Jahren könnte es zu Streichungen im Zugangebot zwischen Harz und Weser kommen. „Der Bund darf sich seiner gesetzlichen Verantwortung für den Nahverkehr, die er seit der Bahnreform vor 20 Jahren zu tragen hat, nicht klammheimlich entziehen“, kritisiert der südniedersächsische PRO BAHN Ehrenvorsitzende und Verbandspressesprecher, Gerd Aschoff. Dabei fließt rund die Hälfte der Regionalisierungsmittel über Trassen- und Stationsentgelte in die Kasse der bundeseigenen Deutschen Bahn. Hier hat es in den vergangenen Jahren kräftige Erhöhungen gegeben, die den Spielraum der Länder deutlich verringert haben.
Mit einer an den Bundestag gerichteten Petition will PRO BAHN direkt auf die Bundestagsabgeordneten einzuwirken. Die Petition wird von der Bundesarbeitsgemeinschaft Schienennahverkehr (BAG-SPNV) unterstützt, in der sich die 27 öffentlichen Aufgabenträger der Länder zusammengeschlossen haben. Die in ganz wenigen Schritten am Computer zu Hause ausfüllbare Online-Petition ist aktuell auf Platz 28 von 550 Petitionen auf Petition Online. Sie läuft noch bis 26. Juni 2015 und ist unter www.pro-bahn.de/petition zu finden.



11.05.2015

Die Sollingbahn Northeim – Bodenfelde war das Stiefkind im Bahnstreik


Der Fahrgastverband PRO BAHN Südniedersachsen hat nach nahezu sechs GDL-Streiktagen eine Bilanz für den Süden des Bundeslandes und die angrenzenden Bereiche von Hessen und Thüringen gezogen. Der Verband fordert in zwei Fällen zusätzliche Anstrengungen für den Fall eines weiteren Bahnstreiks. Sie betreffen die Strecken Northeim – Bodenfelde und Kassel – Nordhausen – Halle.
Dank mehrerer Bahnunternehmen, die vom GDL-Streik nicht betroffen waren, dank der bei DB Regio noch zahlreich vorhandenen Beamten und mindestens einer Urlaubsunterbrechung konnte in Südniedersachsen ein relativ umfangreicher Bahnverkehr angeboten werden. Auf den Strecken Metronom, Cantus und der Nordwestbahn rollten die Züge ohne Einschränkungen, und DB Regio brachte an Werktagen immerhin 72 Züge und damit deutlich mehr als 50 Prozent des regulären Angebots auf die Schiene. Hinzu kamen zahlreiche ICE, da die Linien Frankfurt – Hamburg, München – Hamburg und Frankfurt – Berlin prinzipiell zweistündlich bedient wurden. Lediglich die IC-Linie Karlsruhe – Hamburg wurde ein vollständiges Opfer des „Megastreiks“.

Mit diesem Angebot konnten der regionale Berufs- und Schulverkehr und der Fernverkehr in Richtung Hamburg, Berlin, Rhein/Main, Bayern oder Rhein/Ruhr einigermaßen werden, allerdings kam es am Freitag und Sonntag zu ICE-Überfüllungen, die zu Teilräumungen führten. Deutliche Einschränkungen gab es zwischen Northeim und Bodenfelde, wo alle Züge durch Busse ersetzt wurden, und in Richtung Thüringen und Sachsen-Anhalt. Während man nach Erfurt noch mit Einschränkungen über Eichenberg reisen konnte, sah es nach Halle oder Leipzig ganz trüb aus. Es gelang der Deutschen Bahn zum wiederholten Male nicht, die wichtige Achse Kassel – Nordhausen – Halle zu bedienen. Am Dienstag und Mittwoch gab es hier nur ein Angebot mit Bus zwischen Leinefelde und Nordhausen, am Donnerstag und Freitag fuhren dann einige Züge zwischen Nordhausen und Halle. Damit waren weite Teile Mitteldeutschlands nicht oder nur mit erheblichen Umwegen zu erreichen (nach Halle hätte man zum Beispiel über Goslar oder über Erfurt fahren können).

Größtes Sorgenkind ist aus Fahrgastsicht die Sollingbahn. Es sei, so der PRO BAHN-Regionalvorsitzende Michael Reinboth, zwar verständlich, dass man bahnseitig die vorhandenen Ressourcen auf die aufkommensstärkeren Strecken konzentriere, doch sei das völlige Abhängen der Strecke Northeim – Bodenfelde „kein gutes Zeichen für die zukünftige Entwicklung“. Vor allem weil die Busse des Ersatzverkehrs in der Fahrplanauskunft nicht enthalten waren, wurden die meisten Kunden auf dem Weg zwischen Harz und Ruhr auf die Reisewege über Göttingen oder Kreiensen verwiesen. Von diesen beiden Stationen aus verkehrt die Nordwestbahn. Fast eine Woche lang war der Schienenweg Northeim–Bodenfelde praktisch nicht existent.

„Die Streikenden spielen mit der Zukunft einer ganzen Zweigstrecke. Wir bemühen uns seit Jahren um bessere Anschlüsse und mehr durchgehende Züge und sind durch die GDL-Aktionen gefühlt um mehrere Jahre zurückgeworfen worden“ meint Reinboth, der Streiks auf Zweigstrecken für absolut kontraproduktiv und überdies im Sinne der Streikenden für wirkungslos hält. „Man leistet hier allenfalls späteren Abbestellungen Vorschub und gefährdet damit die eigenen Arbeitsplätze.“


09.05.2015

Michael Reinboth neuer Vorsitzender im PRO BAHN-Regionalverband


Der PRO BAHN-Regionalverband Südniedersachsen hat Michael Reinboth (Walkenried) zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er löst Gerd Aschoff (Göttingen) ab, der nach 30 jähriger Amtszeit nicht erneut kandidierte. Er steht dem Regionalverband künftig als „Ehrenvorsitzender“ zur Verfügung und will seinen Schwerpunkt auf seine ehrenamtliche Tätigkeit als Bundespressesprecher des Fahrgastverbandes verlagern. Außerdem ist er stellvertretender PRO BAHN-Landesvorsitzender.

Reinboth ist bereits über 30 Jahre PRO BAHN-Mitglied, war Gründungsvorsitzender des PRO BAHN-Landesverbandes Hessen und wirkt als Sprecher der Initiative „Höchste Eisenbahn für den Südharz“. Als Harzer möchte er für bessere öffentliche Verkehrsmittel im künftigen Großkreis Göttingen/Osterode sorgen. Der Erhalt der Südharzstrecke Northeim-Nordhausen und deren besserer Verknüpfung mit dem Gesamtnetz ist ihm ein Herzensanliegen. Außerdem möchte er sich für Verbesserungen auf den Bahnstrecken zwischen Göttingen und Northeim und dem Weserbergland einsetzen.

Weitere aktuelle Themen im PRO BAHN-Regionalverband sind die Auswirkungen des nunmehr achten GDL-Streiks, der Göttinger Stadtbusverkehr, die Reaktivierung von Haltepunkten in Rosdorf und Verliehausen, die Ausarbeitung eines neuen Nahverkehrsplanes für Südniedersachsen sowie die unzureichende Finanzierung des Nahverkehrs durch die Regionalisierungsmittel des Bundes.
Als Stellvertreter wurden Peter Behrend (Göttingen) und Marco Schumm (Northeim) bestätigt. Finanzbeauftragte bleibt Gisela Tambour (Göttingen). Als Beisitzer fungieren Tobias Kreitz (Hardegsen) und Friedbert Leßner (Verliehausen).


12.03.2015

PRO BAHN freut sich auf mehr Schienenverkehr
Der Fahrgastverband PRO BAHN ist erfreut über die Empfehlung von Niedersachsens Verkehrsminister Olaf Lies, drei stillgelegte Bahnstrecken wieder in Betrieb zu nehmen. „Damit kommt ein unmittelbar nach dem Regierungswechsel gestarteter Auswahlprozess nach sorgfältiger Arbeit zu einem erfreulichen Zwischenergebnis“, erklärte Gerd Aschoff,, PRO BAHN-Regionalvorsitzender für Südniedersachsen und stellvertretender Landesvorsitzender des Fahrgastverbandes.
Mit den Strecken Einbeck-Mitte - Einbeck-Salzderhelden, Salzgitter-Lebenstedt - Salzgitter-Fredenberg sowie Neuenhaus - Bad Bentheim gingen nun drei alte Bahnstrecken mit der besten Verkehrsprognose wieder in Betrieb. PRO BAHN hebt die Zusage des Landes hervor, 75 Prozent der Investitionskosten zu übernehmen. Aschoff: „Nun gilt es, die Partner vor Ort für die Reaktivierung zu begeistern und die nötigen Ergänzungsmittel zu beschaffen.“ Für den Betrieb ist dann die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachen als „Aufgabenträger“ verantwortlich. Es müsse aber auch geprüft werden, welchen Anteil das Südniedersachsenprogramm für das Projekt einnehmen kann.
Bei der Strecke Einbeck-Mitte – Einbeck-Salzderhelden ist sich PRO BAHN sicher, dass die Reaktivierung zügig erfolgen wird. Das liege unter anderem daran, dass die Strecke in einem betriebsfähigen Zustand für Güterzüge und Sonderfahrten ist und dass die Ilmebahn als Betreiber schon seit längerer Zeit Interesse an der Wiederaufnahme eines regelmäßigen Bahnbetriebs geäußert habe.

08.12.2014

Licht und Schatten beim Fahrplanwechsel am Sonntag

„Neben Licht gibt es leider auch wieder Schatten – Süd-Niedersachsen bleibt trotz guter Ansätze weiter gegenüber anderen Landesteilen benachteiligt“, fasst der Fahrgastverband PRO BAHN den ab 14. Dezember 2014 geltenden Jahresfahrplans der Deutschen Bahn zusammen. Leider gebe es bei einigen kleinen Verbesserungen eben auch einzelne Streichungen. Als zentrales Problem sieht PRO BAHN Südniedersachsen weiter die schlechten Verbindungen zwischen dem Südharz und der Landeshauptstadt Hannover an.

Bei Metronom, Cantus und Nordwestbahn wird das derzeitige Angebot nahezu unverändert beibehalten. So bleiben auch die langen Aufenthalte der Züge in Adelebsen und Bodenfelde und die jetzigen Lücken im Fahrplan nach Göttingen erhalten. Bei den Dieselstrecken von DB Regio treten einige Anpassungen in Kraft. Gut kommt im neuen Fahrplan die Westharzstrecke von Braunschweig nach Herzberg weg, denn hier wird das Angebot an allen Wochentagen bis 22 Uhr ausgedehnt. Zudem werden die Züge an Samstagen künftig ganztägig im Stundentakt verkehren. Etwas ausgedehnt werden die Betriebszeiten auch zwischen Göttingen und Herzberg, da der letzte Zug ab Göttingen künftig täglich um 21.49 Uhr fährt. Östlich von Herzberg hingegen werden Züge, die bisher zusätzlich zum Stundentakt fuhren, gestrichen, und der erwähnte letzte Zug wird an Sonntagen ebenfalls nicht mehr bis nach Nordhausen durchfahren. Zugunsten der Züge Göttingen – Bad Harzburg und zurück müssen die Südharzer künftig auch häufiger in Northeim umsteigen. Das Ergebnis für die Südharzstrecke ist daher bestenfalls „durchwachsen“, zumal es in der Relation Südharz – Northeim – Hannover keinerlei Fortschritte zu vermelden gibt: Die Reisenden müssen sich weiter rund 30 Minuten in Northeim die Füße vertreten, und dies in beiden Richtungen. Auch tariflich hat sich hier nichts zum Positiven verändert, kritisiert Fahrplanexperte Michael Reinboth.

Überhaupt nicht glücklich ist PRO BAHN darüber, dass es erneut nicht gelungen ist, den für Pendler wichtigen Anschluss aus dem Südharz zum ICE 7.17 nach Kassel und Frankfurt zu stabilisieren. Die Regionalbahn wird weiter erst um 7.12 in Göttingen ankommen und darüber hinaus auch noch häufig in Northeim von vorbeirollenden Güterzügen ausgebremst. Hier, so PRO BAHN, werden die berechtigten Interessen der Berufspendler nicht ernst genommen.

Leider konnten sich DB Regio und Landesnahverkehrsgesellschaft LNVG auch nicht auf ein konsequentes Angebot zwischen dem Südharz und dem Solling durchringen. Die an sich mögliche zweistündliche umsteigefreie Verbindung zwischen Nordhausen und Bodenfelde über Northeim wird mal angeboten, mal nicht. In einigen Fällen können die Fahrgäste ohne Umsteigen durchfahren, die Züge ändern jedoch ihre Zugnummern und werden infolge dessen in einigen Fahrplanmedien als Umsteigeverbindung angezeigt. Im Sinne der Fahrgäste, denen man ja eigentlich „klare Linien mit eigenen Nummern“ anbieten wollte, ist dies gewiss nicht.

Zwar nicht von der LNVG veranlasst, jedoch zum Gesamtangebot zählend, wird es auch wieder Lücken im ICE-Verkehr geben, da einige ICEs mangels vorhandener Waggons zu ICs werden und in Göttingen nicht halten. Zwar gibt es für Göttingen selbst meistens zeitnahen Ersatz, doch schauen alle Harzer Anschlussreisenden in den betreffenden Stunden in die Röhre. Das, so der PRO-BAHN-Fahrplanexperte Michael Reinboth, lässt für die Zeit nach Inbetriebnahme der Neubaustrecke in Mitteldeutschland über Erfurt allen Schwüren zum Trotz nichts Gutes erwarten.

Bei PRO BAHN weiß man um die Sachzwänge im Schienenverkehr. Noch ist nicht einmal klar, wie viel Geld der Bund den Ländern ab Januar 2015 für die Bestellung von Zugleistungen zur Verfügung stellt. Angesichts dessen stellt das neue und für mehrere Jahre auch stabile Angebot für Süd-Niedersachsen eine gute Grundlage dar. Im Detail sind allerdings Verbesserungen erforderlich, für die sich PRO BAHN weiter mit Nachdruck einsetzt.  


28.10.2014

Neues Busliniennetz mit Schwächen

Das ab 1. November 2014 wirksame neue Busliniennetz für Göttingen ist nach Ansicht des Fahrgastverbands PRO BAHN mit einigen Schwächen behaftet. „So wurde das neue Netz nicht ausgearbeitet, um es veränderten Fahrgastwünschen anzupassen, sondern vielmehr, um die Sparvorgaben des städtischen Haushaltes zu erfüllen“, kritisierte der Regionalvorsitzende Gerd Aschoff. Dies werde auch dadurch deutlich, dass die Göttinger Verkehrsbetriebe mit der Planung ausgerechnet dann begonnen haben, als gerade der Nahverkehrsplan der Stadt für die kommenden Jahre mit seinem besonderen öffentlichen Beteiligungsverfahren abgeschlossen war.

Schmerzlich vermissen werden zahlreiche Fahrgäste sicher die so genannten
Pulkfahrten, bei denen an zentralen Haltestellen mehrere Busse direkt
hintereinander anhalten, um den Fahrgastwechsel in alle Richtungen zu
ermöglichen. Der weitgehende Wegfall des direkten Umsteigens in der
Innenstadt und am Kirschberge führe zu längeren Wartezeiten und damit zu
insgesamt längeren Reisezeiten. Aschoff: „Welchen Vorteil das für Fahrgäste
haben könnte, ist für uns nicht nachvollziehbar.“ Auch sei klar, dass dann
nur noch vom früheren auf den späteren Bus umgestiegen werden könne, der
Umstieg in einen bereits abgefahrenen Bus eben ersatzlos entfällt. Aschoff:
„Ein jahrzehntelang bewährtes Qualitätsmerkmal des Göttinger
Stadtbusverkehrs wird dem Sparkus der Stadt geopfert.“

PRO BAHN verkennt nicht, dass die Göttinger Verkehrsbetriebe einige
Bemühungen unternommen haben, um die Fahrgäste über die bevorstehenden Änderungen zu informieren. Der Fahrgastverband erwartet aber von den Verantwortlichen, dass sie besonders nach dem Umstellungstermin für Fahrgastanliegen zur Verfügung stehen. Sie müssten im übrigen auch bereit sein, erst in der Praxis auftretende gravierende Fehler zu beseitigen und die Pläne den Fahrgastwünschen nachträglich anzupassen.


06.08.2014

Fahrgastverband: Stadtbus-Auskunft selten kundenfeindlich

Der Fahrgastverband PRO BAHN hat die mangelhafte Fahrplan-Information im
Zusammenhang mit der Busring-Sperrung kritisiert. Der Göttinger
Regionalverbandsvorsitzende Gerd Aschoff äußerte großes Unverständnis
darüber, dass die Fahrplanauskunft auf der Homepage der Verkehrsbetriebe
auch heute noch so tut, als wenn alle Busse doch durch Innenstadt fahren
würden. „Da auch die elektronischen Anzeigen an den Bushaltestellen keine
zuverlässigen Informationen liefern, sind die Fahrgäste mal wieder auf sich
allein gestellt“, kritisiert Aschoff.

Es sei tragisch, dass sich die Göttinger Verkehrsbetriebe sich erneut nicht
in der Lage sehen, für eine ordnungsgemäße Information ihrer Fahrgäste zu
sorgen. Die fehlerhaften Informationen seien nach Kenntnis von PRO BAHN ein
bundesweit einmaliges Versagen, das sich ein kommunaler Verkehrsbetrieb
einfach nicht erlauben dürfe.

Die Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) müssen nach Ansicht des
Fahrgastverbandes ihren Fahrgästen und der Öffentlichkeit nun dringend
erklären, wie sie die für November geplante große Umstellung des
Liniennetzes ohne erneutes Chaos bewerkstelligen wollen. Ab 1. November 2014
wollen die GöVB jeden Morgen die Stadtbusse auf Dauer an der Innenstadt
vorbeifahren. Um Missverständnissen vorzubeugen: PRO BAHN hat nichts gegen
eine verbesserte Einbindung des Bahnhofs Göttingen in das Stadtbusnetz. Es
darf aber kein Stückwerk sein, bei dem die Fahrgäste allen gelassen werden.



15.05.2014

Deutsche Bahn streicht IC Direktverbindung

Göttingen verliert zum nächsten Fahrplanwechsel im Dezember eine bei Urlaubern beliebte Bahn-Direktverbindung in den Schwarzwald und an den Bodensee. Reisende sind nach Angaben des Fahrgastverbandes PRO BAHN ab 14. Dezember 2014 gezwungen, bei gleichem Fahrtziel zwischen Karlsruhe und Konstanz in Regionalzüge umzusteigen, weil der IC Schwarzwald gekürzt wird und nicht mehr über die Schwarzwaldbahn fährt.

Wie der PRO BAHN-Regionalvorsitzende Gerd Aschoff mitteilte, begründet die Deutsche Bahn AG die Kürzung des bisher um 10.41 Uhr (sonntags um 12.40 Uhr) ab Göttingen fahrenden Intercity-Zuges mit einer betriebswirtschaftlich gesehen zu schwachen Auslastung.

Das Zugpaar IC 2279/IC 2270 wird ab Dezember nur noch von Stralsund nach Karlsruhe und umgekehrt ab Karlsruhe nach Stralsund fahren. Zwar habe die Landesregierung von Baden-Württemberg sich noch bemüht, die Streichung zu verhindern, sei aber letztendlich an der politisch vorgegebenen Eigenwirtschaftlichkeit des Bahn-Fernverkehrs gescheitert.

Eine zusätzliche Streichung zum Fahrplanwechsel im Dezember betrifft nach Informationen von PRO BAHN die bislang samstags um 11.26 Uhr nach Passau fahrende Direktverbindung. Der Intercity Rottaler Land war bei Reisenden beliebt, die mit einmaligem Umsteigen den Bayerischen Wald erreichen wollten. „Auch sie werden sich andere Bahnverbindungen suchen müssen“, kritisierte PRO BAHN-Sprecher Gerd Aschoff.



20.03.2014

PRO BAHN kritisiert Preiserhöhung im Verkehrsverbund
 
Die Tariferhöhung im Verkehrsverbund Südniedersachsen (VSN) zum 1. April 2014 (amtliche Bekanntmachung von heute) ist beim Fahrgastverband PRO BAHN auf deutliche Kritik gestoßen. „Die Verantwortlichen schauen weder nach links oder rechts und unternehmen nichts, um für neue Kundengruppen attraktiv zu werden“, bedauert der PRO BAHN-Regionalvorsitzende Gerd Aschoff (Göttingen). Diese Ideenlosigkeit sei angesichts der hinreichend bekannten Tatsache, dass die größte Kundengruppe, die Schüler, Jahr für Jahr kleiner wird, mehr als erstaunlich.

Die Fachwelt verweise seit Jahren auf den Freizeit- und Gelegenheitsverkehr als wichtigen Wachstumsmarkt für den öffentlichen Nahverkehr, „doch der VSN plant wacker weiter am Markt vorbei“.

Dabei beurteilt der Fahrgastverband das Angebot mit Bahn und Bus für den Freizeit- oder Gelegenheitskunden als gar nicht mal so schlecht. Die Bahnstrecken und viele Buslinien werden im Stundentakt oder jedenfalls in merkbaren Intervallen bedient und lassen spontanes Fahren durchaus zu. Was fehlt, ist der preisliche Anreiz zum Umsteigen: PRO BAHN-Sprecher Michael Reinboth (Walkenried): „Nach wie vor gibt es kein Ticket für Fahrten nach 9 Uhr, nach wie vor ist auch die Regelung für die Mitnahme bei Zeitkarteninhabern unzureichend, da sie den Samstagvormittag ausklammert. Für die stark wachsende Gruppe der Senioren gibt es ebenfalls keinerlei Angebote. Von Angeboten für Ausflügler in Harz oder Solling ganz zu schweigen.“
So ist es abermals nicht so sehr die Höhe der Anhebung (1,9 Prozent mit 8 Monaten Verspätung – endlich einmal eine Verspätung, die gefällt…), welche bedenklich stimmt, sondern die weiter obwaltende Phantasiearmut. Bahnen und Busse könnten auch in Süd-Niedersachsen neue Kunden gewinnen. Aber hierzu müsse man sich mit Tarifanreizen bewegen und sollte nicht länger darauf vertrauen, auf ausgefahrenen Wegen mittels steigender Zuschüsse der öffentlichen Hand über die Runden zu kommen.




19.02.2014

PRO BAHN sorgt sich um Göttinger ICE-Halt
 
Der Fahrgastverband PRO BAHN macht sich wieder große Sorgen um den ICE-Halt in Göttingen. Durch die Ankündigung der Deutschen Bahn, ab 13. April 2014 ein Ersatzzug-Paar ohne Halt durchfahren zu lassen, sieht sich der Verband in der grundlegenden Skepsis dagegen bestätigt, dass schon bald mit einer Entspannung zu rechnen sei.
Der Regionalvorsitzende Gerd Aschoff verwies auf die Bauarbeiten an der Neubaustrecke Nürnberg-Erfurt-Berlin, auf der voraussichtlich in drei Jahren durchgängig ICE-Züge fahren werden. Damit sei zwangsläufig eine Verlagerung von ICE-Verbindungen aus der Relation Fulda-Göttingen-Braunschweig auf die östliche Verbindung zu rechnen. Beteuerungen der Deutschen Bahn, dass die Erfurter Verbindung zusätzlich eingerichtet würde, schenkt PRO BAHN keinen Glauben, weil die dafür zwingend erforderlichen Züge definitiv nicht zur Verfügung stehen.
„Der Glaube, dass sich die Fahrzeugknappheit in absehbarer Zeit entspannt, wird durch nachvollziehbare Fakten nicht gedeckt“, kritisiert PRO BAHN. Die Auslieferung der lediglich 16 Züge des Typs „Velaro D“ stockt bereits seit über zwei Jahren. Außerdem sind diese Züge für den Verkehr nach Paris und Brüssel bestimmt, entlasten Göttinger Verbindungen also nicht. „Wann die ganz neue Zug-Generation ICx auf dem Gleis steht, steht völlig in den Sternen. Auf der gestrigen Velaro-Präsentationsfahrt, an der Aschoff als stellvertretender PRO BAHN-Bundesvorsitzender teilgenommen hatte, war davon überhaupt nicht mehr die Rede.
Aschoff abschließend: „Vor zwei Jahren wurde der Winter für den Ausfall von ICE-Zügen verantwortlich gemacht. In diesem Jahr wäre es angesichts der frühlingshaften Temperaturen einfach zu lächerlich, diese Begründung wieder anzuführen. Das Ergebnis ist für die Fahrgäste wieder gleich enttäuschend. Betroffen sind vor allem Bahnreisende aus der Region, deren Göttinger Anschlüsse durch die Zugausfälle zerschlagen werden.“



06.12.2013

Stadtbusnetz: Wahrheit und Klarheit vor Bürgertäuschung!


Der Fahrgastverband PRO BAHN hat die politischen Gremien der Stadt
eindringlich davor gewarnt, ein Liniennetz für den Stadtbus zu beschließen,
das den Mindestanforderungen an Wahrheit und Klarheit in keiner Weise
entspricht.

„Die hinter verschlossenen Türen ausgebrüteten Nachbesserungen am
ursprünglich vorgestellten Spar-Entwurf können nicht darüber hinwegtäuschen,
dass wesentliche Einsparungen erzwungen werden“, kritisierte der PRO
BAHN-Regionalvorsitzende Gerd Aschoff. „Viele Fahrgäste werden durch
schlechtere Anschlüsse länger unterwegs sein. In den Abendstunden werden
Fahrgäste die Ausdünnungen im Angebot spüren.“ Weder sei ersichtlich,
weshalb die fünf Nachbesserungen plötzlich aufgenommen wurden, während
andere Vorschläge weiter dem Sparzwang geopfert würden, noch könne
nachvollzogen werden, weshalb der erst im Juni beschlossene Nahverkehrsplan,
für den die Stadt deutlich über 100.000 Euro ausgegeben hat, mit keinem
einzigen Wort mehr diskutiert wird.

Als „absolute Täuschung der Öffentlichkeit“ habe sich inzwischen
herausgestellt, die Kappung des Stadtbusnetzes müsse unbedingt jetzt
erfolgen, weil die Neukonzessionierung in Kombination mit der Direktvergabe
an die Göttinger Verkehrsbetriebe nicht später erfolgen dürfe. Aschoff: „Die
Vorlage im Bauausschuss am 5. Dezember 2013 räumt ausdrücklich ein, dass es
auch anders ginge. Aber leider werden immer wieder Sparzwänge ins Feld
geführt. Und die hat sich der Rat auch noch selber gegeben.“ So drehe sich
alles im Kreis. Dabei erwarte der Fahrgastverband gerade von einer rot-grün
geführten Stadt den Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel und nicht deren
Reduzierung durch Wegfall von Linien und Anschlüssen bei gleichzeitig
drastischen Fahrpreiserhöhungen von bis zu 7 Prozent.


03.11.2013

Bahn fährt wieder schneller nach Berlin

Ausgesprochen erleichtert hat sich der Fahrgastverband PRO BAHN zur Wiederaufnahme des ICE-Verkehrs nach Berlin geäußert. Ab Montag fahren die Züge wieder ohne Umwege direkt über die Schnellstrecke Wolfsburg–Berlin. Damit verkürzt sich die Fahrzeit um annähernd eine Stunde. Wer in Göttingen in den ICE einsteigt, ist nun wieder in 2 Stunden 25 Minuten in Berlin-Hauptbahnhof, erklärte der PRO BAHN-Regionalvorsitzende Gerd Aschoff.

Der ICE-Verkehr nach Berlin musste im Juni in Folge des Elbehochwassers eingeschränkt werden. Mit der Wiederaufnahme der Direktverbindungen verkürzt sich nicht nur die Fahrzeit in die Hauptstadt erheblich, sondern es sind auch wieder mehr Verbindungen nach Hildesheim, Braunschweig und Wolfsburg verfügbar. PRO BAHN weist darauf hin, dass die verlängerten Fahrzeiten bei den Zügen zu einem erheblichen Wartungs-Rückstau geführt hat, der nun zügig aufgearbeitet werden müsse.

Mit Sorgen weist PRO BAHN Südniedersachsen allerdings auf das Jahr 2015 hin. Dann soll ein wesentlicher Teil des Zugverkehrs zwischen München/Nürnberg und Berlin über die dort gebaute Neubaustrecke geführt werden. Damit könnte der Sektor Kassel–Göttingen–Hildesheim eine ganze Reihe von ICE-Verbindung verlieren. PRO BAHN-Sprecher Aschoff: „Hier muss die Region aufpassen, dass sie nicht abgehängt wird.“


08.10.2013

Gerupfte Bahnstrecken bremsen Fahrplan aus

Zwischen Göttingen, Bodenfelde und Ottbergen wird ab Dezember ein verbesserter Bahn-Fahrplan angeboten. Von Montag bis Freitag ganztägig und am Samstag bis mittags fährt die NordWestBahn (NWB) künftig im Stundentakt. Das ist das erfreuliche Ergebnis einer Ausschreibung und verbesserter öffentlicher Zuschüsse aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Doch auf der eingleisigen Nebenbahn Göttingen – Bodenfelde darf weiter nur maximal 60 km/h gefahren werden, eine Zugbegegnung ist nur in Adelebsen und Bodenfelde möglich. Das beklagt der Fahrgastverband PRO BAHN Südniedersachsen: „Die Züge stehen in Adelebsen oder Bodenfelde zu lange herum, um auf den Gegenzug zu warten.“

Zwar stimmen die Anschlüsse in Paderborn, Ottbergen und auch Bodenfelde, doch in Göttingen gehen wichtige Anschlüsse zum ICE nach Hannover und Hamburg verloren – und umgekehrt. „Alle reden im Moment von Strecken-Reaktivierungen in Niedersachsen. Doch oft ist die Infrastruktur auf aktiven Strecken so schlecht, dass mögliche Kundenpotenziale nicht gehoben werden können. Dies trifft besonders auf Südniedersachsen zu.“ Das Fazit von Gerd Aschoff, Vorsitzender des PRO BAHN-Regionalverbandes Südniedersachsen, fällt in Hinblick auf die Übertragung der Strecke Göttingen – Bodenfelde – Ottbergen von der Deutschen Bahn auf die NWB eher ernüchternd aus. PRO BAHN-Fahrplanexperte Michael Reinboth wurde deshalb persönlich bei der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) vorstellig, ohne allerdings konkrete Ergebnisse zu erreichen.

Neben den dürftigen Fahrzeiten und fehlenden Anschlüssen lassen PRO BAHN der parallele Busverkehr auf den Linien Göttingen – Uslar und Göttingen – Hardegsen am Erfolg des neuen Bahn-Konzepts zweifeln. Schließlich werden die Mehrleistungen aus Regionalisierungsmitteln finanziert, und die bekanntlich knapp sind.

„Wir brauchen zusätzliche Kreuzungsmöglichkeiten zur Beschleunigung des Fahrplans zwischen Göttingen und Paderborn, eine Beschleunigung der Zuggeschwindigkeit und den Umbau des Bahnhofs Ottbergen zwecks Wegfall eines derzeit noch erforderlichen Umstiegs“, fordert Aschoff. Die Lücken schlagen leider auch auf die Strecke Northeim – Bodenfelde durch, wo Züge vor allem in der Mittagszeit keine Anschlüsse haben.


22.08.2013

 

Fahrgastverband freut sich über Titel „Bahnhof des Jahres 2013“

Berlin/Göttingen. Die „Allianz pro Schiene“ hat heute in Berlin offiziell bekannt gegeben, dass in diesem Jahr der bundesweite Titel „Bahnhof des Jahres“ an Göttingen verliehen wird. Diese positive Entscheidung wird vom Fahrgastverband PRO BAHN sehr begrüßt. „Nach Nominierungen aus der Bevölkerung und einem Jury-Besuch vor Ort konnte sich Göttingen einige Hoffnungen machen, gut abzuschneiden", erklärte der PRO BAHN-Regionalvorsitzende Gerd Aschoff. Über den Titel zeigt er sich „hocherfreut“. PRO BAHN hatte seit März in der Öffentlichkeit für den Titel geworben.

Die sechsköpfige Jury der „Allianz pro Schiene“ zeigte sich vor allem vom Fahrradparkhaus mit Fahrradwaschanlage und angeschlossener Werkstatt beeindruckt. Auch lobten die Bahnhofstester ausdrücklich den Bau neuer Fahrradabstellanlagen und das resolute Vorgehen der Stadt gegen die „Umklammerung des Bahnhofsvorplatzes durch schrottreife Fahrräder“. Die Jury schreibt: „Vor der schönen Sandsteinfassade ist ein harmonisch orchestrierter Platz entstanden, wo Reisende unter Palmen entspannt auf den nächsten Zug warten können“. Zugleich erfreute sich die Jury an dem fußgängerfreundlichen Westeingang: „Keine Schmuddelecken, keine schummrigen Unterführungen: In Göttingen scheint hinten und vorne die Sonne.“

Gerd Aschoff, der auch stellvertretender Bundesvorsitzender des Fahrgastverbandes ist, verweist darauf, dass die Allianz pro Schiene den Titel „Bahnhof des Jahres“ in diesem Jahr zum zehnten Mal vergibt. Neben dem Großstadt-Bahnhof Göttingen wird in diesem Jahr Oberursel als Kleinstadtbahnhof prämiert. Für Montag 9. September 2013 ist am Bahnhof Göttingen eine Feier geplant, bei der eine Plakette angebracht wird, die dann dauerhaft an diesen Titel erinnert. Der Fahrgastverband PRO BAHN, der Gründungsmitglied der „Allianz pro Schiene“ ist, sieht in dem Titel die Herausforderung an Bahn und Stadt, den Bahnhof und sein Umfeld dauerhaft zu pflegen und den Betrieb weiter zu verbessern. Die Deutsche Bahn investiert momentan einen zweistelligen Millionenbetrag in die Stationen im Umkreis von Göttingen, darunter Northeim, Salzderhelden, Seesen und Kreiensen.

Göttingen ist seit Herbst 2012 übrigens auch „Bahncard-Hauptstadt“ Deutschlands. 24 Prozent aller Bewohner der Stadt besitzen eine Bahncard. Nirgendwo sind es mehr.


13.05.2013

Fahrgastverband fordert ernsthaft Busförderung


Enttäuscht und verärgert reagiert der Fahrgastverband PRO BAHN auf die mangelnde Bereitschaft der Ratsfraktionen, sich mit der Vervollständigung des Innenstadt-Busrings auseinanderzusetzen. Nach der Installation elektronischer Anzeigen an den Innenstadt-Haltestellen und dem Umbau der Haltestelle am Carree hatte PRO BAHN Ende September 2012 versucht, die Stadt auf den nicht hinnehmbaren Zustand der Haltestelle Jüdenstraße (Bekleidungshaus Fleischmann) zu lenken. Der Platz für die zahlreichen Umsteige-Fahrgäste reicht einfach nicht aus. Während Stadtbaurat Thomas Dienberg umgehend per Brief antwortete kam aus den angeschriebenen Fraktionen leider keine Reaktion. PRO BAHN-Regionalvorsitzender Gerd Aschoff: „Darüber können wir unsere Enttäuschung nicht verbergen.“ Wenigstens den Missstand sollten die Ratsfraktionen zur Kenntnis nehmen, wenn sie schon nicht für Abhilfe schaffen. Nach einer Erinnerung haben CDU und FDP inzwischen reagiert.

PRO BAHN protestiert dagegen, dass eben diese Haltestelle Jüdenstraße jede Woche als Müllcontainer-Stellplatz missbraucht wird. Dann gebe es für die täglich 6000 Fahrgäste überhaupt kein Durchkommen mehr. Aschoff: „Dieser Missbrauch der Haltestelle ist ein Sinnbild für die stiefmütterliche Behandlung des Stadtbusverkehrs, dem die nötigen Zuschüssen verweigert wird.“ Offenbar reiche es nur noch für Sonntagsreden mit schönfärberischen Worten. „Eine ehrliche Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Verkehr sieht anders aus“, kritisiert PRO BAHN. Der Fahrgastverband warnte davor, im kurz bevor stehenden Beschluss über den Nahverkehrsplan die Täuschung der Öffentlichkeit über den wahren Zustand des Stadtbusverkehrs fortzusetzen, dem für Mitte August Angebotskürzungen bevorstehen.


17.04.2013

PRO BAHN fordert Konzept gegen Gewalt

Der Fahrgastverband PRO BAHN wendet sich entschieden gegen den Eindruck, der gewalttätige Angriff eines alkoholisierten Schlägers auf einen Stadtbus-Fahrer sei nur ein Einzelfall, dem wenig Beachtung geschenkt werden müsse. „Tatsächlich weiß jeder Zeitungsleser aus dem Polizeibericht, dass es immer wieder zu derartigen Taten kommt“, erklärte der PRO BAHN-Regionalvorsitzende Gerd Aschoff. Auch unterschätze die verharmlosende Bewertung der Göttinger Verkehrsbetriebe die problematische Lage an so mancher Haltestelle, an der sich viele Fahrgäste im Dunkeln nicht aufhalten wollen. Nicht zuletzt liefen nicht nur die Busfahrer, sondern auch Fahrgäste Gefahr, Opfer von gewalttätigen Attacken zu werden.

Aschoff, selbst schon einmal Zeuge, wie ein Schläger eine Busscheibe zertrümmerte: „Die Göttinger Verkehrsbetriebe und die Stadt Göttingen als Aufgabenträger müssen sich der Sicherheit im Öffentlichen Verkehr aktiv annehmen und ein Konzept erstellen, wie der Gewalt begegnet werden kann.“ PRO BAHN verweist dabei auf den Nahverkehrsplan, der im Juni vom Rat der Stadt verabschiedet wird. „Die Politik hat es also selber in der Hand, gegen Gewalt einzutreten.“

PRO BAHN selbst hat übrigens aus der generellen Entwicklung auf Bundesebene bereits die Konsequenzen gezogen und startet zusammen mit dem Fond für soziale Sicherung und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG ein auf drei Jahre angelegtes Projekt zur Sicherheit im öffentlichen Verkehr, informierte Aschoff, der zugleich stellvertretender Bundesvorsitzender seines Verbandes ist.

Wir erlauben uns, dieser Presseinformation eine aktuelle Broschüre der „Allianz pro Schiene“ zum Thema beizufügen. Das ist die beste Veröffentlichung auf dem Markt.


11.03.2013
Gerd Aschoff im PRO BAHN-Bundesvorstand

Gerd Aschoff (Göttingen) ist am vergangenen Wochenende im Bochum zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden im Fahrgastverband PRO BAHN gewählt worden. Der 57-jährige Journalist erhielt 38 von 46 Delegiertenstimmen. Er ist langjähriger PRO BAHN-Regionalvorsitzender in Südniedersachsen und gehört auch dem Landesvorstand an. Zu seinen Aufgaben im fünfköpfigen Vorstand, dem der Augsburger Jörg Bruchertseifer vorsteht, gehören die inhaltliche Schwerpunktsetzung, der Austausch mit den verkehrspolitisch Verantwortlichen und der Kontakt mit der Bahn und den anderen Verkehrsunternehmen.

Als einen Schwerpunkt der Verbandsarbeit bezeichnete Aschoff die gravierende Unterfinanzierung des öffentlichen Verkehrs und ihrer Infrastruktur auf allen Ebenen. „Die Politik muss endlich handeln und der Gefahr begegnen, dass der öffentliche Verkehr Anteile verliert. Kritik übte Aschoff auch an der mangelnden Information der Fahrgäste während einer Bahnreise. Die Durchgängigkeit einer Reisekette finde immer noch viel zu wenig Beachtung bei Politik, Planungsbüros und Verkehrsbetrieben, so dass Fahrgäste häufig unter verpassten Anschlüssen, nicht aufeinander abgestimmten Tarifsystemen und fehlenden Verbindungen zwischen einzelnen Liniennetzen leiden. Aschoff: Eine Alternative zum Auto sind Busse und Bahnen nur, wenn die Reisekette rundherum funktioniert.

Die PRO BAHN-Delegierten appellierten in Bochum erneut an die Politik und die Bahnverantwortlichen, das umstrittene Projekt „S 21“ endlich zu beenden.

22.02.2013
PRO BAHN bestätigt Regionalvorstand

Der Fahrgastverband PRO BAHN hat auf seiner diesjährigen Jahreshauptversammlung den Regionalvorstand für Südniedersachsen einstimmig bestätigt. Vorsitzender bleibt in den kommenden zwei Jahren der Göttinger Journalist Gerd Aschoff. Als Stellvertreter wurden Peter Behrend (Göttingen) und Marco Schumm (Northeim) bestätigt. Zum Vorstand gehören außerdem Tobias Kreitz (Hardegsen), Michael Reinboth (Walkenried) und Gisela Tambour (Göttingen). Aschoff führt den PRO BAHN-Regionalverband bereits seit 1985 und ist zugleich stellvertretender Landesvorsitzender des Fahrgastverbandes.

Bei der Festlegung des Arbeitsprogramms spielte neben dem Schienenverkehr auf allen Ebenen das Liniennetz der Göttinger Stadtbusse eine besondere Rolle. PRO BAHN erinnert die politischen Entscheidungsträger in der Stadt an ihre Verantwortung für die öffentliche Daseinsvorsorge und warnte mit Nachdruck vor Kürzungen im Stadtbusangebot.

„Die Göttinger Verkehrsbetriebe haben in den zurückliegenden Jahren auf Druck der Politik spürbare Einschnitte bei ihren Beschäftigten vorgenommen und die Fahrpreiserhöhungen bis zum Äußersten ausgereizt. Jetzt ist es Aufgabe der öffentlichen Hand, diese Anstrengungen zu honorieren und den Bestand des Angebots langfristig zu garantieren“, erklärte Aschoff. Andernfalls mache es keinen Sinn, neue Nahverkehrspläne mit langen Wunschlisten aufzustellen, wenn in der Realität das Angebot zurück gefahren werde.



02.02.2013
PRO BAHN fordert Fahrgastrechte auch im Fernbus
Der Fahrgastverband PRO BAHN sieht in der Liberalisierung des Fernbusverkehrs zum 1. Januar 2013 keine großen Verbesserungen des Angebots. Der Göttinger Regionalvorsitzende Gerd Aschoff verweist auf die derzeit gültigen Fahrpläne mit einigen wenigen Verbindungen nach Berlin und auf den Balkan, die schon bisher in Göttingen vorhanden waren. Und statt neuer Verbindungen wurde erst kürzlich ein neues Angebot beendet: „Ausgerechnet kurz vor der Gesetzesnovelle hat der Ende 2009 gestartete Autobahnexpress zwischen Göttingen und Leipzig im März 2012 seinen Betrieb wieder eingestellt“, kritisiert PRO BAHN.

Für Göttingen und das Land Niedersachsen sei im Moment noch gar nicht absehbar, ob es in den nächsten Monaten und Jahren überhaupt zu neuen Fernbus-Angeboten kommen werde. Aschoff, der auch stellvertretender PRO BAHN-Landesvorsitzender ist, sagte hierzu: „Die Erfahrungen aus Süddeutschland sprechen eher dafür, dass neue Bus-Anbieter trotz günstiger Preise mit einer zu niedrigen Auslastung zu kämpfen haben.“ Das unternehmerische Risiko könne deshalb nur von großen Unternehmen getragen werden. Der Mittelstand werde wenig Nutzen von der Liberalisierung haben. PRO BAHN regiert damit auf eine Erklärung des FDP-Bundestagsabgeordneten Lutz Knopek, der in der Gesetzesnovelle eine sichtbare Verbesserung des Angebots gesehen hatte.

Die Forderung nach Verlässlichkeit der Fernbusfahrpläne stehe deshalb auch im Fokus des Fahrgastverbandes. „Es muss sicher gestellt werden, dass neue Angebote für eine vorher erkennbare Fahrplanperiode gültig sind und nicht Knall auf Fall wieder eingestellt werden“, forderte Aschoff. Weitere Forderungen an den Fernbusverkehr sind aus Fahrgastsicht eine unternehmensunabhängige Fahrplanauskunft, die Anzeige aktueller Fahrplandaten an allen Haltestellen und die Sicherung von Fahrgastrechten im Falle von Verspätungen und Anschlussverlusten auf dem Mindeststandard der Bahn. Solange nicht alle Fahrzeuge vollständig barrierefrei sind, sei es zudem unumgänglich, dass die Fernbusse in vorher bekannten Abständen an behindertengerechten Toiletten anhalten. Zudem müsse der Fernbus die Kosten der Straßeninfrastruktur tragen.


25.01.2013
PRO BAHN bedauert Pleite des Bus-Semestertickets
Der Fahrgastverband PRO BAHN bedauert die Ablehnung des Bus-Semester-Tickets an der Universität Göttingen. „Die Pleite ist aber absehbar gewesen“, kritisierte der Regionalvorsitzende Gerd Aschoff, „weil die Begrenzung auf den Stadtbusbereich für die Studierenden einfach nicht attraktiv genug ist.“

Das Einzugsgebiet hätte auf die Busse im Verkehrsverbund Südniedersachsen (VSN) ausgeweitet werden müssen, mit denen die Umlandgemeinden zu erreichen sind. Die dort vergleichsweise niedrigen Mieten hätten in Kombination mit einer besseren Erreichbarkeit zu einer Entspannung des Wohnungsmarktes im Bereich der Kernstadt beitragen können, erklärte PRO BAHN.

Da aber weder der AStA noch die Verkehrsbetriebe auf das Drängen von PRO
BAHN eingegangen seien, sei die Ablehnung des Bus-Tickets in einer Urabstimmung an der Universität Göttingen letztlich nur folgerichtig gewesen. Ein neuer Anlauf sei nun in absehbarer Zeit auch dann zum Scheitern verurteilt, wenn der AStA endlich den Verkehrverbund Südniedersachsen zur Kenntnis nehmen.


22.01.2013
PRO BAHN startet Aktion zum „Bahnhof des Jahres“
Der Fahrgastverband PRO BAHN startet in diesen Tagen eine Publikumsaktion zum Bahnhof des Jahres 2013. Der Regionalvorsitzende Gerd Aschoff fordert die Bevölkerung und die am Bahnverkehr interessierten Institutionen in Politik und Wirtschaft auf, für Göttingen zu stimmen. Der hiesige Bahnhof habe nach vielen Verbesserungen im Gebäude selbst und im Umfeld „einen hervorragenden Standard erreicht, für den uns andere zu Recht beneiden.“

Nach der energetischen Sanierung des Gebäudes sowie dem Einbau von Aufzügen und neuen Wartebereichen an den ICE-Bahnsteigen hebt der Fahrgastverband die 1600 neuen Fahrradständer auf dem Bahnhofsvorplatz hervor. Die Stadt sorge zusammen mit dem Land Niedersachsen mittels neuer Abstellanlagen für deutlich mehr Sicherheit, die vor allem für die Fußgänger von großer Bedeutung sei. PRO BAHN äußerte die Erwartung, dass im Mai des laufenden Jahres nun noch die elektronischen Anzeigen auf dem Busbahnhof (ZOB) erneuert werden.

Jährlich ermittelt die „Allianz pro Schiene“ in Berlin Deutschlands „Bahnhof des Jahres“. Je mehr Einsendungen für den Bahnhof Göttingen eintreffen desto größer ist die Chance auf den Siegertitel, der in einer Schlussphase von einer Fachjury ermittelt wird. Voten können auf http://www.allianz-pro-schiene.de/bahnhof-des-jahres/ und per Post an Allianz pro Schiene e.V., Reinhardtstr. 18, 10117 Berlin eingeschickt werden. PRO BAHN-Flyer informieren über die Aktion.

Der Aufruf für den Bahnhof Göttingen steht im Zusammenhang mit der diesjährigen niedersächsischen PRO BAHN-Landesversammlung, die am 6. April 2013 in Göttingen ausgerichtet wird. Seit Beginn des Jahres ist der Bahnhof Göttingen auch Tagungsort des PRO BAHN-Bundesausschusses, dem der Bundesvorstand und die Vertreter der Landesverbände und Fachgruppen angehören.

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