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PRO BAHN überreicht Minister Lies den "ersten Meter" reaktivierte Bahnstrecke
(Göttingen) Heute hat der
niedersächsische Verkehrsminister Olaf
Lies Landesversammlung dem
Fahrgastverband PRO BAHN seinen Besuch
abgestattet. Auf seiner ersten
bahnpolitischen Rede skizzierte Lies den
festen Entschluss der Landesregierung,
die Förderung der Verkehrsträger zu
Gunsten der Schiene zu beeinflussen. So
wird die bisherige
Fördermittelverteilung Schiene/Straße
von 40/60 Prozent auf 60/40 Prozent
umgekehrt. Die von PRO BAHN
stellvertretend für sämtliche
Reaktivierungsbemühungen ausgezeichneten
Projekte Bad Bentheim - Nordhorn und
Esens - Bensersiel bezeichnete der
Minister als sehr aussichtsreich,
genauere Aussagen zur Reaktivierbarkeit
aller in Frage kommenden Strecken
erwarte er nach Vorlage eines Gutachtens
der Landesnahverkehrsgesellschaft Ende
Juni. Er verstehe seine Aufgabe darin,
für Reaktivierungsprojekte Lösungen zu
suchen und nicht Verhinderungsgründe zu
benennen. Der Vortrag des Ministers
wurde immer wieder von Beifall der 50
anwesenden PRO BAHN-Mitglieder und ihrer
Gäste aus der Region und der
niedersächsischen Eisenbahnszene
unterbrochen. Im Anschluss formulierte
die Versammlung eine
Resolution, mit der sie neue Impulse
für die Bahnpolitik in Niedersachsen
fordert. Weitere Berichte zur
Landesversammlung finden sie hier:
Der Fernsehbericht von N3 in Hallo Niedersachsen vom 06.04.13 ist hier verlinkt. Die Begrüßungsrede des Landesvorsitzenden Björn Gryschka finden Sie hier.
Verkehrsminister Olaf
Lies bei PRO BAHN zu Gast
Der
Fahrgastverband PRO BAHN Niedersachsen
hat am Samstag den neuen
Niedersächsischen Wirtschafts-, Arbeits-
und Verkehrsminister Olaf Lies auf
seiner Landesversammlung in Göttingen zu
Gast. PRO BAHN-Landesvorsitzender Björn
Gryschka aus Bad Salzdetfurth erwartet
zum einen gespannt die erste
bahnpolitische Rede des Ministers. "Wir
wollen dem Minister zum anderen aber
auch unsere Erwartung ausdrücken, dass
wir von der Landesregierung neue Impulse
im Schienenverkehr erwarten. Das
bedeutet vor allem eine Überprüfung, wo
die Aufgabenteilung zwischen Bus und
Bahn effizientere Schnittstellen
bekommen sollte. Manche Kreisstadt in
Niedersachsen ist noch immer ohne
Bahnanschluss. Unser Ziel ist deshalb
eine erste Streckenreaktivierung in der
begonnenen Legislaturperiode", so
Gryschka.
Entscheidend ist dabei
aus Sicht von PRO BAHN, dass
Reaktivierungen nicht zu Lasten
bestehender Strecken gehen dürfen. "Wir
begrüßen deshalb ausdrücklich, dass die
Landesregierung laut Koalitionsvertrag
über 30 Millionen Euro jährlich
zusätzlich im Bereich Schiene zur
Verfügung stellen will", sagt Gryschka.
PRO BAHN hatte bereits 2012 mit dem
Fahrgastpreis
lokale Initiativen gewürdigt, die mit
teils erheblichem Mitteleinsatz in
Vorleistung für „ihre Bahn“ getreten
sind. "Auf diese Initiativen muss nun
politisch offener als bisher zugegangen
werden", wünscht sich Gryschka.
09.03.2013
Gerd Aschoff zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden von PRO BAHN gewählt
Knapp ein Jahr nach dem Ausscheiden von Ulrich Grunert zieht wieder ein Niedersachse in den PRO BAHN-Bundesvorstand ein. Zum neuen stellvertretenden PRO BAHN-Bundesvorsitzenden wurde beim heutigen Bundesverbandstag in Bochum Gerd Aschoff aus Göttingen gewählt.
07.03.2013
Bodenburg und Bad Salzdetfurth von der Bahnwelt abgeschnitten?
"Offenbar liegt hier derzeit ein Programmierungsfehler vor; das ist uns in dieser Ausprägung mit Angabe einer imaginären Busliniennummer, die nichts mit der Strecke zu tun hat, aber noch nie begegnet", sagt Björn Gryschka von PRO BAHN, der sich als Bodenburger derzeit auch persönlich betroffen fühlt. "Was tun denn Fahrgäste, die sich jetzt und bis zur Behebung des Fehlers auf die Auskunft verlassen, auf dem Hildesheimer ZOB nach dem Bus 106 suchen und dann natürlich die Nordwestbahn an Gleis 1 verpassen? Erhalten sie für die eintretende Verspätung bis zur nächsten Zugfahrt eine Entschädigung?" fragt Gryschka. "Noch wichtiger: Muss der Fahrgast, der eine Fahrkarte von Hannover nach Bodenburg online kaufen wollte und - nur im "Kleingedruckten" ersichtlich - nur eine Fahrkarte bis Hildesheim erhalten hat, etwa bei der NWB 40 Euro bezahlen, weil er für die NWB keine Fahrkarte hat?"
Die Nordwestbahn hat leider trotz mehrfachem telefonischen Kontakt am 07.03.13 nicht reagiert. Es sollte wohl im Interesse der Nordwestbahn liegen, dass die Fahrgäste Verbindungen mit ihren Zügen, und, aufgrund einiger Vorfälle wegen unbeabsichtigtem Schwarzfahrens noch wichtiger, (durchgehende) Fahrkarten erhalten. "Auch wenn es sich um das Internetangebot der Deutschen Bahn handelt, so ist dies doch offizieller Vertriebsweg für die NWB, an dessen korrekter Funktion ein engagierteres Interesse vorhanden sein sollte", zeigt sich Gryschka von den bisherigen Osnabrücker Aktivitäten enttäuscht. Auch die DB selbst als Betreiber der Seite hat noch nicht reagiert. Da PRO BAHN ganz aktuell zahlreiche Fahrgäste in der Region Hildesheim von dem Problem - mit ungewisser Dauer - betroffen sieht, ist es für PRO BAHN im Interesse der Fahrgäste geboten, die Öffentlichkeit hierüber zu informieren, da der Mangel auch nach drei Tagen noch nicht abgestellt wurde, wie die beigefügten Screenshots belegen.
26.01.2013
Niedersachsen: Große und kleine Fortschritte im Bahnverkehr 2012
Im Jahr 2012 gab es viel Bewegung in der niedersächsischen
Bahninfrastruktur.
Bei der Y-Trassen-Diskussion erreichten die Baugegner aus der Heide
gemeinsam mit PRO BAHN, dass die DB jetzt ergebnisoffen über die ideale
Verbindung der Nordseehäfen mit dem Hinterland diskutiert. Die geplante
ICE-Strecke für 300 km/h Höchstgeschwindigkeit ist längst "out" - weder
werden für diese Geschwindigkeit noch Fahrzeuge gebaut, noch hilft diese
ursprüngliche Planung den Fahrgästen im Nahverkehr und dem Güterverkehr.
Stattdessen sind mehrere Varianten vom Ausbau bestehender Strecken bis
zu Neubaugüterstrecken in der Untersuchung. Und die für den Güterverkehr
wichtige Uelzener Kurve auf der Strecke Stendal - Hamburg hatte sogar
schon Baubeginn.
Ein anderes Infrastrukturprojekt wurde nach einem der längsten
Schienenersatzverkehre Deutschlands endlich fast abgeschlossen - der
zweigleisige Ausbau Oldenburg - Wilhelmshaven. Und hier zeigt sich
wieder, welche Erfolge PRO BAHN in der Region für die Fahrgäste erzielen
kann. Als die neue Strecke in Betrieb ging, hielten die Nordwestbahnzüge
plötzlich nicht mehr am barrierefreien Bahnsteig 1. Obwohl die
Streckengeschwindigkeit erhöht worden war, konnten sie das Gleis 1 in Varel
angeblich aus Zeitgründen nicht mehr anfahren. Innerhalb von 6 Wochen
konnte PRO BAHN mit Demonstrationen, Medieninterviews und Unterstützung
von Landtagsabgeordneten, Landräten und Bürgermeistern die Aufhebung
dieser fahrgastunfreundlichen Regelung erreichen.
Und schließlich ging die ICE-Strecke Hildesheim - Braunschweig
zweigleisig in Betrieb. Nahverkehrsfahrgäste müssen wegen falscher
Weichenstellungen in der Region Braunschweig allerdings noch drei
weitere Jahre auf bessere Verbindungen warten.
Niedersachsen bekommt im Vergleich der Bundesländer eines der
vielfältigsten Bahnangebote. Durch konsequente Wettbewerbspolitik und
die stetige Vergrößerung des Fahrzeugpools - mittlerweile wird in der
Region Braunschweig ein zweiter Pool aufgebaut - konnten für zahlreiche
neue Unternehmen wie Nordwestbahn, metronom oder erixx attraktive
Bedingungen geschaffen werden - und davon profitieren die Fahrgäste in
weiten Landesteilen durch neue Fahrzeuge und verdichtete Fahrpläne. Im
Gebiet der Landesnahverkehrsgesellschaft haben allein diese Unternehmen
zusammen ab 2014 einen deutlich höheren Reisendenkilometeranteil als der
größte Anbieter, DB Regio.
Von der neuen niedersächsischen Landesregierung erwartet PRO BAHN neue
Impulse. So können mit engagierter Förderung des Landes
vielversprechende Bahnstrecken reaktiviert werden. Die Strecke Esens -
Bensersiel im Tourismusverkehr und der Wiederanschluss der Kreisstadt
Nordhorn wurden von PRO BAHN beim Bundesverbandstag 2012 in Bad
Salzdetfurth stellvertretend für die niedersächsischen
Reaktivierungsprojekte ausgezeichnet.
04.04.2012
PRO BAHN Niedersachsen vergibt den Goldenen Schienennagel
Bad
Salzdetfurth. Der Landesverband
Niedersachsen von PRO BAHN hat erstmals
den "Goldenen Schienennagel" verliehen:
Für seine langjährigen und einzigartigen
Verdienste um den Gesamtverband PRO BAHN, die immer wieder auch in
Niedersachsen Türen geöffnet haben,
erhielt der Bundesvorsitzende Karl-Peter
Naumann aus Hamburg den "Goldenen
Schienennagel". Der Preis wurde seit
1997 bisher immer als Silberner
Schienennagel an Institutionen und
Persönlichkeiten verliehen, die sich um
die niedersächsischen Fahrgäste verdient
gemacht haben. Sinn des "Silbernen
Schienennagels" sei es, sagte der
Landesvorsitzende Björn Gryschka in
seiner Laudatio vor den zahlreichen
Gästen des Bundesverbandstages, die
Preisträger auch zu motivieren, sich
weiterhin und noch stärker zu
engagieren, um dann den Goldenen
Schienennagel zu erhalten. Dieses
Ziel habe nun - am letzten Tag seines
16-jährigen Bundesvorsitzes - Karl-Peter
Naumann als erster erreicht.Die vollständige Rede des Landesvorsitzenden finden Sie hier.
28.03.2012
PRO BAHN zeichnet Bahnchef und Reaktivierungsprojekte in Niedersachsen aus
(Bad
Salzdetfurth) Der Fahrgastverband PRO
BAHN hat die diesjährigen Fahrgastpreise
anlässlich seines Bundesverbandstages in
Bad Salzdetfurth am vergangenen Freitag
verliehen. Unter anderem wurden Dr.
Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der
Deutschen Bahn AG, für die Rückkehr der
Deutschen Bahn zum „Brot- und
Buttergeschäft“, Dr. Wolf Gorka, ehem.
Geschäftsführer der LNVG, für die
Schaffung des niedersächsischen
Fahrzeugpools sowie die
niedersächsischen Reaktivierungsprojekte
ausgezeichnet.
Der
Wechsel an der Spitze der Deutschen Bahn
von Hartmut Mehdorn zu Dr. Rüdiger Grube
hat das Verhältnis der DB zum
Fahrgastverband PRO BAHN deutlich
verbessert. Überzog sein Vorgänger den
Fahrgastverband noch mit Klagen, so
setzt der aktuelle Bahnchef deutlich auf
Dialog und die „Erledigung seiner
Hausaufgaben“, wie es PRO BAHN-Chef
Naumann formulierte. Dr. Wolf Gorka hat durch den Aufbau des niedersächsischen Fahrzeugpools in den vergangenen 10 Jahren erst die Voraussetzungen dafür geschaffen, den höchsten Wettbewerbsanteil aller Bundesländer zu erzielen. Ohne Fahrzeugpool hätten kleinere Unternehmen wie die eurobahn oder neue Bahnen wie metronom keine Chancen auf einen erfolgreichen Markteintritt gehabt, sagte Naumann.
Der
Landesvorsitzende Björn Gryschka
zeichnete schließlich zwei
Reaktivierungsprojekte von derzeit
stillliegenden Bahnstrecken aus. Der
Landkreis Grafschaft Bentheim sowie der
Wirtschaftsförderkreis Harlingerland
bemühten sich in besonderer Weise um die
Reaktivierung ihrer Bahnstrecken. So
unterstütze der Landkreis Grafschaft
Bentheim für die Strecke Bad Bentheim –
Nordhorn Ausbaumaßnahmen, organisiere
Sonderfahrten und beauftrage Studien.
Üblich für einen
Wirtschaftsförderungskreis sei die
Beschäftigung mit Existenzgründungen und
Ausbildungsfragen, ungewöhnlich hingegen
die Gründung einer Arbeitsgruppe für die
Reaktivierung einer Bahnstrecke. Auch
hier werde mit Gutachten versucht zu
belegen, dass eine Reaktivierung der
Strecke Esens – Bensersiel
volkswirtschaftlich sinnvoll sei, um die
Fahrgäste künftig direkt mit dem Zug an
den Nordseehafen zu fahren. Gryschka betonte in seiner Rede aber auch, dass die Reaktivierung von Strecken nicht zu Lasten bestehender Bahnstrecken gehen dürfe. Hier sei die Landespolitik gefordert, für zusätzliche Strecken zusätzliche Gelder, z. B. aus dem vollen Einsatz der Regionalisierungsmittel für Bahnstrecken statt für Schülerbeförderungszwecke, einzusetzen. „Eine Kannibalisierung der Bahnstrecken untereinander lehnen wir ab“, so Gryschka.
PRO BAHN verleiht Fahrgastpreis an Reaktivierungsprojekte
Bad
Salzdetfurth. Anlässlich des
diesjährigen Pro
Bahn-Bundesverbandstages in Bad
Salzdetfurth hat der Fahrgastverband Pro
Bahn Fahrgastpreise u. a. an Dr.
Wolf-Rüdiger Gorka, ehemaliger
Geschäftsführer der
Landesnahverkehrsgesellschaft, für die
Idee des
niedersächsischen
Fahrzeugpools sowie an den Landkreis
Grafschaft
Bentheim (Strecke Bad
Bentheim - Nordhorn) und den
Wirtschaftsförderkreis Harlingerland
e.V. (Strecke Esens - Bensersiel),
stellvertretend für die
Reaktivierungsdiskussion in
Niedersachsen,
verliehen. Symbolisch
überreichte der Landesvorsitzende Björn
Gryschka
beiden Initiativen ein
erstes Stück Schiene. Die Rede des
Landesvorsitzenden ist
hier
nachzulesen.
Der Fahrgastverband PRO BAHN verleiht die Fahrgastpreise 2012
Anlässlich
seines 30. Bundesverbandstages verleiht
der Fahrgastverband PRO BAHN am
23.03.2012 im niedersächsischen Bad
Salzdetfurth seine diesjährigen
Fahrgastpreise für
das Jahr 2012. In
diesem Jahr werden Persönlichkeiten
ausgezeichnet, die sich in
besonderer
Art für den öffentlichen Verkehr auf
Schiene und Straße einsetzen oder
eingesetzt haben. Auch heute prägen
Menschen das System des Öffentlichen
Verkehrs.
Der Fahrgastverband PRO
BAHN zeichnet jetzt zum 7. Mal Personen
aus, die engagiert
dafür arbeiten,
dass der ÖV attraktiver wird und dass
die Menschen kommen.
Im Alltag müssen
wir als Fahrgastverband aber immer
wieder Realitäten sehen, die
Menschen
eher davon abhalten, Bahn und Bus zu
nutzen. Sie sind vielfach ein Zeichen
von
Gedankenlosigkeit uns Fahrgästen
gegenüber, erklärt der noch amtierende
Bundesvorsitzende Karl Peter Naumann.
Vielfach können aber auch zu viele
Bestimmungen und Regeln den
(potentiellen) Kunden abhalten, den
öffentlichen Verkehr
zu benutzen.
Der Fahrgast
empfindet häufig anders, als die
Unternehmen denken. Der unerfahrene
(NochNicht)Kunde noch mehr.
Der Fahrgast ist
ein Kunde,
• der umworben sein will,
• der sich wohlfühlen will,
• der
durchaus bereit ist, sich einen
Fahrschein zu kaufen.
Wir Fahrgäste
brauchen in den Verkehrsbetrieben und
Bestellerorganisationen Menschen
•
die für uns da sind,
• die sich um
unsere Belange kümmern,
• die uns
verstehen (wollen).
Aus diesem Grund erhalten in diesem Jahr unsere Fahrgastpreise:
Dr.
Wolf Gorka (ehemaliger Chef der
LNVG, Niedersachsen)
Für seine
Impulse im Wettbewerb – dem landesweiten
Fahrzeugpool
Dr.
Rüdiger Grube
(Vorstandsvorsitzender der Deutsche Bahn
AG)
Für die Wiederentdeckung des Brot
und Butter Geschäfts bei der Deutschen
Bahn
Michael
Holzhey
Der mit seiner
KCWBeratungsgesellschaft immer das Salz
in der Suppe ist
Dr.
Dieter Ludwig (ehemaliger Chef der AVG,
Karlsruhe)
Für sein
Lebenswerk – der 2SystemStadtbahn
Karlsruhe
Gerd
Tucholka (Bahnhofsmanager der
Deutschen Bahn)
Für sein geniales
Bahnhofsmanagement in und um Gera
Bernhard
Wewers und Hans Leister
(Sprecher der Initiative Deutschland –
Takt)
Für ihr Engagement für einen
Deutschland Takt
Der ebenfalls
jährlich vergebene regionale Preis wird
an niedersächsische Institutionen
vergeben, die sich für die Reaktivierung
ihrer Bahnstrecken für den
Personenverkehr
einsetzen:
Der Landkreis
Grafschaft Bentheim und der
Wirtschaftsförderkreis Harlingerland
e.V.
für die Reaktivierungsbemühungen
im SPNV auf den Bahnstrecken Bad
Bentheim –
Nordhorn und Esens
Bensersiel,stellvertretend für die
Reaktivierungsdiskussion in
Niedersachsen.
Der DB Vorstandsvorsitzende Dr. Grube wird nach der Preisverleihung einen Vortrag zu seinen Gedanken des Brot und Buttergeschäfts bei der Deutschen Bahn halten.
Streckenreaktivierungen in Niedersachsen - PRO BAHN nimmt an Ausschussanhörung teil
Am 27.01.2012 fand im Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr des nds. Landtags eine öffentliche Anhörung zum Antrag der Fraktion B 90/Grüne "Bahninfrastruktur für die Zukunft sichern" statt. Neben der LNVG, dem ZGB, dem VDV und der DB Netz AG wurde auch PRO BAHN zu diesem
Thema angehört. Die vom Landesvorsitzenden Björn Gryschka gehaltene Präsentation ist hier verfügbar.
PRO BAHN ist es wichtig zu betonen, dass es in Niedersachsen bei einer politischen Entscheidung für die Reaktivierung einer Bahnstrecke darauf
ankommt, die Investitionen und insbesondere die dauerhaften Betriebskosten (Bestellerentgelte) aus *zusätzlichen *Landesmitteln
sicherzustellen. Das ist entscheidend, um mögliche "Kannibalisierungseffekte" bei einer Abwägung von Zugbestellungen aufneuen "starken" Strecken gegenüber bestehenden "schwachen" Strecken zu verhindern. Es darf keine "Streckenopfer" bei dieser Diskussion geben. PRO BAHN ist überzeugt, dass noch mehr als bisher daran gesetzt werden muss, vorhandene "schwache" Strecken zu stärken, in dem z. B. stärker als bisher die sinnvolle Verknüpfung von Bus- und SPNV-Linien
vorangebracht wird, statt Busparallelverkehr weiter bestehen zu lassen. Das erfolgreiche Pilotprojekt Lammetalbahn im Landkreis Hildesheim zeigt
seit 8 Jahren den Erfolg, wenn diese Umstrukturierung konsequent umgesetzt wird.
Welche finanziellen Möglichkeiten für das Land Niedersachsen bestehen, hat u. a. der VDV in seinem Beitrag aufgezeigt, z. B. der Ersatz von bisherigen Landesmitteln in der Schülerbeförderung durch Regionalisierungsmittel im Umfang von über 80 Mio. Euro jährlich; Geld, das dem SPNV in Niedersachsen zu Gute kommen könnte.
Kurzfristig war auch eine Delegation aus dem Landkreis Grafschaft Bentheim eingeladen worden, die unter Führung des Landrates Kethorn engagiert die Perspektiven der bisher SPNV-freien Bahnstrecke Bad Bentheim - Nordhorn sowie die Vorleistungen der Region vorstellte. Unter der Überschrift "Starker Auftritt für den Bahnanschluss - Ein kleiner Landkreis im äußersten Westen Niedersachsens zeigt Entschlossenheit" berichteten die "Grafschafter Nachrichten" am Samstag ausführlich darüber (/Artikel online nicht verfügbar/).



