Aktuell

02.06.2016 25 Jahre ICE-Strecken - Jubiläum ohne Feier
04.05.2016 PRO BAHN bestreitet Notwendigkeit von Zugstreichungen im Leinetal - unabhängige
                      Dokumentation

11.04.2016 PRO BAHN empört: Region Hildesheim soll übermäßige Auswirkungen der ICE-
                      Streckensperrung ertragen

03.11.2015 Pro Bahn: Dialogforum schafft Basis für Norddeutschlands Bahnzukunft
15.06.2015 Resolution: Bahnstrecken in der Region Braunschweig reaktivieren!
03.05.2015 Bahnstreik: Tipps für Fahrgäste in Niedersachsen
21.03.2015 Endlich Bahn frei!
18.03.2015 Verkehrsminister Olaf Lies erläutert Streckenreaktivierungen
                     Besuch beim Fahrgastverband Pro Bahn Niedersachsen

18.02.2015 Bahnstreik: Tipps für Fahrgäste in Niedersachsen

Archiv

02.06.2016

25 Jahre ICE-Strecken - Jubiläum ohne Feier
           
 
Am 2. Juni 1991, genau vor 25 Jahren, begann in Niedersachsen der Hochgeschwindigkeitsverkehr. Die damalige Deutsche Bundesbahn nahm nach rund 15 Jahren Bauzeit die Schnellfahrstrecke Hannover - Göttingen - Würzburg mit einer Abzweigung nach Hildesheim und Braunschweig in Betrieb. Gleichzeitig wurde die erste ICE-Linie Hamburg - Hannover - Göttingen - Frankfurt über diese Strecke geführt. Der Streckenast nach Hildesheim und Braunschweig erhielt zunächst eine Intercity-Linie, die aber die Reisezeiten Richtung Göttingen und Süddeutschland bereits um 30 - 90 Minuten verkürzte. Der historischen Entwicklung, die im Vorjahr zur Wiedervereinigung Deutschlands geführt hatte, war es zudem zu verdanken, dass diese Intercitylinie von Anfang an nach Berlin weitergeführt wurde. Hildesheim und Braunschweig bekamen somit nicht nur die in Zeiten der alten Bundesrepublik geplanten 3 Intercity-Zugpaare in Tagesrandlage nach Süden, sondern eine vollwertige Intercity-Linie im Zweistundentakt von Süddeutschland bis Berlin. Ab 1993 gab es dann die heute bekannte ICE-Linie mit erneut verkürzten Fahrzeiten und mehr Zügen.

"Wie selbstverständlich diese Fahrzeiten für viele Fahrgäste der Region mittlerweile sind, zeigte sich erst im vergangenen April", sagt Björn Gryschka von Pro Bahn, "schlagartig waren wegen der zwei Wochen langen Vollsperrung der ICE-Strecke die Fahrzeiten aus den 80er Jahren wieder zurück." Fahrgäste hätten zu den kurzen Fahrzeiten eines ICE oft keine Alternative: "Mit dem Pkw sind die Fahrzeiten nicht zu halten. Fernpendler müssten ohne ICE umziehen oder eine Zweitwohnung am Arbeitsort nehmen. Die ICEs haben also ganz neue Lebensgewohnheiten ermöglicht."

Vor diesem Hintergrund ist es für Pro Bahn unverständlich, dass dieses besondere Jubiläum nicht von der Deutschen Bahn in der Region gefeiert wird. "Vor 25 Jahren gab es Bahnhofsfeste und Testfahrten in allen ICE-Städten, seither hat der ICE trotz Pannen ein positiv besetztes Image. Jedes Kindergartenkind kennt ihn", meint Gryschka. "Gerade die emotionale Bindung von Kunden an ein Produkt durch posivites Erleben lässt die Kunden über Schwächen hinweg sehen." Warum nicht z. B. wenigstens der neue ICE 4, der in diesen Tagen bereits Testfahrten zwischen Hannover und Göttingen unternimmt, öffentlich an mehreren Bahnhöfen vorgestellt wird, ist für Pro Bahn eine vergebene Chance. "Wie man eine Bahnstrecke heute feiert, zeigt aber in dieser Woche die Schweiz. Dort ist ein gesamtes Land stolz auf seine neue Strecke durch den Gotthard, im Eröffnungszug sitzen durch Los ermittelte Fahrgäste, die Ehrengäste fahren im zweiten Zug hinterher. Etwas mehr Engagement bei einem 25-jährigen Jubiläum hätte die DB sich also leisten dürfen", ist Gryschka gerade beim Blick zum europäischen Nachbarn enttäuscht.


04.05.2016

Pro Bahn bestreitet Notwendigkeit von Zugstreichungen im Leinetal - unabhängige Dokumentation


Die DB Netz AG hat zwischen dem 23.04. und 09.05.2016 rigoros Trassen fahrplanmäßiger Regionalverkehrszüge im Leinetal gestrichen mit der Begründung, dass diese Strecke aufgrund der umgeleiteten ICE-Züge und zahlreicher Güterzüge überlastet sei und keinen Platz für sonst vorrangige Regionalzüge mehr biete. Betroffen sind die S-Bahn Hannover - Hildesheim sowie die Regionalbahnlinien Bad Harzburg - Göttingen und Nordhausen - Göttingen.

Der Fahrgastverband Pro Bahn hat deshalb an den ersten beiden Wochenenden der Maßnahme systematisch die tatsächlich gefahrenen Züge in den Bereichen Kreiensen/Freden, Nordstemmen und Einbeck dokumentiert, siehe Anlage.

In der Analyse hat sich klar herausgestellt, dass zumindest an den Wochenenden die Strecke bei weitem nicht ausgelastet ist. Mit den gewonnenen Daten lässt sich beweisen, dass die Herausnahme mindestens der RB Bad Harzburg – Göttingen im Abschnitt Kreiensen – Göttingen völlig unverhältnismäßig war. Diese Linie hätte den unveränderten Anschluss aus dem Nordharz sowie die Hälfte der schnellen Verbindungen aus dem Südharz nach Göttingen sichergestellt. Zur Verdeutlichung sind in der Dokumentation die fiktiven Trassen orange eingefärbt.

Pro Bahn hat zahlreiche längere Zeiträume ohne Verkehr (in der Tabelle gelb eingefärbt) und selbst Fahrten auf dem Gegengleis mit entsprechender Kapazitätseinschränkung für die Gegenrichtung beobachtet. Wie leistungsfähig die Strecke eigentlich ist, zeigte sich am 01.05.2016, als innerhalb von 65 Minuten 13 Züge Richtung Süden fuhren. Meist waren es aber nur 4 – 7 Züge je Stunde und Richtung.

Dass die Einlegung zusätzlicher Express-S-Bahn-Züge während der Hannover Messe zwischen Hildesheim und Hannover exakt in den Trassen der regulären Züge möglich war, aber ohne dass dies in der Woche vom 02. - 06.05.2016 wiederholt wurde, lässt zusätzlich an objektiven Entscheidungen der DB Netz AG zweifeln.

Der Fahrgastverband Pro Bahn hat sich daher beim Eisenbahnbundesamt sowie der Bundesnetzagentur über die Entscheidungen der DB Netz AG beschwert, da sie unnötig waren und zu Lasten Tausender Fahrgäste gingen.

Hier die von Pro Bahn über längere Zeiträume ermittelten Züge und Fahrzeiten. Für weitere Interpretationen der Tabelle wenden Sie sich bitte an den Landesvorsitzenden Björn Gryschka, Tel. 0175/8280386.


11.04.2016

PRO BAHN empört: Region Hildesheim soll übermäßige Auswirkungen der ICE-Streckensperrung ertragen


PRO BAHN kann nicht abschließend beurteilen, welche Trassen für ICE, metronom, S-Bahn, erixx, Güterzüge in den 17 Tagen der ICE-Streckensperrung Kassel - Hannover zwischen (Göttingen - / Hildesheim - ) - Barnten - Hannover zur Verfügung stehen. Regionalverbandssprecher Björn Gryschka: "Die Situation ist offenbar von der DB gründlich verkorkst worden, weil man schon vor einigen Jahren geplant an das Projekt Schotteraustausch ICE-Strecke hätte herangehen können oder müssen. Das muss weiter aufgearbeitet werden, zunächst gilt es aber, die Auswirkungen für die Fahrgäste der Region Hildesheim, die prozentual von den meisten Zugausfällen bei ICE und S-Bahn betroffen sind, möglichst erträglich zu halten."

Forderungen von PRO BAHN:
- erixx-Züge Bad Harzburg - Hildesheim - Hannover müssen von 6 - 20 Uhr immer dreiteilig, also maximale Länge fahren! Hierzu gibt es ermutigende Signale, erixx prüft das zur Zeit und wird es hoffentlich umsetzen können. Zum Tag der Niedersachsen 2015 in Hildesheim hatte das sehr gut geklappt. Während der Messe hält erixx ohnehin zusätzlich in Hannover Messe/Laatzen, so dass dann ein "schnelles Grundangebot" von Hildesheim bis Messe sichergestellt ist (allerdings zu Spitzenzeiten sicher sehr stark belegt).

- "Express-S-Bahnen" zwischen 6 und 9 Uhr sowie 16 und 19 Uhr während der Messe müssen an allen 17 Sperrtagen fahren!

Es ist nicht einzusehen, warum die Fahrplantrassen an 5 Tagen während der Messe für diese S-Bahnen vorhanden sind, an den anderen Tagen der ICE-Strecken-Sperrung aber nicht. Da dann keine Sonderzüge zur Messe fahren, sind sogar mehr Trassen vorhanden! Warum sollen Hildesheimer Pendler unnötig 17 Tage lang überfüllte Züge im Berufsverkehr ertragen müssen?

- "Express-S-Bahnen" müssen auch in Emmerke halten!

Die S-Bahnen sollen nach DB-Planung 1 Minute später ab Hildesheim Hbf abfahren als planmäßig und 1 Minute früher in Messe ankommen als geplant. PRO BAHN-Forderung: Die Züge fahren 1 Minute früher als planmäßig in Hildesheim ab, somit kann der Zwischenhalt in Emmerke ermöglicht werden und die Emmerker Fahrgäste haben wenigstens ein Grundangebot nach Hannover. Die Strecke von Hildesheim bis Emmerke/Nordstemmen ist von den Engpässen der Nord-Süd-Strecke nicht direkt betroffen.

- "Express-S-Bahnen" auch als Entlastung für Pendler Hildesheim - Hannover Hbf kommunizieren!

Die S-Bahnen fahren offiziell weiter über Messe hinaus nach Hannover Hbf und kommen von dort (nur Zugnummernwechel in Messe) - d. h. sie sind wichtige Entlastung für Berufspendler nach Hannover, die gar nicht zur Messe wollen. Die DB bewirbt sie bisher aber ausdrücklich nur als "Messezüge" zwischen Hildesheim und Hannover Messe.

Während des gesamten Zeitraums 23.04. - 09.05.2016 sollten Fahrgäste aus Hildesheim Hbf, die Hannover Hbf als Ziel haben und etwas längere Fahrzeiten in Kauf nehmen können, möglichst oft mit der S 3 über Lehrte ausweichen. Fahrgäste aus Emmerke können neben dem langsamen Schienenersatzverkehr Richtung Hannover auch mit der Nordwestbahn mit Umstieg in Nordstemmen auf den metronom reisen. Das spart ggü. der SEV-Verbindung über Messe rund 15 Minuten. Fahrgäste aus Barnten und Rethen sind auf den SEV angewiesen. Pro Bahn-Sprecher Gryschka: "Wir erwarten, dass sich in den verbleibenden Tagen bis zur Sperrung noch etwas bewegt - ungewöhnlich kurzfristige Baumaßnahmen müssen ungewöhnliche kurzfristige Fahrplananpassungen möglich machen!"

Für Rückfragen:

Fahrgastverband PRO BAHN Braunschweig-Hildesheim
Björn Gryschka, Bad Salzdetfurth Vorsitzender
Tel. 0175/8280386

03.11.2015

Pro Bahn: Dialogforum schafft Basis für Norddeutschlands Bahnzukunft


Mit dem vorgesehenen Abschlussdokument des Dialogforums Schiene Nord
wird die Basis für die Fahrt der Personen- und Güterzüge im
Seehafenhinterland verbessert. Eine weitergehende Positionierung für
mehr Schiene wäre aus Sicht des Fahrgastverbandes Pro Bahn Niedersachsen
aber möglich gewesen.

Pro Bahn-Landesvorsitzender Björn Gryschka sagt dazu: "Wir begrüßen die
Offenheit der Landesregierung, die mit der erstmaligen Ausrichtung eines
Dialogforums die Wünsche und Sorgen der Bürger, Fahrgäste und Verbände
ernst genommen und versucht hat, einen gesellschaftlichen Konsens zu
erzielen. Wichtig ist vor allem, dass nach 30 Jahren Stillstand in den
nächsten Jahren die meisten Maßnahmen der alpha-Variante Realität
werden. Der mit den Bürgerinitiativen und Kommunen gefundene Konsens
sollte helfen, juristische Verfahrenshürden leichter und schneller zu
nehmen. Jeglicher Ausbau von Schienen dient unmittelbar der
Kapazitätserweiterung und und wird von den Fahrgästen deshalb positiv
gesehen."

Nach Meinung von Pro Bahn geht es bei der Alpha-Variante nun darum, sie
sehr schnell umzusetzen. "Wenn die Strecke Verden - Rotenburg
zweigleisig und kreuzungsfrei an die weiterführenden Strecken anschließt
und die Amerikalinie elektrifiziert und längere zweigleisige
Begegnungsabschnitte bekommt, so schafft das Entlastung auf dem Niveau
der heutigen Verkehre. Die flankierenden Maßnahmen auf den Strecken
Nienburg - Minden, Nienburg - Wunstorf und Bremerhaven - Rotenburg sind
unerlässlich. Ob allerdings der Bau des dritten Gleises zwischen
Lüneburg und Uelzen für die Abfuhr der Güterzüge aus Hamburg Richtung
Süden und Osten und eine verbesserte Qualität im Regionalverkehr
mittelfristig ausreichend ist, bezweifeln wir. Die Option auf eine
darüberhinaus erweiterte Schienenverbindung muss auf dem Tisch bleiben",
fordert Gryschka.

Nach der Anhörung von Bürgern, Kommunen und Verbänden müsse die Politik
jetzt schnell entscheiden. "Die Verantwortung für das richtige und
zukunftsweisende "Maß Bahn" bleibt eine politische, der sich die
Volksvertreter nun stellen müssen", sagt Gryschka. Pro Bahn werde das
Abschlussdokument des Dialogforums nicht unterzeichnen, weil der darin
formulierte Ausschluss weiterer Planungen und Varianten nicht im Sinne
der Fahrgäste sein könne. Die seitens der DB AG durchgesetzte
Öffnungsklausel sei aber ein wichtiger Schritt, um auf sich weiter
ändernde Verkehrsverhältnisse später sinnvoll eingehen zu können.



15.06.2015
Resolution: Bahnstrecken in der Region Braunschweig reaktivieren!

Die Mitglieder des Fahrgastverbands Pro Bahn Braunschweig-Hildesheim fordern anlässlich ihrer Jahreshauptversammlung 2015 in Braunschweig: Der Zweckverband Großraum Braunschweig muss die Reaktivierungschancen der Bahnstrecke in Salzgitter entschieden nutzen und die Fördermillionen des Landes in die Region Braunschweig holen!

Begründung:

Aus dem landesweiten Auswahlverfahren von anfangs 74 Strecken hat sich die Verlängerung der Bahnstrecke Braunschweig - Salzgitter-Lebenstedt nach Salzgitter-Fredenberg als Strecke mit dem besten Kosten-Nutzen-Faktor durchgesetzt. Auch wenn es nur ein kurzer Abschnitt von 2 km Länge ist, liegen gerade darin für den Zweckverband, der über Investitionsanteil und Zugbestellung entscheiden soll, einmalige Chancen:

  1. Die Einwohner des Siedlungsschwerpunktes Fredenberg erhalten eine hochattraktive, schnelle und umsteigefreie Bahnverbindung nach Braunschweig. Die Fahrzeit reduziert sich von bis zu 51 Minuten bei unregelmäßiger Busverbindung auf 28 Minuten im stündlichen Takt.
  2. Es sind keine Anpassungen im örtlichen Busnetz erforderlich. Die direkten Züge bieten erstmals eine zusätzliche Expressverbindung von Fredenberg nach Braunschweig.
  3. Die einmaligen Investitionskosten sind absolut überschaubar. Lediglich 1,3 Mio. Euro muss der ZGB laut Gutachter einschließlich Planungskosten investieren. Das Land gibt 3,9 Mio. Euro Fördergeld dazu.
  4. Es fallen vergleichsweise wenig Kosten an. Durch die geringe Streckenlänge steigen die jährlichen Bestellerentgelte auf der Strecke Braunschweig - Salzgitter kaum, da insbesondere keine Investitions- und Betriebskosten für ein neues Fahrzeug anfallen. Zudem generiert die Strecke einen Nutzenüberschuss von jährlich 145 T€.
  5. Nach 15 Jahren Stillstand und Rückschritt im Nahverkehr liegt die Region Braunschweig damit beim Thema Streckenreaktivierung gleichauf mit der Entwicklung im Land Niedersachsen.
  6. Mit einer zielgerichteten und erfolgreichen Reaktivierung der Strecke in Salzgitter erhält die Diskussion auch bei der Strecke Braunschweig - Harvesse neuen Schwung (derzeit Platz 5 landesweit und unter der Förderschwelle). Über die Zukunft dieser Strecke bietet das Land Verhandlungen an und will die Änderung von Rahmenbedingungen prüfen, damit die Förderfähigkeit erreicht wird. Auch hier sollte der ZGB die Entwicklung aktiv mitgestalten.

Diese Resolution wurde von den Pro Bahn-Mitgliedern einstimmig beschlossen.


 
03.05.2015
 
Bahnstreik: Tipps für Fahrgäste in Niedersachsen

Anlässlich des angekündigten Streiks der GDL stellt Pro Bahn die aktualisierte Streiklandkarte für Niedersachsen bereit. Die Streiklandkarte gibt einen Überblick, welche Strecken der Bahn-Konkurrenten wie Nordwestbahn, metronom, Westfalenbahn, Cantus, erixx voraussichtlich planmäßig befahren werden. Verspätungen einzelner Züge sind aber nicht ausgeschlossen. Dort erhält man auch "DB-freie" Verbindungen in Niedersachsen, wenn in der Auskunftsmaske entsprechende Zwischenhalte und "nur Nahverkehr" vorgegeben werden.

 

Damit bestehen gute Fahrmöglichkeiten z. B. zwischen Bremen - Cuxhaven - Hamburg, Bremen - Hamburg, Hamburg - Hannover - Göttingen, in der Heide über Soltau, bei der Regio-S-Bahn Bremen und im Bereich Osnabrück - Oldenburg - Wilhelmshaven. Auch zwischen Bad Bentheim - Osnabrück - Herford bestehen gute Reisemöglichkeiten, montags - freitags kann man ab Bünde auch regelmäßig via Hameln und Elze nach Hannover gelangen. Der Harz ist von Hannover und Braunschweig mit erixx gut zu erreichen, ebenso bestehen Fahrmöglichkeiten Braunschweig - Hamburg über Gifhorn.

Nach der Erfahrung der letzten 7 Streiks ist aber auch damit zu rechnen, dass Regionalexpresslinien der DB in NIedersachsen nicht völlig eingestellt werden, sondern etwa im 2-Stundentakt ggf. nur in Kernbereichen (z. B. Braunschweig - Osnabrück statt bis Rheine) verkehren. Dasselbe gilt für manche DB-S-Bahnzüge, z. B. gab es bei der S 3 zwischen Hannover und Hildesheim in der Vergangenheit praktisch keine streikbedingten Ausfälle. Im Fernverkehr werden vsl. die ICE-Linien Köln - Hannover - Berlin regelmäßig verkehren, die ICE-Linie Frankfurt - Braunschweig - Berlin alle 2 Stunden; mit einzelnen Zugausfällen muss aber gerechnet werden. Bei Nutzung von DB-Zügen empfiehlt sich der Blick in die "Live-Auskunft" der DB unter www.bahn.de.

Ein wichtiges "PS" an dieser Stelle: Damit der Streikfahrplan nicht zum Normalfahrplan wird und Fahrgäste dauerhaft mit zu wenig oder zu kurzen Zügen kämpfen müssen, ist es wichtig,
unsere Petition zu unterzeichnen. Darin fordert Pro Bahn die dauerhafte Bereitstellung ausreichender Regionalisierungsmittel, damit der Erfolg des Nahverkehrs - außer durch Streiks - nicht auch durch die Bundespolitik gefährdet wird.



21.03.2015

Endlich Bahn frei!


Unter diesem Motto trafen sich zum Auftakt des Reaktivierungstages in
der Grafschaft Bentheim der niedersächsische Verkehrsminister Olaf Lies,
mehrere Bürgermeister und Vertreter der Region und der Vorstand der Bentheimer Eisenbahn bei der Landesversammlung von PRO BAHN Niedersachsen.

Die Rede des Landesvorsitzenden Björn Gryschka finden Sie
hier.

Verkehrsminister Lies betonte, dass für den Erfolg einer
Reaktivierung die Identifikation der Bevölkerung mit "ihrer" Strecke
wichtig sei. Dies sehe er in der Grafschaft gegeben.

Bürgermeister Dr. Volker Pannen (Bad Bentheim) und Erster Kreisrat Hans-Werner Schwarz (Landkreis Grafschaft Bentheim) blickten auf das 20-jährige Engagement der Region für den Personenverkehr auf der Strecke Bad Bentheim Nordhorn - Neuenhaus zurück.

Zum Schluss der Veranstaltung hoben Gryschka und Lies symbolisch ein
Schwellenkreuz von einem rostigen Gleis, um die Bahn (zumindest den
konkreten Reaktivierungsprozess) endlich frei zu geben. Im Anschluss
daran startete ein Sonderzug der Bentheimer Eisenbahn am Bentheimer
Bahnhof zur Fahrt zu den künftigen Bahnhöfen Quendorf, Nordhorn und
Neuenhaus, wo er jeweils ausgiebig von der Bevölkerung bei freiem Kaffee
und Kuchen begrüßt wurde. Ein Abteil des Sonderzuges stand allein Pro
Bahn zur Verfügung: Die Mitglieder setzten hier ihre reguläre
Landesversammlung mit Vorstandsberichten und Wahlen fort, erstmals, aber
durchaus stilecht, in einem rollenden Sonderzug.

Ein gelungener Tag für den niedersächsischen SPNV!

Fotos von der Veranstaltung finden Sie hier.



18.03.2015
 
Verkehrsminister Olaf Lies erläutert Streckenreaktivierungen
Besuch beim Fahrgastverband Pro Bahn Niedersachsen


Der niedersächsische Verkehrsminister Olaf Lies wird auf der
Landesversammlung des Fahrgastverbandes Pro Bahn Niedersachsen am
Samstag, 21.03.2015, ab 11.15 Uhr in Bad Bentheim der Öffentlichkeit
erstmals den weiteren Weg vorstellen, wie die drei vorgeschlagenen
Strecken nun reaktiviert werden können. In der vergangenen Woche hatte
der Minister die Strecken Bad Bentheim – Nordhorn – Neuenhaus,
Einbeck-Salzderhelden – Einbeck und Salzgitter-Lebenstedt –
Salzgitter-Fredenberg zur baldigen Reaktivierung empfohlen. Der
Lenkungskreis hat sich der Empfehlung mittlerweile angeschlossen.

Wir Fahrgäste erwarten mit Spannung die Rede des Ministers und erhoffen
uns neue Impulse für den niedersächsischen Bahnverkehr. Sorgfältig
ausgewählte Reaktivierungsstrecken sind geeignet, die Tauglichkeit des
Systems Schiene gerade im ländlich geprägten Raum nachzuweisen und die
Qualität des öffentlichen Verkehrs deutlich zu erhöhen.
Leuchtturmprojekte wie die Streckenreaktivierungen geben Rückenwind auch
für andere dringende Infrastrukturmaßnahmen im Bahnland Niedersachsen.
 

 
18.02.2015

 

Bahnstreik: Tipps für Fahrgäste in Niedersachsen

Anlässlich des angekündigten Streiks der GDL stellt Pro Bahn die aktualisierte Streckenkarte für Niedersachsen bereit. Züge der Bahn-Konkurrenten wie Nordwestbahn, metronom, Westfalenbahn, Cantus, erixx verkehren planmäßig, Verspätungen einzelner Züge sind aber nicht ausgeschlossen.

Damit bestehen gute Fahrmöglichkeiten z. B. zwischen Bremen - Cuxhaven - Hamburg, Bremen - Hamburg, Hamburg - Hannover - Göttingen, in der Heide über Soltau, bei der Regio-S-Bahn Bremen und im Bereich Osnabrück - Oldenburg - Wilhelmshaven. Auch zwischen Bad Bentheim - Osnabrück - Herford bestehen gute Reisemöglichkeiten, Donnerstag und Freitag kann man ab Bünde auch regelmäßig via Hameln und Elze nach Hannover gelangen.

Seit letztem Fahrplanwechsel wurde der Verkehr auf den Strecken Hannover - Bad Harzburg, Bad Harzburg - Braunschweig, Braunschweig - Uelzen und Lüneburg - Dannenberg von erixx übernommen. Auch diese Strecken sind daher nicht mehr von einem Streik der DB-Lokführer betroffen.
 
Eine Übersicht finden Sie hier .