Aktuell

06.04.2013 PRO BAHN überreicht Minister Lies den "ersten Meter" reaktivierte Bahnstrecke        
03.04.2013 Verkehrsminister Olaf Lies bei PRO BAHN zu Gast
09.03.2013 Gerd Aschoff zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden von PRO BAHN gewählt
07.03.2013 Bodenburg und Bad Salzdetfurth von der Bahnwelt abgeschnitten?
26.01.2013 Niedersachsen: Große und kleine Fortschritte im Bahnverkehr 2012
28.03.2012 PRO BAHN zeichnet Bahnchef und Reaktivierungsprojekte in Niedersachsen aus
23.03.2012 PRO BAHN verleiht Fahrgastpreis an Reaktivierungsprojekte
21.03.2012 Der Fahrgastverband PRO BAHN verleiht die Fahrgastpreise 2012
30.01.2012 Streckenreaktivierungen in Niedersachsen - PRO BAHN nimmt an Ausschussanhörung teil

Archiv

06.04.2013

PRO BAHN überreicht Minister Lies den "ersten Meter" reaktivierte Bahnstrecke

(Göttingen) Heute hat der niedersächsische Verkehrsminister Olaf Lies Landesversammlung dem Fahrgastverband PRO BAHN seinen Besuch abgestattet. Auf seiner ersten bahnpolitischen Rede skizzierte Lies den festen Entschluss der Landesregierung, die Förderung der Verkehrsträger zu Gunsten der Schiene zu beeinflussen. So wird die bisherige Fördermittelverteilung Schiene/Straße von 40/60 Prozent auf 60/40 Prozent umgekehrt. Die von PRO BAHN stellvertretend für sämtliche Reaktivierungsbemühungen ausgezeichneten Projekte Bad Bentheim - Nordhorn und Esens - Bensersiel bezeichnete der Minister als sehr aussichtsreich, genauere Aussagen zur Reaktivierbarkeit aller in Frage kommenden Strecken erwarte er nach Vorlage eines Gutachtens der Landesnahverkehrsgesellschaft Ende Juni. Er verstehe seine Aufgabe darin, für Reaktivierungsprojekte Lösungen zu suchen und nicht Verhinderungsgründe zu benennen. Der Vortrag des Ministers wurde immer wieder von Beifall der 50 anwesenden PRO BAHN-Mitglieder und ihrer Gäste aus der Region und der niedersächsischen Eisenbahnszene unterbrochen. Im Anschluss formulierte die Versammlung eine Resolution, mit der sie neue Impulse für die Bahnpolitik in Niedersachsen fordert. Weitere Berichte zur Landesversammlung finden sie hier:

Der Fernsehbericht von N3 in Hallo Niedersachsen vom 06.04.13 ist hier verlinkt. Die Begrüßungsrede des Landesvorsitzenden Björn Gryschka finden Sie hier.


03.04.2013

Verkehrsminister Olaf Lies bei PRO BAHN zu Gast

Der Fahrgastverband PRO BAHN Niedersachsen hat am Samstag den neuen Niedersächsischen Wirtschafts-, Arbeits- und Verkehrsminister Olaf Lies auf seiner Landesversammlung in Göttingen zu Gast. PRO BAHN-Landesvorsitzender Björn Gryschka aus Bad Salzdetfurth erwartet zum einen gespannt die erste bahnpolitische Rede des Ministers. "Wir wollen dem Minister zum anderen aber auch unsere Erwartung ausdrücken, dass wir von der Landesregierung neue Impulse im Schienenverkehr erwarten. Das bedeutet vor allem eine Überprüfung, wo die Aufgabenteilung zwischen Bus und Bahn effizientere Schnittstellen bekommen sollte. Manche Kreisstadt in Niedersachsen ist noch immer ohne Bahnanschluss. Unser Ziel ist deshalb eine erste Streckenreaktivierung in der begonnenen Legislaturperiode", so Gryschka.

Entscheidend ist dabei aus Sicht von PRO BAHN, dass Reaktivierungen nicht zu Lasten bestehender Strecken gehen dürfen. "Wir begrüßen deshalb ausdrücklich, dass die Landesregierung laut Koalitionsvertrag über 30 Millionen Euro jährlich zusätzlich im Bereich Schiene zur Verfügung stellen will", sagt Gryschka. PRO BAHN hatte bereits 2012 mit dem Fahrgastpreis lokale Initiativen gewürdigt, die mit teils erheblichem Mitteleinsatz in Vorleistung für „ihre Bahn“ getreten sind. "Auf diese Initiativen muss nun politisch offener als bisher zugegangen werden", wünscht sich Gryschka.


09.03.2013

Gerd Aschoff zum stellvertretenden Bundesvorsitzenden von PRO BAHN gewählt

Knapp ein Jahr nach dem Ausscheiden von Ulrich Grunert zieht wieder ein Niedersachse in den PRO BAHN-Bundesvorstand ein. Zum neuen stellvertretenden PRO BAHN-Bundesvorsitzenden wurde beim  heutigen Bundesverbandstag in Bochum Gerd Aschoff aus Göttingen gewählt.



07.03.2013

Bodenburg und Bad Salzdetfurth von der Bahnwelt abgeschnitten?
 
Seit dem 05.03.13 gibt es laut der Internetauskunft der Deutschen Bahn unter www.bahn.de keine Möglichkeit mehr, mit dem Zug nach Bodenburg oder Bad Salzdetfurth zu fahren. Obwohl die Züge tatsächlich planmäßig fahren, verweist die Internetauskunft auf einen "Bus Linie 106", der angeblich zu den Fahrzeiten der NWB-Züge von Hildesheim ZOB, nach "Bodenburg, Bahnhof" über "Bad Salzdetfurth, Bahnhof" fährt. Das gilt für alle denkbaren Zeiten und Tage. Gleichzeitig wird auch keine Fahrkarte online verkauft: "Preisauskunft nicht möglich", bzw. bei einer Fahrt z. B. von Hannover nach Bodenburg erscheint "Teilpreis, nur bis Hildesheim".

"Offenbar liegt hier derzeit ein Programmierungsfehler vor; das ist uns in dieser Ausprägung mit Angabe einer imaginären Busliniennummer, die nichts mit der Strecke zu tun hat, aber noch nie begegnet", sagt Björn Gryschka von PRO BAHN, der sich als Bodenburger derzeit auch persönlich betroffen fühlt. "Was tun denn Fahrgäste, die sich jetzt und bis zur Behebung des Fehlers auf die Auskunft verlassen, auf dem Hildesheimer ZOB nach dem Bus 106 suchen und dann natürlich die Nordwestbahn an Gleis 1 verpassen? Erhalten sie für die eintretende Verspätung bis zur nächsten Zugfahrt eine Entschädigung?" fragt Gryschka. "Noch wichtiger: Muss der Fahrgast, der eine Fahrkarte von Hannover nach Bodenburg online kaufen wollte und - nur im "Kleingedruckten" ersichtlich - nur eine Fahrkarte bis Hildesheim erhalten hat, etwa bei der NWB 40 Euro bezahlen, weil er für die NWB keine Fahrkarte hat?"

Die Nordwestbahn hat leider trotz mehrfachem telefonischen Kontakt am 07.03.13 nicht reagiert. Es sollte wohl im Interesse der Nordwestbahn liegen, dass die Fahrgäste Verbindungen mit ihren Zügen, und, aufgrund einiger Vorfälle wegen unbeabsichtigtem Schwarzfahrens noch wichtiger, (durchgehende) Fahrkarten erhalten. "Auch wenn es sich um das Internetangebot der Deutschen Bahn handelt, so ist dies doch offizieller Vertriebsweg für die NWB, an dessen korrekter Funktion ein engagierteres Interesse vorhanden sein sollte", zeigt sich Gryschka von den bisherigen Osnabrücker Aktivitäten enttäuscht. Auch die DB selbst als Betreiber der Seite hat noch nicht reagiert. Da PRO BAHN ganz aktuell zahlreiche Fahrgäste in der Region Hildesheim von dem Problem - mit ungewisser Dauer - betroffen sieht, ist es für PRO BAHN im Interesse der Fahrgäste geboten, die Öffentlichkeit hierüber zu informieren, da der Mangel auch nach drei Tagen noch nicht abgestellt wurde, wie die beigefügten Screenshots belegen.


26.01.2013

Niedersachsen: Große und kleine Fortschritte im Bahnverkehr 2012

Im Jahr 2012 gab es viel Bewegung in der niedersächsischen
Bahninfrastruktur.

Bei der Y-Trassen-Diskussion erreichten die Baugegner aus der Heide
gemeinsam mit PRO BAHN, dass die DB jetzt ergebnisoffen über die ideale
Verbindung der Nordseehäfen mit dem Hinterland diskutiert. Die geplante
ICE-Strecke für 300 km/h Höchstgeschwindigkeit ist längst "out" - weder
werden für diese Geschwindigkeit noch Fahrzeuge gebaut, noch hilft diese
ursprüngliche Planung den Fahrgästen im Nahverkehr und dem Güterverkehr.
Stattdessen sind mehrere Varianten vom Ausbau bestehender Strecken bis
zu Neubaugüterstrecken in der Untersuchung. Und die für den Güterverkehr
wichtige Uelzener Kurve auf der Strecke Stendal - Hamburg hatte sogar
schon Baubeginn.

Ein anderes Infrastrukturprojekt wurde nach einem der längsten
Schienenersatzverkehre Deutschlands endlich fast abgeschlossen - der
zweigleisige Ausbau Oldenburg - Wilhelmshaven. Und hier zeigt sich
wieder, welche Erfolge PRO BAHN in der Region für die Fahrgäste erzielen
kann. Als die neue Strecke in Betrieb ging, hielten die Nordwestbahnzüge
plötzlich nicht mehr am barrierefreien Bahnsteig 1. Obwohl die
Streckengeschwindigkeit erhöht worden war, konnten sie das Gleis 1 in Varel
angeblich aus Zeitgründen nicht mehr anfahren. Innerhalb von 6 Wochen
konnte PRO BAHN mit Demonstrationen, Medieninterviews und Unterstützung
von Landtagsabgeordneten, Landräten und Bürgermeistern die Aufhebung
dieser fahrgastunfreundlichen Regelung erreichen.

Und schließlich ging die ICE-Strecke Hildesheim - Braunschweig
zweigleisig in Betrieb. Nahverkehrsfahrgäste müssen wegen falscher
Weichenstellungen in der Region Braunschweig allerdings noch drei
weitere Jahre auf bessere Verbindungen warten.

Niedersachsen bekommt im Vergleich der Bundesländer eines der
vielfältigsten Bahnangebote. Durch konsequente Wettbewerbspolitik und
die stetige Vergrößerung des Fahrzeugpools - mittlerweile wird in der
Region Braunschweig ein zweiter Pool aufgebaut - konnten für zahlreiche
neue Unternehmen wie Nordwestbahn, metronom oder erixx attraktive
Bedingungen geschaffen werden - und davon profitieren die Fahrgäste in
weiten Landesteilen durch neue Fahrzeuge und verdichtete Fahrpläne. Im
Gebiet der Landesnahverkehrsgesellschaft haben allein diese Unternehmen
zusammen ab 2014 einen deutlich höheren Reisendenkilometeranteil als der
größte Anbieter, DB Regio.

Von der neuen niedersächsischen Landesregierung erwartet PRO BAHN neue
Impulse. So können mit engagierter Förderung des Landes
vielversprechende Bahnstrecken reaktiviert werden. Die Strecke Esens -
Bensersiel im Tourismusverkehr und der Wiederanschluss der Kreisstadt
Nordhorn wurden von PRO BAHN beim Bundesverbandstag 2012 in Bad
Salzdetfurth stellvertretend für die niedersächsischen
Reaktivierungsprojekte ausgezeichnet.


04.04.2012

PRO BAHN Niedersachsen vergibt den Goldenen Schienennagel

Bad Salzdetfurth. Der Landesverband Niedersachsen von PRO BAHN hat erstmals den "Goldenen Schienennagel" verliehen: Für seine langjährigen und einzigartigen Verdienste um den Gesamtverband PRO BAHN, die immer wieder auch in Niedersachsen Türen geöffnet haben, erhielt der Bundesvorsitzende Karl-Peter Naumann aus Hamburg den "Goldenen Schienennagel". Der Preis wurde seit 1997 bisher immer als Silberner Schienennagel an Institutionen und Persönlichkeiten verliehen, die sich um die niedersächsischen Fahrgäste verdient gemacht haben. Sinn des "Silbernen Schienennagels" sei es, sagte der Landesvorsitzende Björn Gryschka in seiner Laudatio vor den zahlreichen Gästen des Bundesverbandstages, die Preisträger auch zu motivieren, sich weiterhin und noch stärker zu engagieren, um dann den Goldenen Schienennagel zu  erhalten. Dieses Ziel habe nun - am letzten Tag seines 16-jährigen Bundesvorsitzes - Karl-Peter Naumann als erster erreicht.

Die vollständige Rede des Landesvorsitzenden finden Sie hier.



28.03.2012

PRO BAHN zeichnet Bahnchef und Reaktivierungsprojekte in Niedersachsen aus  


(Bad Salzdetfurth) Der Fahrgastverband PRO BAHN hat die diesjährigen Fahrgastpreise anlässlich seines Bundesverbandstages in Bad Salzdetfurth am vergangenen Freitag verliehen. Unter anderem wurden Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG, für die Rückkehr der Deutschen Bahn zum „Brot- und Buttergeschäft“, Dr. Wolf Gorka, ehem. Geschäftsführer der LNVG, für die Schaffung des niedersächsischen Fahrzeugpools sowie die niedersächsischen Reaktivierungsprojekte ausgezeichnet.

Der Wechsel an der Spitze der Deutschen Bahn von Hartmut Mehdorn zu Dr. Rüdiger Grube hat das Verhältnis der DB zum Fahrgastverband PRO BAHN deutlich verbessert. Überzog sein Vorgänger den Fahrgastverband noch mit Klagen, so setzt der aktuelle Bahnchef deutlich auf Dialog und die „Erledigung seiner Hausaufgaben“, wie es PRO BAHN-Chef Naumann formulierte.  

Dr. Wolf Gorka hat durch den Aufbau des niedersächsischen Fahrzeugpools in den vergangenen 10 Jahren erst die Voraussetzungen dafür geschaffen, den höchsten Wettbewerbsanteil aller Bundesländer zu erzielen. Ohne Fahrzeugpool hätten kleinere Unternehmen wie die eurobahn oder neue Bahnen wie metronom keine Chancen auf einen erfolgreichen Markteintritt gehabt, sagte Naumann.  

Der Landesvorsitzende Björn Gryschka zeichnete schließlich zwei Reaktivierungsprojekte von derzeit stillliegenden Bahnstrecken aus. Der Landkreis Grafschaft Bentheim sowie der Wirtschaftsförderkreis Harlingerland bemühten sich in besonderer Weise um die Reaktivierung ihrer Bahnstrecken. So unterstütze der Landkreis Grafschaft Bentheim für die Strecke Bad Bentheim – Nordhorn Ausbaumaßnahmen, organisiere Sonderfahrten und beauftrage Studien. Üblich für einen Wirtschaftsförderungskreis sei die Beschäftigung mit Existenzgründungen und Ausbildungsfragen, ungewöhnlich hingegen die Gründung einer Arbeitsgruppe für die Reaktivierung einer Bahnstrecke. Auch hier werde mit Gutachten versucht zu belegen, dass eine Reaktivierung der Strecke Esens – Bensersiel volkswirtschaftlich sinnvoll sei, um die Fahrgäste künftig direkt mit dem Zug an den Nordseehafen zu fahren.  

Gryschka betonte in seiner Rede aber auch, dass die Reaktivierung von Strecken nicht zu Lasten bestehender Bahnstrecken gehen dürfe. Hier sei die Landespolitik gefordert, für zusätzliche Strecken zusätzliche Gelder, z. B. aus dem vollen Einsatz der Regionalisierungsmittel für Bahnstrecken statt für Schülerbeförderungszwecke, einzusetzen. „Eine Kannibalisierung der Bahnstrecken untereinander lehnen wir ab“, so Gryschka.

23.03.2012

PRO BAHN verleiht Fahrgastpreis an Reaktivierungsprojekte

Bad Salzdetfurth. Anlässlich des diesjährigen Pro
Bahn-Bundesverbandstages in Bad Salzdetfurth hat der Fahrgastverband Pro
Bahn Fahrgastpreise u. a. an Dr. Wolf-Rüdiger Gorka, ehemaliger
Geschäftsführer der Landesnahverkehrsgesellschaft, für die Idee des
niedersächsischen Fahrzeugpools sowie an den Landkreis Grafschaft
Bentheim (Strecke Bad Bentheim - Nordhorn) und den
Wirtschaftsförderkreis Harlingerland e.V. (Strecke Esens - Bensersiel),
stellvertretend für die Reaktivierungsdiskussion in Niedersachsen,
verliehen. Symbolisch überreichte der Landesvorsitzende Björn Gryschka
beiden Initiativen ein erstes Stück Schiene. Die Rede des
Landesvorsitzenden ist hier nachzulesen.


21.03.2012

Der Fahrgastverband PRO BAHN verleiht die Fahrgastpreise 2012

Anlässlich seines 30. Bundesverbandstages verleiht der Fahrgastverband PRO BAHN am
23.03.2012 im niedersächsischen Bad Salzdetfurth seine diesjährigen Fahrgastpreise für
das Jahr 2012. In diesem Jahr werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich in
besonderer Art für den öffentlichen Verkehr auf Schiene und Straße einsetzen oder
eingesetzt haben. Auch heute prägen Menschen das System des Öffentlichen Verkehrs.
Der Fahrgastverband PRO BAHN zeichnet jetzt zum 7. Mal Personen aus, die engagiert
dafür arbeiten, dass der ÖV attraktiver wird und dass die Menschen kommen.
Im Alltag müssen wir als Fahrgastverband aber immer wieder Realitäten sehen, die
Menschen eher davon abhalten, Bahn und Bus zu nutzen. Sie sind vielfach ein Zeichen von
Gedankenlosigkeit uns Fahrgästen gegenüber, erklärt der noch amtierende
Bundesvorsitzende Karl Peter Naumann. Vielfach können aber auch zu viele
Bestimmungen und Regeln den (potentiellen) Kunden abhalten, den öffentlichen Verkehr
zu benutzen.


Der Fahrgast empfindet häufig anders, als die Unternehmen denken. Der unerfahrene
(NochNicht)Kunde noch mehr.

 

Der Fahrgast ist ein Kunde,
• der umworben sein will,
• der sich wohlfühlen will,
• der durchaus bereit ist, sich einen Fahrschein zu kaufen.


Wir Fahrgäste brauchen in den Verkehrsbetrieben und Bestellerorganisationen Menschen
• die für uns da sind,
• die sich um unsere Belange kümmern,
• die uns verstehen (wollen).

 

Aus diesem Grund erhalten in diesem Jahr unsere Fahrgastpreise:


Dr. Wolf Gorka (ehemaliger Chef der LNVG, Niedersachsen)
Für seine Impulse im Wettbewerb – dem landesweiten Fahrzeugpool

 

Dr. Rüdiger Grube (Vorstandsvorsitzender der Deutsche Bahn AG)
Für die Wiederentdeckung des Brot und Butter Geschäfts bei der Deutschen Bahn

 

Michael Holzhey
Der mit seiner KCWBeratungsgesellschaft immer das Salz in der Suppe ist

 

Dr. Dieter Ludwig (ehemaliger Chef der AVG, Karlsruhe)
Für sein Lebenswerk – der 2SystemStadtbahn Karlsruhe

 

Gerd Tucholka (Bahnhofsmanager der Deutschen Bahn)
Für sein geniales Bahnhofsmanagement in und um Gera


Bernhard Wewers und Hans Leister (Sprecher der Initiative Deutschland – Takt)
Für ihr Engagement für einen Deutschland Takt


Der ebenfalls jährlich vergebene regionale Preis wird an niedersächsische Institutionen
vergeben, die sich für die Reaktivierung ihrer Bahnstrecken für den Personenverkehr
einsetzen:


Der Landkreis Grafschaft Bentheim und der Wirtschaftsförderkreis Harlingerland e.V.
für die Reaktivierungsbemühungen im SPNV auf den Bahnstrecken Bad Bentheim –
Nordhorn und Esens Bensersiel,stellvertretend für die Reaktivierungsdiskussion in
Niedersachsen.


Der DB Vorstandsvorsitzende Dr. Grube wird nach der Preisverleihung einen Vortrag zu seinen Gedanken des Brot und Buttergeschäfts bei der Deutschen Bahn halten.

 


30.01.2012

Streckenreaktivierungen in Niedersachsen - PRO BAHN nimmt an Ausschussanhörung teil


Am 27.01.2012 fand im Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr des nds. Landtags eine öffentliche Anhörung zum Antrag der Fraktion B 90/Grüne "Bahninfrastruktur für die Zukunft sichern" statt. Neben der LNVG, dem ZGB, dem VDV und der DB Netz AG wurde auch PRO BAHN zu diesem
Thema angehört. Die vom Landesvorsitzenden Björn Gryschka gehaltene Präsentation ist hier verfügbar.

PRO BAHN ist es wichtig zu betonen, dass es in Niedersachsen bei einer politischen Entscheidung für die Reaktivierung einer Bahnstrecke darauf
ankommt, die Investitionen und insbesondere die dauerhaften Betriebskosten (Bestellerentgelte) aus *zusätzlichen *Landesmitteln
sicherzustellen. Das ist entscheidend, um mögliche "Kannibalisierungseffekte" bei einer Abwägung von Zugbestellungen aufneuen "starken" Strecken gegenüber bestehenden "schwachen" Strecken zu verhindern. Es darf keine "Streckenopfer" bei dieser Diskussion geben. PRO BAHN ist überzeugt, dass noch mehr als bisher daran gesetzt werden muss, vorhandene "schwache" Strecken zu stärken, in dem z. B. stärker als bisher die sinnvolle Verknüpfung von Bus- und SPNV-Linien
vorangebracht wird, statt Busparallelverkehr weiter bestehen zu lassen. Das erfolgreiche Pilotprojekt Lammetalbahn im Landkreis Hildesheim zeigt
seit 8 Jahren den Erfolg, wenn diese Umstrukturierung konsequent umgesetzt wird.

Welche finanziellen Möglichkeiten für das Land Niedersachsen bestehen, hat u. a. der VDV in seinem Beitrag aufgezeigt, z. B. der Ersatz von bisherigen Landesmitteln in der Schülerbeförderung durch Regionalisierungsmittel im Umfang von über 80 Mio. Euro jährlich; Geld, das dem SPNV in Niedersachsen zu Gute kommen könnte.

Kurzfristig war auch eine Delegation aus dem Landkreis Grafschaft Bentheim eingeladen worden, die unter Führung des Landrates Kethorn engagiert die Perspektiven der bisher SPNV-freien Bahnstrecke Bad Bentheim - Nordhorn sowie die Vorleistungen der Region vorstellte. Unter der Überschrift "Starker Auftritt für den Bahnanschluss - Ein kleiner Landkreis im äußersten Westen Niedersachsens zeigt Entschlossenheit" berichteten die "Grafschafter Nachrichten" am Samstag ausführlich darüber (/Artikel online nicht verfügbar/).