Der niedersächsische Weg

Seit dem Jahr 2000 gibt es in Niedersachsen eine steile Aufwärtsentwicklung im Schienenverkehr. Attraktive Fahrpläne und Zugsysteme ziehen immer mehr Menschen an. Sie wollen bei ihren täglichen Wegen nicht mehr allein auf das Auto angewiesen sein und entscheiden sich bewusst für die Nutzung des öffentlichen Verkehrs. Grundlage dieses Erfolgs ist der bundesweit vorbildliche Fahrzeugpool, der dem Land finanzielle Spielräume sichert. Hohe Zuwachsraten bei den Fahrgästen lassen die Züge in mancher Region schon an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen.

Aber nicht nur der Platz in den Zügen wird knapp – auch der Platz auf den Gleisen. Mangelhafte Infrastruktur verhindert noch den idealen Fahrplan. Auf eingleisigen Strecken sind Begegnungsstellen oft nicht da, wo der Fahrplan sie bräuchte – Umbaumaßnahmen nach bundesweiten Bahnstandards aber sind teuer. Auf zweigleisigen Strecken gibt es zunehmend Verdrängungswettbewerb. Internationale Güterzüge aus den Seehäfen haben nach EU-Recht Vorrang, immer öfter zu Lasten der Fahrgäste, deren Fahrzeit sich verlängert.

Niedersachsen braucht den politischen Willen zu einer schienenfreundlicheren Verteilung der Regionalisierungsmittel und gezielten Investitionen ins Schienennetz! Dabei dürfen einzelne Großprojekte, deren Realisierung Jahrzehnte benötigt, netzwirksame kleinere Sofortmaßnahmen, nicht verhindern. Die Fahrgäste wollen jetzt, die Güter müssen jetzt befördert werden!

Deutschlandweit arbeitet PRO BAHN für klare und verbindliche Strukturen in Fahrgastfragen. Im Dialog mit dem Land, den Verkehrsverbünden und den Kommunen setzt PRO BAHN auch in Niedersachsen manchen Zug aufs Gleis.

Mehr Bahn kommt nicht von selbst. Jedes neue Mitglied ist eine Stärkung unserer Forderungen und unserer Unabhängigkeit. Mobilität für alle Regionen – ein gutes Bahnangebot ist Standortfaktor!

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