Pressemitteilung vom 15. Mai 2009

(Gemeinsame Pressemitteilung von PRO BAHN Mitteldeutschland und VCD Elbe-Saale)

Fahrgastverbände für den Bus auf der Hepkestraße

Die Dresdner Fahrgastverbände Verkehrsclub Deutschland (VCD) und PRO BAHN sprechen sich für eine Buslinie im Verlauf der Hepkestraße aus. Bisher wird in der Öffentlichkeit der Eindruck erweckt, dass die Buslinie dort nur eine zusätzliche Belastung der Anwohner darstellt. Dazu Stefan Jugelt vom Fahrgastverband PRO BAHN: "Ich weiß, dass es auch zahlreiche Leute gibt, die sich auf der Hepkestraße einen Bus wünschen. Gerade auch ältere Mitbürger, die nicht mehr so gut zu Fuß sind, erhoffen sich durch die neue Linie einen besseren Anschluss an den Nahverkehr. Leider melden sich die Befürworter nicht genauso lautstark zu Wort".

Lutz Dressler, Vorstandssprecher im Verkehrsclub Deutschland (VCD) LV Elbe-Saale, findet es grundsätzlich gut, wenn es Bürger gibt, die sich aktiv in die Verkehrspolitik einmischen wollen. Allerdings kann er die Befürchtungen der Anwohner nicht teilen: Diese glauben der Bus würde zusätzlichen Lärm und Dreck mitbringen und gleichzeitig auch die Wahrscheinlichkeit von Unfällen auf der Hepkestraße erhöhen.

"Wenn der Bus wie angekündigt im 20-Minuten-Takt fährt, dann hat er auch das Potenzial einige Leute zum Umsteigen auf Bus und Bahn zu bewegen. Nicht nur bei den Anwohnern, sondern auch bei den Autofahrern, die die Hepkestraße heute als Durchfahrtsstraße nutzen.", so Dressler. Er wünschte sich von den Anwohnern, dass sie selbst häufiger das Auto stehen lassen und zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit Bus und Bahn unterwegs sind. Des Weiteren gab er den Anwohnern die Anregung, sich mit dem gleichem Engagement für die Einrichtung einer Carsharing-Station auf der Hepkestraße einzusetzen. "Wird sie angenommen, dann haben wir auf der engen Straße vielleicht bald zwanzig Autos weniger stehen." Herr Bendig - einer der Initiatoren des Bürgerprotestes - sagte, dass er diese Idee gut findet.

Die meisten der ca. 50 Teilnehmer bei einer Diskussion zur Hepkestraße im Betriebshof Gruna haben sich nur gegen die Linienführung ausgesprochen. Die DVB dort erläuterten, dass es aber keine alternative Linienführung geben könne, da es eben darum geht, genau diesen Teil Grunas jetzt in das Liniennetz einzuschließen um so einen attraktiveren Nahverkehr gewährleisten zu können. Die beiden Fahrgastverbände PRO BAHN und VCD haben jetzt die Befürchtung, dass die lautstarken Anwohnerproteste am Ende gar dazu führen könnten, dass einige Leute bald ganz auf Bus und Bahn verzichten und dass es dadurch bald noch mehr Verkehr auf der Hepkestraße geben könnte.


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