Pressemitteilung vom 11. Dezember 2008

Fahrplanwechsel am 14.12.2008 mit neuen Verbindungen und alten Problemen

Verbindung zwischen Dresden und Frankfurt weiterhin eingeschränkt

Durch die anhaltende Überprüfung der ICE-Flotte bleiben vor allem Verbindungen zwischen Dresden und Wiesbaden über Frankfurt am Main auch künftig unattraktiv. Nur einmal pro Tag steuert ein Intercity-Express-Zug die Finanzmetropole an. Dazu Stefan Jugelt, Vorsitzender des Landesverbandes PRO BAHN Mitteldeutschland e.V.: „Durch die relativ späte Abfahrtszeit um 15:54 und eine Ankunft um 20:36 Uhr ist diese Strecke insbesondere für Geschäftsreisende alles andere als optimal. Bei Meetings am nächsten Tag wird so eine separate Übernachtung fällig.“

Ansonsten ersatzweise verkehrende IC-Einheiten können die entstandene Lücke nur teilweise füllen. Umsteigefreie Anschlüsse werden nur alle ungeraden Stunden angeboten, zudem entspricht das eingesetzte, zumeist ältere Wagenmaterial ohne Klimaanlagen und Arbeitsplätzen nicht aktuellen ICE-Standards. Auch ein Bordrestaurant ist nicht Teil des Angebotes.

Zum geraden Stundentakt wird der Fahrgast gar zum Umsteigen in Leipzig gezwungen. Stefan Jugelt: „Bittere Pillen haben Reisende zu schlucken, die auf der Fahrt nach Frankfurt in Leipzig den Zug wechseln müssen. Hier verlängert sich die Reisezeit teilweise um bis zu 40 Minuten. Zudem lässt sich Gepäck in den beengten Doppelstockwagen der Regionalexpresszüge zwischen der Landeshaupt- und Messestadt nur bedingt unterbringen. Auch ab Leipzig muss der Kunde dann weiterhin mit einem halb garen IC-Angebot vorlieb nehmen.“

Neue Strecke zwischen Dresden und Wroclaw begrüßt

Der Fahrgastverband PRO BAHN begrüßt die Aufnahme einer Direktverbindung zwischen Dresden und der Hauptstadt Niederschlesiens Wroclaw. Allerdings bleiben Wünsche offen. Da das grenzüberschreitende Angebot erst im März 2009 Fahrt aufnimmt, ist bis dahin weiterhin Umsteigen in Görlitz zu den Zügen der polnischen Staatsbahn PKP nötig. Ferner kritisiert PRO BAHN die dünne Haltefrequenz in Sachsen. Unterwegshalte gibt es nur in Bautzen und Görlitz. Weitere wichtige Stationen wie etwa Löbau oder Bischofswerda trügen der gestiegenen Bedeutung dieser Städte Rechnung.
Abzuwarten bleibt die Reaktion der Fahrgäste auf das eingesetzte Rollmaterial. Die Triebwagen der Baureihe 642 sind auf Grund der geringen Sitzplatzkapazität vor allem für den polnischen Abschnitt der Verbindung nur bedingt geeignet. Die Fahrtzeit nach Wroclaw soll drei Stunden und 30 Minuten betragen.

Positives Echo auf zusätzliche Nachtverbindungen und kürzere Fahrtzeiten

Weitere positive Signale sieht PRO BAHN in einer neu hinzugekommenen Nachtzugverbindung zwischen Dresden und Budapest und angepassten Fahrtzeiten zwischen Dresden und Zittau.

Der aus Berlin kommende EuroNight-Zug führt Kurswagen nach Wien mit sich und hält ebenfalls in Bratislava. Durch die Abfahrt um 22.10 Uhr in Dresden Hauptbahnhof lassen sich die südeuropäischen Hauptstädte frühzeitig am Folgetag erreichen. Ankunft in Bratislava ist um 05.40 und Budapest um 08.32 Uhr. Wien Westbahnhof wird um 06.30 Uhr erreicht.

Für Fahrgäste der Regionalbahn zwischen Dresden und Zittau machen sich die abgeschlossenen Bauarbeiten durch kürzere Fahrtzeiten bemerkbar. Das Wegfallen von langen Zwischenhalten in Bischofswerda und Wilthen beschert Deutsche Bahn-Kunden eine Ersparnis von 12 bis 21 Minuten.

Kürzere Fahrtzeiten in Sachsen-Anhalt

Der Fahrplan hält für Sachsen-Anhalt Anpassungen vor allem im Nahverkehr bereit. So erfolgt nach Fertigstellung der Bauarbeiten eine Beschleunigung der Regionalexpresslinie Halle-Hannover um 18 Minuten.

Für Rückfragen:
Stefan Jugelt 0171 - 607 19 84


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