Pressemitteilung vom 26. Juni 2001

Schienenverkehrstagung in Glauchau:
Ausbauforderungen für Mitte-Deutschland-Bahn, Idee "Sächsische Bahnen" unterstützenswert

Dresden. Der Fahrgastverband PRO BAHN fordert im Nachgang einer Eisenbahn-Fachtagung am Montag in Glauchau, dass Ausbau- und Betriebsstandards für die Mitte-Deutschland-Verbindung festgeschrieben und bis 2006 realisiert sein müssen. Dazu erklärt Henning Bösherz, Pressesprecher von PRO BAHN Mitteldeutschland:

"Sachsen und Thüringen tun gut daran, für den Ausbau der Mitte-Deutschland-Bahn einen Termin festzulegen und Bund wie Bahn AG in die Pflicht zu nehmen. Die Aufnahme in den neuen Bundesverkehrswegeplan muss unbedingt gesichert und eine Fertigstellung bis 2006 garantiert werden.

PRO BAHN fordert einen durchgehend zweigleisigen Ausbau auf mindestens 120 km/h und 160 km/h für Neigetechnik-Züge sowie die durchgehende Elektrifizierung zwischen Glauchau und Weimar. Für den Fernverkehr sind zweistündliche Züge von Dresden über Chemnitz - Jena ins Ruhrgebiet mindestens in IC-Qualität vorzusehen. Mit den neuen ICE-T würden auch neigetechnik-taugliche Fahrzeuge zur Verfügung stehen."

Außerdem hält PRO BAHN die Idee des sächsischen Verkehrsministers Schommer für unterstützenswert, Teile des Eisenbahnnetzes vom Freistaat zu übernehmen. "Die Bahn AG ist langsam und schwerfällig. Das Land könnte die Gelder schneller und effektiver einsetzen. Außerdem kann das Land auch Eisenbahnunternehmen außerhalb der Bahn AG mit dem Betrieb betrauen, so dass kostengünstiger gefahren werden kann", so Pressesprecher Henning Bösherz.

Dresden, 26. Juni 2001

Für Rückfragen:
Henning Bösherz, Pressesprecher
Tel. 0160 - 77 208 77


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