Das Streckennetz ist selbst in den Ballungsräumen hoffnungslos veraltet. Steigende Mobilität und immer größer werdende Frachtmengen erfordern eine modernes Streckennetz, um eine Alternative zum Auto- und Lkw-Verkehr zu sein.
In Hessen bestimmen nach dem geltendem ÖPNV Gesetz z.B. Kreistage über den Fortbestand des Schienenverkehrs. Bei knappen Kassen fällt die Entscheidung oft genug gegen den Schienenverkehr aus. Daher muss das ÖPNV Gesetz überarbeitet und die Verantwortung in eine landesweite Regieebene gelegt werden.
Immer mehr Weichen und Überholgleise werden ausgebaut. Das führt bei Behinderungen des Verkehrs (.z.B. bei Baustellen) und zu erheblichen Verspätungen ganzer Zugfolgen. Da die Zugangebote in den Fahrplanperioden fortwährend neu strukturiert und erweitert (z. B. Regiotram Nordhessen) werden, müssen Überholgleise und Kreuzungsmöglichkeiten erhalten bleiben.
Bahntrassen dürfen nicht entwidmet werden. Kurzfristige Schnellschüsse zur Streckenstilllegung dürfen nicht darin münden, dass Bahntrassen überbaut und damit nie wieder in Betrieb genommen werden können. Das Teilstück Grävenwiesbach-Brandoberndorf wurde wieder aufgebaut, nachdem die Gleise schon abgebaut waren. Die Verkehrsbedürfnisse stellen sich in der Zukunft vielfach anders dar, als zum Zeitpunkt der Stilllegung.
Das Busnetz muß optimal in den gesamten ÖPNV integriert werden. Unser Ziel ist daher die Abschaffung von Schienenparallelverkehr, d .h. es dürfen nicht Busse und Bahnen neben einander herfahren.
Die dynamische Anschlusssicherung zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln muß optimiert werden. Nur durch die Aussicht, dass Anschlüsse gesichert werden, steigt ein wichtiger Akzeptanzgrund für den ÖPNV. Dies war schließlich ein wichtiger Grund für die Gründung der Verkehrsverbünde mit einem einheitlichen Tarif für alle Verkehrsmittel.
Moderne und helle Bahnhöfe garantieren ein Gefühl der Sicherheit und daher sollte schon der Aufenthalt auf dem Bahnhof so angenehm wie möglich sein.
Die Tarife der Verkehrsverbünde lassen in bestimmten Bereichen noch immer eine bestimmte Sortimentstiefe vermissen. Insbesondere im Gelegenheitsverkehr fehlen Angebote.